Russland greift Ukraine nachts mit 433 Drohnen an
Russland hat in der Nacht zum 1. November 433 Kampfdrohnen für einen grossangelegten Angriff auf die Ukraine eingesetzt. Nach ukrainischen Angaben neutralisierte die Luftverteidigung bis 07:30 Uhr 371 Drohnen, während mehr als 40 noch in der Luft waren und der Gefechte weitergeführt wurde. In mehreren Regionen wurden Wohn- und Infrastrukturobjekte beschädigt.
Das Wichtigste
- Der Angriff begann am 31. Oktober um 18:00 Uhr und dauerte über Nacht an.
- Russland setzte 433 Kampfdrohnen ein, darunter 64 reaktive Drohnen vom Typ Shahed.
- Ebenfalls eingesetzt wurden Drohnen vom Typ Gerber und Parodiya-Drohnenattrappen.
- Bis 07:30 Uhr am 1. November wurden 371 Drohnen abgeschossen oder durch elektronische Kampfmittel gestört.
- P mehr als 40 Kampfdrohnen befanden sich um 07:30 Uhr noch in der Luft.
- Treffer wurden an 16 Standorten registriert, Trümmer von abgeschossenen Drohnen fielen an 14 weiteren Standorten.
- In der Region Kiiv wurden wegen der Angreife auf die Stromversorgung Notabschaltungen angeordnet.
Warum es wichtig ist
Der Angriff stellte die ukrainische Luftverteidigung mit 433 Drohnen und dem Einsatz von Luftfahrt, Flugabwehraketen, elektronischer Kriegführung, Drohnensystemen und mobilen Feuergruppen stark unter Druck. Zu Schaden kamen Energie-, Telekommunikations-, Verkehrs- und Wohninfrastruktur sowie kommunale Gebäude. In Kiew waren Notabschaltungen der Stromversorgung nötig, während weitere Drohnengruppen während des Vormittags Richtung Sumy, Westukraine und Poltawa flogen.
Was geschehen ist
Die russischen Streitkräfte starteten die Angriffe am 31. Oktober um 18:00 Uhr von den Richtungen Orel, Kursk, Schatilowka, Brjansk, Millerowo und dem vorübergehend besetzten Donezk. Zum Einsatz kamen neben 64 Shahed-Drohnen auch Drohnen vom Typ Gerber und Parodiya-Drohnenattrappen. Die ukrainische Luftverteidigung gab an, bis 07:30 Uhr am 1. November 371 Drohnen neutralisiert zu haben, darunter 47 reaktive Drohnen. Mehr als 40 weitere Drohnen waren zu diesem Zeitpunkt noch in der Luft, weshalb die Luftgefechte fortgesetzt wurden.
Treffer wurden an 16 Standorten registriert, an 14 weiteren Orten fielen abgeschossene Drohnen oder ihre Trümmer. In Krasmatorsk zerstörte ein Luftangriff am späten Abend des 31. Oktobers das Gebäude der Stadtverwaltung. Bei einem Angriff auf Isjum in der Oblast Charkiw wurden mehr als zehn Wohnhäuser beschädigt; nach den vorliegenden Angaben wurden dabei keine Menschen verletzt. In der Oblast Winnytsja wurde Energieinfrastruktur angegriffen, wodurch unter anderem ein Mobilfunkmast, ein privates Lagergebäude, Fenster in Mehrfamilienhäusern, eine Haltestelle und ein Auto beschädigt wurden. In Kiew führten Angriffe auf die Stromversorgung zu Notabschaltungen. Im Djesnianskyj-Distrikt Kiews löste der Absturz einer Drohne auf unbebautem Gelände einen Brand aus, wodurch auch geparkte Autos in Flammen aufgingen. Energietechniker begannen, beschädigte Anlagen zu reparieren.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Die ukrainische Berichterstattung betont den Umfang des Angriffs, die Zahl der neutralisierten Drohnen und die залучення不同 типів Streitkräfte zur Abwehr. Im Mittelpunkt stehen zudem die lokalen Folgen: die Zerstörung des Gebäudes der Krasmatorsker Stadtverwaltung, Schäden in Winnytsja und Isjum, Brände in Kiew sowie die Notabschaltungen der Stromversorgung. Als erschwerender Faktor werden die Wetterbedingungen und die fortdauernden Bewegungen neuer Drohnengruppen nach Sumy, in die westlichen Regionen und Richtung Poltawa hervorgehoben.
Hintergrund
Der Angriff dauerte von 18:00 Uhr am 31. Oktober bis in die Nacht zum 1. November. Die Startorte umfassten Orel, Kursk, Schatilowka, Brjansk, Millerowo und den vorübergehend besetzten Donezk. Die dichte Wolkendecke über der Ukraine erschwerte laut Serhii Beskrestnov die Erkennung der benzingetriebenen Shahed-Drohnen, worauf die russischen Streitkräfte offenbar gezielt hatten.