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Militärbezogene Lieferanten klagen über Zahlungsverzögerungen beim Programm „eBally“

Das ukrainische Verteidigungsministerium hat Verzögerungen bei der Bezahlung von Rüstungsherstellern im Rahmen des Programms „eBally“ (єБали) bestätigt und sie als „technisch“ bezeichnet. Als Gründe nannte das Ministerium geplante Änderungen am Punktesystem sowie die Umstellung auf EU-Kreditmittel, die zusätzliche Verfahren mit sich bringe. Der Branchenverband berichtet, dass kleinen Unternehmen Summen zwischen 24 Millionen und Hunderten Millionen Hrywnja fehlen.

Das Wichtigste

  • Das Verteidigungsministerium bestätigte Verzögerungen bei der Bezahlung von Herstellern für im Rahmen von „eBally“ gelieferte Ausrüstung.
  • Igor Fedirko, Geschäftsführer des „Ukrainischen Waffenrats“, erklärte, die Verzögerungen beträfen sämtliche Lieferungen im Programm.
  • Laut Fedirko belaufen sich die ausstehenden Forderungen einzelner Hersteller auf 24 Millionen bis mehrere Hundert Millionen Hrywnja.
  • Das Ministerium erklärte, eine Ursache sei die geplante Refinanzierung des Programms über EU-Kreditmittel, die zusätzliche Verfahren erfordere.
  • Als weitere Ursache nannte das Ministerium geplante Änderungen am Punktesystem.
  • Das Ministerium sicherte zu, dass Mittel für das Programm bis Jahresende vorgesehen seien und alle Zahlungen für bereits gelieferte Ausrüstung geleistet würden.
  • Seit der Integration von „eBally“ mit dem Brave1 Market haben Militäreinheiten über 750.000 Ausrüstungseinheiten im Wert von mehr als 51,9 Mrd. Hrywnja bestellt; geliefert wurden bereits Waren im Wert von fast 40 Mrd. Hrywnja.

Warum es wichtig ist

Verzögerungen bei den Zahlungen im Programm „eBally“ können die finanzielle Stabilität von Rüstungsherstellern untergraben – insbesondere kleinerer Unternehmen, die bereits mit Lohnzahlungen und Komponentenbeschaffung kämpfen. Da „eBally“ ein wichtiger Kanal ist, über den Frontverbände Drohnen, Mittel zur elektronischen Kriegführung und Bodenrobotik erhalten, könnten die Zahlungsstörungen die Versorgung der Front verlangsamen. Die Erklärung des Ministeriums verknüpft die Programmfinanzierung zudem mit EU-Kreditmitteln und bindet einen Mechanismus der Frontversorgung an externe Finanzierungsverfahren.

Was geschehen ist

Das ukrainische Verteidigungsministerium hat bestätigt, dass Hersteller von Ausrüstung, die im Rahmen des Programms „eBally“ (єБали) geliefert wurde, ihre Zahlungen verspätet erhalten, und hat diese Verzögerungen als „technisch“ bezeichnet. Als Ursachen nannte das Ministerium zum einen die geplante Umstellung der Programmfinanzierung auf EU-Kreditmittel, die zusätzliche Verfahren erfordere, und zum anderen geplante Änderungen am Punktesystem. Igor Fedirko, Geschäftsführer des „Ukrainischen Waffenrts“, erklärte, die Verzögerungen beträfen sämtliche Lieferungen im Programm und die ausstehenden Forderungen einzelner Hersteller beliefen sich auf 24 Millionen bis mehrere Hundert Millionen Hrywnja; das Problem treffe vor allem kleine Firmen, die bereits Schwierigkeiten bei der Zahlung von Löhnen und beim Komponenteneinkauf hätten. Das Ministerium sicherte zu, dass Mittel für das Programm bis Jahresende vorgesehen seien und alle Zahlungen für bereits gelieferte Ausrüstung geleistet würden, und teilte mit, dass es mit dem Ausschuss der Werchowna Rada für nationale Sicherheit, Verteidigung und Nachrichtendienste an der weiteren Umsetzung des Programms arbeite. Seit der Integration von „eBally“ mit dem Brave1 Market haben Militäreinheiten über 750.000 Ausrüstungseinheiten im Wert von mehr als 51,9 Mrd. Hrywnja bestellt; geliefert wurden bereits Waren im Wert von fast 40 Mrd. Hrywnja, über 400 Verbände haben das Programm genutzt.

Wo die Berichte auseinandergehen

Ein Bericht (Artikel 16003) gibt an, dass die Mittel für das Programm „eBally“ bis Ende 2026 vorgesehen seien, während zwei weitere Berichte (Artikel 15945 und 15981) die Mittel nur als „bis Jahresende“ ausgewiesen angeben, ohne das Jahr 2026 zu nennen.

Hintergrund

Das Programm „eBally“ (єБали) ist ein digitales Punktesystem, bei dem Militäreinheiten für bestätigte Kampfergebnisse Punkte erhalten und diese über den Brave1 Market gegen Drohnen, Mittel zur elektronischen Kriegführung, Bodenrobotik-Komplexe, Komponenten und andere Ausrüstung eintauschen. Seit der Integration von „eBally“ mit dem Brave1 Market haben Militäreinheiten über 750.000 Ausrüstungseinheiten im Wert von mehr als 51,9 Mrd. Hrywnja bestellt, von denen bereits Lieferungen im Wert von fast 40 Mrd. Hrywnja erfolgt sind; über 400 Verbände haben das Programm genutzt. Im Jahr 2025 tauschte die Dritte Sturmbrigade als erste Einheit „eBally“-Punkte über den Brave1 Market gegen Drohnen ein.