Massenangriff auf Odessa: Russland beschießt Stadt und Oblast mit Raketen und Drohnen
In der Nacht und am Morgen des 13. September 2025 haben russische Streitkräfte einen massiven kombinierten Raketen- und Drohnenangriff auf Odessa und die Oblast Odessa ausgeführt. Dabei wurden mehrstöckige Wohnhäuser, Privathäuser, Lager, Garagen, zwei Bildungseinrichtungen, ein Kindersanatorium und das Botanische Gartengelände beschädigt. Die Behörden korrigierten die Opferzahl im Laufe des Tages nach oben auf 24 Verletzte, darunter zwei Kinder. Am selben Tag wurden die Such- und Rettungsarbeiten an einem am 12. September von einer Rakete getroffenen 25-stöckigen Wohnhaus abgeschlossen; zwei Menschen kamen dort ums Leben.
Das Wichtigste
- Massiver Raketen- und Drohnenangriff auf Odessa und die Oblast Odessa in der Nacht und am Morgen des 13. September 2025.
- Beschädigt wurden mehrstöckige Wohnhäuser, Privathäuser, Lager, Garagen, zwei Bildungseinrichtungen, ein Kindersanatorium und das Gelände des Botanischen Gartens.
- Anzahl der Verletzten stieg im Tagesverlauf von zunächst null über 5, 9, 20 und 22 auf 24 (darunter zwei Kinder, eines davon in schwerem Zustand).
- Sucheinsätze am 25-stöckigen Wohnhaus, das am Morgen des 12. September von einer Rakete getroffen worden war, wurden am 13. September abgeschlossen; zwei Tote geborgen.
- Mindestens 120 Rettungskräfte waren im Einsatz; in der Nacht zuvor hatte russland Ukraine mit 453 Shahed-Drohnen und 'Banderol'-Marschflugkörpern angegriffen, von denen 409 abgefangen wurden.
- Am 12. September wurde die Wohnung der ukrainischen Tennisspielerin Dayana Yastremska durch eine Kalibr-Marschflugkörper direkt zerstört.
Warum es wichtig ist
Innerhalb von 24 Stunden traf Russland zum zweiten Mal ein mehrstöckiges Wohnhaus in Odessa. Der Angriff beschädigte eine breite Palette ziviler Einrichtungen und Infrastruktur in mehreren Stadtteilen – darunter Wohnblocks, Schulen, ein Kindersanatorium und den Botanischen Garten. Die Opferzahlen stiegen im Tagesverlauf deutlich an und verdeutlichten Ausmaß und anhaltenden Charakter der Angriffe. Die direkte Zerstörung der Wohnung der ukrainischen Tennisspielerin Dayana Yastremska durch eine Kalibr-Marschflugkörper lenkte zusätzliche Aufmerksamkeit auf die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung.
Was geschehen ist
In der Nacht und am Morgen des 13. September 2025 führte Russland einen massiven kombinierten Raketen- und Drohnenangriff auf Odessa und die Oblast Odessa durch. Beschädigt wurden mehrstöckige Wohnhäuser, Privathäuser, Lager, Garagen, zwei Bildungseinrichtungen, ein Autowerkstattzentrum, ein Kindersanatorium; auf dem Gelände des Botanischen Gartens brach ein Brand aus. Nach ersten Berichten über keine Verletzten (Leiter der OWA Odessa, Oleh Kiper) bezifferte Serhij Lysak, Leiter der Militärverwaltung der Stadt Odessa (MWA), die Zahl der Verletzten im Tagesverlauf auf 5, dann 9, dann 20 und schließlich 22 (darunter zwei Kinder, eines davon in schwerem Zustand); der Katastrophenschutz (SES) der Oblast Odessa gab zum Schluss 24 Verletzte an, darunter zwei Kinder. Mehr als 120 Rettungskräfte waren im Einsatz.
Parallel dazu wurden am 13. September die Such- und Rettungsarbeiten an einem 25-stöckigen Wohnhaus abgeschlossen, das am Morgen des 12. September gegen 5:30 Uhr von einer russischen Rakete getroffen worden war. Im 21. bis 23. Stock hatte es Brände gegeben. Rettungskräfte retteten sieben Menschen, darunter zwei Kinder; zwei Leichen wurden aus den Trümmern geborgen. Die Zahl der Verletzten bei diesem Angriff wurde je nach Quelle mit 25 oder 26 angegeben, darunter ein fünf Monate alter Säugling. Ukrainische Tennisspielerin Dayana Yastremska meldete, ihre Wohnung sei durch eine Kalibr-Marschflugkörper direkt zerstört worden; nur ein Handtuch vom Turnier in Roland-Garros sei übrig geblieben.
Landesweit griff Russland die Ukraine nach Angaben der Luftstreitkräfte in der Nacht mit 453 Shahed-Drohnen und 'Banderol'-Marschflugkörpern an, von denen 409 abgefangen wurden. Am Abend des 12. September traf ein Drohnenangriff eine Filiale von Nova Poshta in der Oblast Odessa (zwei Verletzte); eine Explosion war in Mykolaiv zu hören, Teile der Stadt fielen laut dem amtierenden Leiter der OWA Mykolajiw, Heorhij Reschetilow, der Strom aus.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die Opferzahlen für den Angriff vom 13. September auf Odessa entwickelten sich im Tagesverlauf: Anfangs meldete der Leiter der OWA Odessa, Oleh Kiper, keine Verletzten; Serhij Lysak (MWA Odessa) nannte 5, dann 9 medizinisch Versorgte, dann 20, dann 22 Verletzte (darunter zwei Kinder, eines davon in schwerem Zustand); die SES der Oblast Odessa gab zuletzt 24 Verletzte an, darunter zwei Kinder. Für den Angriff auf das 25-stöckige Wohnhaus vom 12. September werden je nach Quelle 25 oder 26 Verletzte genannt (darunter ein fünf Monate alter Säugling). Die Gesamtzahl der Verletzten in der Oblast Odessa am 12. September wird teils mit 35 separat von den städtischen Zahlen angegeben.
Hintergrund
Der Angriff am 13. September folgte unmittelbar auf den Raketeneinschlag in einem 25-stöckigen Wohnhaus in Odessa am Morgen des 12. September, der Dutzende Verletzte – darunter einen fünf Monate alten Säugling – und zwei Tote forderte. Bereits am Abend des 12. September schlug eine Drohne in einer Filiale des ukrainischen Postdienstes Nova Poshta in der Oblast Odessa ein und verletzte zwei Zivilisten; in Mykolaiv waren Explosionen zu hören, und Teile der Stadt fielen laut dem amtierenden Leiter der OWA Mykolajiw, Heorhij Reschetilow, der Strom aus. Die Luftstreitkräfte warnten vor herannahenden 'Banderol'-Loitering-Munitionen (Shahed-Typ) in Richtung Odessa. Russische Streitkräfte greifen ukrainische Städte und zivile Infrastruktur regelmäßig mit Drohnen, Raketen, gelenkten Fliegerbomben und Mehrfachraketenwerfern an; ukrainische Behörden und internationale Organisationen stufen solche Angriffe auf zivile Infrastruktur als Kriegsverbrechen ein.