Veröffentlicht am · Aktualisiert:

Drohnenangriff auf Moskau: Behörden melden 144 abgefangene Drohnen, Flughäfen stundenlang geschlossen

In der Nacht zum 17. Oktober 2026 wurde Moskau und die Oblast Moskau laut russischen Behörden mit Drohnen angegriffen. Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte, 144 Drohnen seien auf dem Anflug zur Hauptstadt zerstört worden, das Verteidigungsministerium sprach von 610 abgefangenen Drohnen in 15 russischen Regionen. Die vier großen Moskauer Flughäfen Sheremetyevo, Domodedovo, Wnukowo und Schukowski blieben von Mitternacht bis etwa 07:00 Uhr gesperrt; Flüge wurden umgeleitet, Passagiere saßen stundenlang in Maschinen fest.

Das Wichtigste

  • Angriff am Morgen des 17. Oktober auf Moskau und die Oblast Moskau
  • Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach zunächst von 69 abgeschossenen Drohnen, später von weiteren 75 zerstörten – Gesamtzahl nach russischen Angaben 144
  • Sobjanin bestätigte herabgefallene Trümmer und im Einsatz befindliche Rettungsdienste
  • Russlands Verteidigungsministerium meldete 610 abgefangene Drohnen über 15 Regionen, darunter Oblast Leningrad, Nowgorod, Twer, Brjansk, Belgorod, Kursk, Oryol, Kaluga, Woronesch, Rostow, Smolensk und Tula sowie die Oblast Moskau, die Region Chanty-Mansijsk, die Region Krasnodar, die besetzte Krim und das Schwarze Meer
  • Die Moskauer Großflughäfen Sheremetyevo, Domodedovo, Wnukowo und Schukowski waren von Mitternacht bis etwa 07:00 Uhr gesperrt
  • Flüge wurden in andere Regionen umgeleitet; Telegram-Kanäle berichteten von einer erneuten tagelangen Sperrung des Moskauer Luftraums
  • Bereits am 15. Oktober hatte Rosawijaziya den Betrieb an 22 Flughäfen eingeschränkt; am 16. Oktober fielen laut Ukrinform über 200 Flüge aus

Warum es wichtig ist

Es handelt sich um einen groß angelegten Drohnenangriff auf die russische Hauptstadt mit offiziell 144 abgefangenen Drohnen allein auf Moskau-Kurs und 610 abgefangenen Drohnen in 15 Regionen über Nacht. Die Sperrung aller vier großen Moskauer Flughäfen für mehrere Stunden – den zweiten Tag in Folge – zeigt die unmittelbaren Folgen für den zivilen Luftverkehr und unterstreicht die Eskalation ukrainischer Drohnenschläge tief nach Russland hinein im Oktober 2026.

Was geschehen ist

In der Nacht und am Morgen des 17. Oktober 2026 wurde Moskau laut russischen Behörden mit Drohnen angegriffen. Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte über Nacht mit, zunächst seien 69 Drohnen auf dem Anflug zur Hauptstadt abgeschossen worden; später meldete er die Zerstörung weiterer 75 Drohnen, sodass die Gesamtzahl nach russischer Darstellung 144 beträgt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, Luftabwehrsysteme hätten über Nacht 610 Drohnen über 15 russischen Regionen abgefangen, darunter die Oblast Moskau und die Oblast Leningrad sowie Regionen wie Twer, Brjansk, Belgorod, Kursk und die besetzte Krim. Sobjanin bestätigte herabfallende Trümmer und den Einsatz von Rettungsdiensten an den betroffenen Stellen, ohne Angaben zu möglichen Schäden zu machen. Die Bundesluftfahrtbehörde Rosawijaziya sperrte die vier Moskauer Großflughäfen Sheremetyevo, Domodedovo, Wnukowo und Schukowski von Mitternacht bis etwa 07:00 Uhr; Flüge wurden umgeleitet, Passagiere warteten teils stundenlang in den Maschinen. Telegram-Kanäle berichteten, der Moskauer Luftraum sei damit den zweiten Tag in Folge weitgehend geschlossen.

Wo die Berichte auseinandergehen

Sobjanins Angaben zur Zahl der Drohnen wuchsen im Laufe der Nacht: Zunächst nannte er 69 auf dem Anflug nach Moskau abgeschossene Drohnen, später weitere 75 „zerstörte" – die beiden ukrainischen Quellen Ukrinform und NW führen beide Zahlen an, ohne sie zu einer Gesamtsumme aufzulösen.

Hintergrund

Luftraumbeschränkungen dieses Ausmaßes über Moskau sind eine relativ neue Entwicklung im Zuge der anhaltenden Drohnenangriffe tief nach Russland in den Jahren 2025 und 2026. Am 15. Oktober 2026 hatte Rosawijaziya den Betrieb an 22 Flughäfen in mehreren russischen Städten eingeschränkt, darunter Moskau, St. Petersburg, Kasan und Samara. Laut Ukrinform hatten die Moskauer Flughäfen bereits am Vortag, dem 16. Oktober, zum dritten Mal innerhalb einer Woche den Betrieb eingestellt, wobei über 200 Flüge ausfielen.