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Drohnenangriffe auf russische Gebiete Rjasan und Rostow: Brand auf Ölraffinerie Rjasan gemeldet

In der Nacht zum 6. September 2026 haben ukrainische Drohnen die Rjasaner Ölraffinerie, den Flugplatz Rostow am Don sowie Luftabwehrziele in den russischen Oblasten Rjasan und Rostow angegriffen. Auf dem Raffineriegelände brach danach ein Feuer aus. Der ukrainische Generalstab und das Herstellerunternehmen Fire Point bestätigten den Treffer auf die Raffinerie durch eine Drohne vom Typ FP-1.

Das Wichtigste

  • In der Nacht zum 6. September 2026 griffen Drohnen die russischen Oblasten Rjasan und Rostow an.
  • Auf dem Gelände der Rjasaner Ölraffinerie brach nach dem Treffer ein Feuer aus.
  • Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs wurden die Rjasaner Raffinerie, der Flugplatz Rostow am Don, ein Podljet-Radargerät und zwei Flugabwehrsysteme Panzir-S1 getroffen.
  • Das Unternehmen Fire Point bestätigte den Angriff auf die Rjasaner Raffinerie mit einer Drohne vom Typ FP-1.
  • Der Gouverneur des Oblast Rjasan, Pawel Malkow, bestätigte eine Drohnenattacke und meldete einen Brand „in einem der Unternehmen", ohne den Namen zu nennen.
  • Gouverneur Jurij Sljussar aus dem Oblast Rostow berichtete von rund 30 abgefangenen Drohnen und einem verletzten Kind.
  • Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Morgen, 258 ukrainische Drohnen seien abgefangen und zerstört worden.

Warum es wichtig ist

Die Rjasaner Ölraffinerie gehört zu den größten Russlands mit einer Kapazität von rund 17 Millionen Tonnen Öl pro Jahr und liefert Kraftstoffe für die russischen Streitkräfte. Nach ukrainischen Angaben wurden bei dem Angriff Primärverarbeitungsanlagen getroffen, die mehr als 77 Prozent der Primärverarbeitungskapazität der Raffinerie ausmachen, was die Treibstoffversorgung Russlands spürbar beeinträchtigen könnte. Der kombinierte Schlag gegen Raffinerie, Flugplatz, Radar und Flugabwehr in einer Reichweite von rund 500 km verdeutlicht den Umfang der ukrainischen Tiefschlagoperationen.

Was geschehen ist

In der Nacht zum 6. September 2026 griffen ukrainische Drohnen Ziele in den russischen Oblasten Rjasan und Rostow an. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs schlugen die Drohnen unter anderem auf dem Gelände der Rjasaner Ölraffinerie, dem Flugplatz Rostow am Don, einem Podljet-Radargerät und zwei Flugabwehrsystemen vom Typ Panzir-S1 ein. Auf der Raffinerie brach daraufhin ein Feuer aus, ebenso in der Umgebung des Flugplatzes. Das ukrainische Rüstungstechnologieunternehmen Fire Point bestätigte, dass die Raffinerie mit einer Drohne vom Typ FP-1 getroffen wurde. Der Gouverneur des Oblast Rjasan, Pawel Malkow, bestätigte eine Drohnenattacke auf die Region, sprach jedoch lediglich von einem Brand „in einem der Unternehmen" und erwähnte Schäden an Wohngebäuden in Rjasan und im Saposchkowski rajon durch herabfallende Drohnentrümmer. In Rostow am Don kreisten Drohnen laut OSINT-Berichten mehr als vier Stunden lang über der Stadt, Schüsse und Hubschraubergeräusche waren zu hören. Gouverneur Jurij Sljussar erklärte, rund 30 Drohnen seien über Rostow, Bataisk und mehreren Rajonen abgefangen worden; bei dem Angriff wurde nach seinen Angaben ein Kind verletzt, mehrere Wohnhäuser wurden beschädigt. In Bataisk waren Explosionen, Luftabwehraktivität und ein Feuer zu verzeichnen. Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Morgen, 258 ukrainische Drohnen seien in der Nacht abgefangen und zerstört worden. Die russische Luftfahrtbehörde Rosawijazija führte vorübergehende Einschränkungen für Starts und Landungen an mehreren Flughäfen ein, darunter in Pensa, Saratow, Kaluga, Jaroslawl, Sotschi und Gelendschik.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Sämtliche herangezogenen Quellen sind ukrainisch und rahmen das Ereignis einhellig als erfolgreichen Schlag der ukrainischen Verteidigungskräfte gegen russische Militär- und Energieinfrastruktur. Im Mittelpunkt stehen die Bestätigung durch den Generalstab, die Rolle der Rjasaner Raffinerie für die Versorgung der russischen Armee sowie der Einsatz der heimischen FP-1-Drohne des Unternehmens Fire Point. Überschriften betonen die Zielerfassung der Raffinerie, des Flugplatzes Rostow am Don und der Flugabwehrsysteme sowie die Reichweite der ukrainischen Operation von rund 500 km. Zivile Schäden in den Oblasten Rjasan und Rostow werden berichtet, jedoch als Kollateralschäden eines Angriffs auf Einrichtungen der russischen Militärlogistik eingeordnet.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die russischen Behörden, darunter der Gouverneur des Oblast Rjasan Pawel Malkow, bestätigten lediglich einen Brand „in einem der Unternehmen" und äußerten sich offiziell nicht zu Schäden an der Rjasaner Ölraffinerie. Der ukrainische Generalstab, der Militärnachrichtendienst HUR, das Zentrum für Desinformationsbekämpfung, OSINT-Analysten (ASTRA, Exilenova+) sowie das Unternehmen Fire Point benannten hingegen die Raffinerie als getroffenes Ziel und beschrieben Schäden an konkreten Anlagen. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, 258 ukrainische Drohnen seien in der Nacht abgefangen worden, und Gouverneur Sljussar sprach von rund 30 abgefangenen Drohnen über dem Oblast Rostow; ukrainische Quellen bestätigten dagegen Treffer auf der Rjasaner Raffinerie, dem Flugplatz Rostow am Don, einem Radargerät und zwei Panzir-S1-Systemen.

Hintergrund

Die Rjasaner Ölraffinerie gehört zum Rosneft-Konzern und verarbeitete 2024 etwa 13,1 Millionen Tonnen Rohöl, was rund 4,9 Prozent der gesamten russischen Ölverarbeitung entspricht. Im selben Jahr produzierte die Anlage rund 2,2 Millionen Tonnen Benzin, 3,4 Millionen Tonnen Diesel und 4,3 Millionen Tonnen Heizöl. Die Raffinerie war bereits im Mai und Juli 2026 von ukrainischen Drohnen angegriffen worden; der Angriff vom 29. Juli hatte laut Reuters die Rohölverarbeitung zum Stillstand gebracht. In Bataisk im Oblast Rostow befindet sich der Ölverladeterminal „Jug Russi", der unter anderem zur Versorgung der russischen Armee mit Treib- und Schmierstoffen genutzt wird.