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Albanien weist russischen Schattentanker HANUMAN im Hafen Durrës ab

Albanien hat am 29. August dem Öltanker HANUMAN die Einfahrt in den Hafen von Durrës verweigert. Nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR gehört das Schiff zur russischen „Schattenflotte" und hat seit Jahresbeginn 2025 mindestens 452.000 Tonnen russischen Treibstoff exportiert. Der HUR wertete die Entscheidung Albaniens als Beleg für internationale Sanktionssolidarität.

Das Wichtigste

  • Albanien wies den Tanker HANUMAN am 29. August 2026 die Einfahrt in den Hafen Durrës.
  • Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR stuft HANUMAN als aktives Schiff der russischen Schattenflotte ein und führt es seit 26. Januar in der Datenbank des Portals War&Sanctions.
  • Seit Anfang 2025 transportierte die HANUMAN laut HUR mindestens 452.000 Tonnen russischen Treibstoff.
  • Die Routen liefen von Noworossijsk in die Türkei, den Senegal, die VAE und in einen Umladebereich vor Augusta (Italien).
  • Logistisch betreut wird die HANUMAN von der in Noworossijsk ansässigen russischen Firma Altoprae Marine LLC, die laut HUR von einem Top-Manager aus dem Umfeld des sanktionierten Oligarchen Gennadi Timtschenko geführt wird.
  • Altoprae Marine betreut auch die bereits mehrfach sanktionierten Tanker EVENTIN und CORDELIA MOON/WALRUS, die laut HUR mit Vorfällen mit Umweltrisiken in Verbindung stehen.
  • HUR bezeichnete Albaniens Entscheidung als Zeichen internationaler Sanktionssolidarität gegen Russland.

Warum es wichtig ist

Eine einzelne Hafenablehnung durch ein Nicht-EU-Land am Adriatischen Meer verengt den verfügbaren Hafenraum für die russische Schattenflotte und kann die Logistik eines Treibstofffrachters mit 452.000 Tonnen Jahresvolumen empfindlich stören. Der Fall zeigt zudem, wie der HUR die Abwehr einzelner Schiffe in eine breitere Aufklärung der Eigentümer- und Dienstleistungsnetze rund um Oligarchen wie Gennadi Timtschenko und Firmen aus dem Umfeld von Oksana Martschenko, der Ehefrau Viktor Medwedtschuks, einbettet. Dass die vom selben Betreiber versorgten Tanker EVENTIN und CORDELIA MOON/WALRUS bereits multilateral sanktioniert sind und mit Umweltvorfällen in Verbindung gebracht werden, erhöht die politische und ökologische Bedeutung jeder Hafenzulassungsentscheidung.

Was geschehen ist

Am 29. August 2026 verweigerte Albanien dem Öltanker HANUMAN die Einfahrt in den Hafen von Durrës. Die Maßnahme wurde am 4. September vom ukrainischen Militärgeheimdienst (HUR) öffentlich gemacht. HUR führt die HANUMAN als aktives Schiff der russischen Schattenflotte und hat es am 26. Januar in die Datenbank des Portals War&Sanctions aufgenommen. Nach HUR-Angaben hat das Schiff seit Anfang 2025 mindestens 452.000 Tonnen russischen Treibstoff aus dem Hafen Noworossijsk in die Türkei, den Senegal, die VAE und in einen Umladebereich vor Augusta in Italien transportiert. Die logistische Betreuung der Reisen übernahm laut HUR die in Noworossijsk ansässige Firma Altoprae Marine LLC, die dem Umfeld des sanktionierten Oligarchen Gennadi Timtschenko zugeordnet wird. HUR verweist zudem darauf, dass Altoprae Marine die bereits mehrfach sanktionierten Tanker EVENTIN (IMO 9308065) und CORDELIA MOON/WALRUS (IMO 9297888) betreut, die mit Vorfällen mit Umweltgefährdung in Verbindung stehen sollen, sowie an Operationen der Firma Rosewood Shipping beteiligt ist, die HUR mit Oksana Martschenko, der Ehefrau Viktor Medwedtschuks, in Verbindung bringt. Der HUR bezeichnete die albanische Entscheidung als Beleg für internationale Sanktionssolidarität.

Wo die Berichte auseinandergehen

Quellenangaben zum Datum der Hafenverweigerung: Die meisten Artikel nennen den 29. August ohne Jahreszahl, ein Artikel datiert explizit auf den 29. August 2026. Beim Eintrag der HANUMAN in die War&Sanctions-Datenbank geben einige Quellen den 26. Januar ohne Jahr an, andere den 26. Januar 2026.

Hintergrund

Der HUR betreibt das Portal War&Sanctions, in dem Schiffe und Entitäten als aktive Teilnehmer der russischen Schattenflotte geführt werden. Die HANUMAN lief laut HUR seit Anfang 2025 von Noworossijsk aus die Türkei, den Senegal, die VAE und einen Umladebereich vor Augusta an. Die in Noworossijsk ansässige Altoprae Marine LLC wird vom HUR als Logistikdienstleister der HANUMAN beschrieben; HUR ordnet sie einem Top-Manager aus dem Umfeld des sanktionierten Oligarchen Gennadi Timtschenko zu, den der HUR als Vertrauten Wladimir Putins bezeichnet. Altoprae Marine bedient nach HUR-Angaben auch die Tanker EVENTIN (IMO 9308065) und CORDELIA MOON/WALRUS (IMO 9297888), die unter Sanktionen mehrerer westlicher Jurisdiktionen stehen und mit Vorfällen mit Umweltrisiken in Verbindung gebracht werden. Darüber hinaus ist Altoprae Marine laut HUR an Operationen von Schiffen der Rosewood Shipping LLC beteiligt, die HUR mit Oksana Martschenko, der Ehefrau Viktor Medwedtschuks, verknüpft. Schiffe der Schattenflotte schalten nach HUR-Angaben häufig Transponder aus, gehen riskante Manöver und entsprechen oft nicht modernen Umweltstandards.