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Ukraine meldet 285 Treffer auf russische Schattenflotte in zehn Wochen

Der Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme, Robert „Madyar" Brovdi, hat bilanziert, dass die laufende Operation „MoLoChKa" seit ihrem Beginn vor zehn Wochen 285 Schiffe der russischen Schattenflotte im Asowschen und Schwarzen Meer getroffen hat. Laut Brovdi ist die Lage für die Schattenflotte im Asowschen Meer und in der Meerenge von Kertsch faktisch blockiert.

Das Wichtigste

  • Operation „MoLoChKa" läuft seit zehn Wochen in den Gewässern des Asowschen und Schwarzen Meeres
  • Insgesamt 285 Schiffe der russischen Schattenflotte seit Operationsbeginn getroffen
  • Im Juli nach Brovdis Angaben 215 Schiffe getroffen (in einigen Quellen als 206 + 9 ausgewiesen)
  • Im August 54 weitere Schiffe getroffen
  • Vom 1. bis 11. September 16 weitere Schiffe getroffen
  • Brovdi: Asowsches Meer und Meerenge von Kertsch für die Schattenflotte „effektiv blockiert"
  • Brovdi veröffentlichte Video eines Drohnenangriffs auf einen sanktionierten Öltanker unter Begleitung eines russischen Hubschraubers

Warum es wichtig ist

Anhaltende ukrainische Drohnenangriffe schwächen die russische Schattenflotte, einen zentralen Kanal für russische Ölexporte. Brovdi zufolge dient diese Flotte der Finanzierung des russischen Krieges gegen die Ukraine – ihre systematische Bekämpfung trifft Moskau daher direkt an einer wichtigen Einnahmequelle.

Was geschehen ist

Der Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme (СБС), Robert „Madyar" Brovdi, hat über Facebook eine Zwischenbilanz der Operation „MoLoChKa" veröffentlicht, die nach seinen Angaben seit zehn Wochen in den Gewässern des Asowschen und Schwarzen Meeres läuft. Insgesamt seien 285 Schiffe der russischen Schattenflotte getroffen worden. Die monatliche Aufschlüsselung: im Juli 215 (in einigen Quellen als 206 + 9), im August 54 und vom 1. bis 11. September weitere 16. Brovdi erklärte, das Asowsche Meer und die Meerenge von Kertsch seien für Schattenflotten-Schiffe faktisch blockiert; auch die nördliche und nordöstliche Schwarzmeerregion sei für sie nur unter ständiger Spannung passierbar. Er veröffentlichte Videoaufnahmen, die nach seinen Angaben Drohnenangriffe auf einen sanktionierten Öltanker unter Begleitung eines russischen Hubschraubers zeigen. Die Einnahmen aus dem russischen Öltransport, so Brovdi, würden zur Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine verwendet.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Alle vier herangezogenen Quellen sind ukrainischsprachige Medien, die dieselbe Erklärung des СБС-Kommandeurs wiedergeben. Im Mittelpunkt steht die ukrainische operativen Erfolge gegen die russische Schattenflotte, die nach dieser Lesart nicht nur militärisch, sondern auch finanziell Moskaus Krieg gegen die Ukraine trägt.

Wo die Berichte auseinandergehen

Bei Brovdis Juli-Zahlen gibt es eine Diskrepanz: Einige Quellen geben 206 + 9 getroffene Schiffe an (zusammen 215), eine andere nennt direkt 215.

Hintergrund

Brovdi ordnet die Operation in einen größeren Rahmen ein: Die Einnahmen aus dem Transport russischen Öls durch die Schattenflotte würden zur Finanzierung des russischen Krieges gegen die Ukraine verwendet.