6 September 2026 · Aktualisiert am 6 September 2026

Israelische Polizisten in Uman eingetroffen, um Sicherheit während Rosch ha-Schana zu gewährleisten

Israelische Polizeibeamte sind in Uman eingetroffen, um gemeinsam mit ukrainischen Sicherheitskräften die öffentliche Ordnung während des Rosch-ha-Schana-Pilgerfests der Breslauer Chassiden zu sichern. Die Ankunft wurde von der Polizei der Oblast Tscherkassy gemeldet. Die israelischen Beamten bleiben bis zum Ende des Feiertags, der in diesem Jahr vom 11. bis 13. September begangen wird.

Das Wichtigste

  • Israelische Polizisten trafen in Uman ein, um gemeinsam mit der ukrainischen Polizei für Ordnung und Sicherheit während Rosch ha-Schana zu sorgen
  • Die Ankunft wurde von der Polizei der Oblast Tscherkassy gemeldet; die Beamten bleiben bis zum Ende des Feiertags
  • Gemeinsame Patrouillen mit der Polizei, Rettungskräften des SES und der Nationalgarde sowie Aufklärungsarbeit unter Pilgern
  • Nach Polizeiangaben bleibt die Lage in Uman stabil und unter Kontrolle
  • Das ukrainische Außenministerium hatte im Juli Israelis von einer Reise nach Uman abgeraten
  • Die USA hatten ihre Bürger ebenfalls vor der Reise nach Uman gewarnt und auf die Gefahr russischer Angriffe sowie fehlende Schutzräume verwiesen
  • Im Jahr 2023 tötete ein russischer Raketenangriff auf ein Wohnhaus in Uman 23 Menschen, darunter sechs Kinder

Warum es wichtig ist

Jedes Jahr reisen Zehntausende chassidische Pilger zum Grab von Rabbi Nachman nach Uman. Das Pilgerfest fällt mitten in den russischen Krieg gegen die Ukraine, was das Risiko von Raketenangriffen auf eine dicht gedrängte Menschenmenge erhöht. Die bilaterale Sicherheitskooperation zwischen der Ukraine und Israel mit gemeinsamen Patrouillen von Polizei, SES-Rettungskräften und Nationalgarde ist ein beachtenswerter grenzüberschreitender Einsatz.

Was geschehen ist

Israelische Polizeibeamte sind in Uman eingetroffen, um gemeinsam mit ukrainischen Sicherheitskräften die öffentliche Ordnung während des Rosch-ha-Schana-Pilgerfests zu gewährleisten. Die Ankunft wurde von der Polizei der Oblast Tscherkassy gemeldet. Bei einem Koordinierungstreffen einigten sich ukrainische und israelische Vertreter auf gemeinsame Maßnahmen zur Sicherheit im Pilgergebiet. Die israelischen Beamten werden bis zum Ende des Feiertags bleiben, der in diesem Jahr vom 11. bis 13. September stattfindet. Ukrainische und israelische Sicherheitskräfte führen gemeinsam mit Rettungskräften des SES und Angehörigen der Nationalgarde Patrouillen durch und leisten Aufklärungsarbeit unter den Pilgern. Nach Polizeiangaben bleibt die Lage in Uman stabil und unter Kontrolle.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen stellen die Polizei der Oblast Tscherkassy in den Mittelpunkt und betonen die koordinierten ukrainisch-israelischen Sicherheitsmaßnahmen, gemeinsame Patrouillen und eine stabile, kontrollierte Lage in Uman. Sie verweisen auf die Risiken durch den Krieg und russische Angriffe – einschließlich des Raketeneinschlags in Uman im Jahr 2023 – und stellen den gemeinsamen Einsatz als notwendig für den Schutz der Pilger dar. Die Reisewarnung des Außenministeriums vom Juli wird als Teil des Kontexts für die erhöhte Sicherheitslage genannt.

Wie internationale Quellen darüber berichten

Die einzige nicht-ukrainische Stimme im Material ist das US-Außenministerium, das die Lage als Reisewarnung für US-Bürger rahmt und die Gefahr russischer Angriffe sowie unzureichende Schutzkapazitäten hervorhebt – nicht die Sicherheitskooperation vor Ort.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Angaben machen zwei verschiedene Zeitangaben für die Meldung der Polizei der Oblast Tscherkassy über die Ankunft der israelischen Beamten: eine Quelle nennt den 5. September, eine andere Sonntag, den 6. September.

Hintergrund

Uman ist der Ort des Grabes von Rabbi Nachman, dem Begründer des Breslauer Chassidismus, und zieht zu Rosch ha-Schana jedes Jahr Zehntausende Pilger an: etwa 35.000 im Jahr 2023, über 30.000 im Jahr 2024 und über 35.000 im Jahr 2025. Bei einem russischen Raketenangriff auf ein Wohnhaus in Uman kamen im Jahr 2023 23 Menschen ums Leben, darunter sechs Kinder. Im Juli hatte das ukrainische Außenministerium israelischen chassidischen Pilgern angesichts der Sicherheitslage im Zusammenhang mit dem Krieg und russischen Angriffen von einer Reise nach Uman abgeraten. Auch das US-Außenministerium rief US-Bürger dazu auf, nicht nach Uman zu reisen, und verwies auf die Gefahr russischer Angriffe und fehlende Schutzräume für alle Pilger.