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Brigadegeneral Andrij Biletsky leitet neues ukrainisches Truppengruppieren „Zentrum" im Donbass

Der Kommandeur des 3. Armeekorps der Ukraine, Brigadegeneral Andrij Biletsky, übernimmt die Leitung des neuen temporären Truppengruppierens „Zentrum". Dieses ist für die Verteidigung des größten Teils des Gebiets Donezk zuständig, während Biletsky gleichzeitig das 3. Armeekorps weiterführt.

Das Wichtigste

  • Andrij Biletsky, Kommandeur des 3. Armeekorps, wird das neue temporäre Truppengruppieren „Zentrum" leiten.
  • „Zentrum" übernimmt die Verantwortung für die Verteidigung des größten Teils des Gebiets Donezk.
  • Biletsky behält parallel das Kommando über das 3. Armeekorps.
  • Der Kern der Führung von „Zentrum" besteht aus Offizieren des 3. Armeekorps.
  • Es ist das erste Beispiel für den Aufstieg einer neuen, im aktuellen Krieg geformten Kommandogeneration in operative Spitzenrollen.
  • Nach Überprüfung der Effektivität soll der Übergang zu dauerhaften Strukturen in den Streitkräften erfolgen.
  • Parallel dazu baut Denys Prokopenko (Asow) ein zweites Gruppieren für den Donbass auf; Präsident Selenskyj hatte die beiden am 26. August angekündigt.

Warum es wichtig ist

Mit „Zentrum" entsteht eine neue operative Führungsebene über einem entscheidenden Frontabschnitt im Gebiet Donezk. Die Ernennung gilt als erster Präzedenzfall dafür, dass eine im laufigen Krieg herangereifte neue Kommandogeneration in Spitzenrollen aufrückt. Eingebettet ist dies in die Reform unter dem neuen Generalstabschef Mychajlo Drapatyj, der mehr Befugnisse an die operative Ebene delegieren will. Parallel baut Denys Prokopenko (Asow) ein zweites Gruppieren für den Donbass auf — gemeinsam verändern die beiden Strukturen die Führung der dortigen Verteidigung.

Was geschehen ist

Der Kommandeur des 3. Armeekorps, Brigadegeneral Andrij Biletsky, übernimmt die Leitung eines neuen temporären Führungsorgans mit der Bezeichnung Truppengruppieren „Zentrum". Das Gruppieren wird für die Verteidigung des größten Teils des Gebiets Donezk zuständig sein, während Biletsky weiterhin das 3. Armeekorps kommandiert. Dies teilte sein Stellvertreter Rodion Kudrjaschow in einem Gespräch mit LIGA.net mit. Den Kern der Führung von „Zentrum" bilden Offiziere des 3. Armeekorps. Laut Kudrjaschow ist dies der erste Präzedenzfall, in dem junge Kommandeure der neuen Generation an die Spitze operativer Strukturen treten. Nachdem die Effektivität der temporären Führung erprobt ist, soll der Übergang zu dauerhaften, systemischen Führungsstrukturen der Streitkräfte erfolgen. Am 26. August hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj angekündigt, die ukrainischen Verteidigungsstellungen im Gebiet Donezk durch zwei aktualisierte Gruppierungen unter Biletsky und dem Kommandeur des 1. Korps der Nationalgarde „Asow", Denys Prokopenko, zu verstärken.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen betonen Biletskys Aufstieg: das am 24. August 2026 verliehene Held-der-Ukraine-Datum, frühere Erwähnungen als Kandidat für den Posten des Generalstabschefs vor der Entlassung von Oleksandr Syrskyj sowie seine Vertrauenswerte (KMIS: 37 % Vertrauen, 13 % Misstrauen Anfang August). Die Berichterstattung stellt den institutionellen Kontext heraus — den Umbau unter Generalstabschef Mychajlo Drapatyj, das 3. Armeekorps als Kern von „Zentrum" und das parallele Asow-Gruppieren unter Prokopenko. Zugleich wird die breitere Lage im Donbass als Hintergrund der Ernennung beleuchtet: russische Planungen, der „Festungsgürtel" und die Gebiete, die nach Angaben ukrainischer Offiziere unter ukrainischer Kontrolle stehen.

Hintergrund

Biletsky erhielt am 24. August 2026 von Präsident Selenskyj den Titel Held der Ukraine. Laut einer KMIS-Umfrage vertrauten ihm Anfang August 37 % der Ukrainer, 13 % misstrauten ihm. Biletsky schließt eine Kandidatur bei Wahlen nicht aus, aber erst nach Kriegsende. Truppengruppierungen auf operativer oder operativ-taktischer Ebene werden gebildet, um Kräfte an den Hauptachsen der Front wirksamer zu führen. Die Verteidigung des Donbass ist zudem verknüpft mit Warnungen von Analysten und Offizieren vor dem Verlust des „Festungsgürtels" im Gebiet Donezk sowie mit russischen Plänen, die Frist für die Einnahme des Donbass zu verschieben.