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Russland greift Ukraine mit 453 Drohnen und Marschflugkörpern an – Odesa zweimal getroffen

In der Nacht zum 13. September 2026 führte Russland einen der größten Luftangriffe des Krieges mit 453 Shahed-Drohnen und sogenannten „Banderol“-Marschflugkörpern durch. Odesa wurde in der Nacht von Drohnen und am Morgen von Gleitbomben getroffen; Brände und Schäden wurden auch in Iwano-Frankiwsk, Ternopil, Stryj und Konotop gemeldet.

Das Wichtigste

  • In der Nacht zum 13. September feuerte Russland 453 Shahed-Drohnen und „Banderol“-Marschflugkörper auf die Ukraine ab; 409 davon wurden nach Angaben der Luftstreitkräfte abgeschossen.
  • Seit dem Morgen des 12. September wurden in ukrainischem Luftraum 863 Angriffsmittel registriert.
  • In Odesa wurden in der Nacht zum 13. September ein mehrstöckiges Wohnhaus, Privathäuser, Lagerhallen, Garagen und Privatfahrzeuge beschädigt; an mehreren Stellen brachen Brände aus.
  • Am Morgen des 13. September wurde Odesa mit Gleitbomben angegriffen; nach Angaben des Leiters der Odesaer Stadt-MVA Serhij Lysak gab es fünf Verletzte.
  • Beim Drohnenangriff auf einen 25-stöckigen Wohnblock in Odesa am Morgen des 12. September starben zwei Menschen, 26 wurden verletzt, darunter ein fünf Monate altes Baby.
  • Zum Stand 13. September stieg die Zahl der Verletzten nach den Angriffen auf Odesa und das Gebiet auf 24, darunter zwei Kinder; ein Patient befand sich in ernstem Zustand.
  • Auch Iwano-Frankiwsk, Ternopil, Stryj (Lwiw) und Konotop (Sumy) wurden getroffen; ein Logistiklager bei Boryspil wurde bei einem wiederholten Angriff während der laufenden Rettungsarbeiten getroffen.

Warum es wichtig ist

Mit 453 abgeschossenen Angriffsmitteln in einer Nacht und insgesamt 863 registrierten Flugkörpern seit dem Morgen des 12. September handelte es sich um einen der umfangreichsten Einzelschläge des Krieges. Odesa wurde innerhalb eines Tages zweimal getroffen – nachts durch Drohnen, am Morgen durch Gleitbomben – mit zwei Toten und mindestens 26 Verletzten allein beim Angriff auf einen 25-stöckigen Wohnblock. Dass die Angriffe Städte im Westen der Ukraine wie Iwano-Frankiwsk, Ternopil und Stryj erreichten, verdeutlicht die Reichweite der russischen Luftwaffe. Der erneute Beschuss eines Logistiklagers bei Boryspil während laufender Rettungsarbeiten wirft zudem Fragen nach der gezielten Gefährdung von Rettungskräften auf.

Was geschehen ist

In der Nacht zum 13. September 2026 startete Russland eine kombinierte Raketen- und Drohnenangriffswelle auf die Ukraine mit 453 Shahed-Drohne und „Banderol“-Marschflugkörpern; nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte wurden 409 davon abgeschossen. Insgesamt registrierten die Streitkräfte seit dem Morgen des 12. September 863 Angriffsmittel im ukrainischen Luftraum. In Odesa schlugen in der Nacht Drohnen ein und beschädigten ein mehrstöckiges Wohnhaus, Privathäuser, Lager, Garagen und Privatfahrzeuge; an mehreren Stellen entstanden Brände. Am Morgen des 13. September erfolgte ein weiterer Angriff auf Odesa mit Gleitbomben; der Leiter der Stadt-MVA Serhij Lysak meldete fünf Verletzte. Die Gesamtzahl der Verletzten durch die Angriffe auf Odesa und das Gebiet stieg nach Angaben des SES des Gebietes Odesa auf 24, darunter zwei Kinder (geboren 2010 und 2017); ein Patient befand sich in ernstem Zustand. Mehr als 120 Rettungskräfte waren im Einsatz. Bereits am Morgen des 12. September um etwa 5:30 Uhr hatte eine russische Rakete einen 25-stöckigen Wohnblock in Odesa getroffen und Brände in Wohnungen vom 21. bis 23. Stock ausgelöst; nach Abschluss der Such- und Rettungsarbeiten am 13. September wurden zwei Tote geborgen, 26 Menschen waren verletzt worden, darunter ein fünf Monate altes Baby. Am Abend des 12. September traf ein Drohnenangriff eine Filiale von „Nowa Poschta“ im Gebiet Odesa, wobei zwei Zivilpersonen verletzt wurden. Beim Raketenangriff vom 12. September wurde nach Angaben der ukrainischen Tennisspielerin Dajana Jastremska deren Wohnung in Odesa durch einen direkten Treffer einer „Kalibr“-Marschflugkörper zerstört. Im Gebiet Mykolajiw gab es am Abend des 12. September eine Explosion; Teile der Stadt blieben nach Angaben des amtierenden Leiters der Gebiets-MVA Heorhii Reschetilow ohne Strom. Auch in Konotop im Gebiet Sumy, in Iwano-Frankiwsk (eine Verletzte, Schäden an Wohnhäusern und Industrieobjekten), in Ternopil (Treffer an einem Verkehrsinfrastrukturobjekt und einer Industriehalle, eine verletzte Person) sowie in der Gemeinde Stryj im Gebiet Lwiw (mehrere Einschläge in Wohnhäuser, keine Verletzten) wurden Schäden gemeldet. In der Region Kiew wurde nach Angaben des SES ein Logistiklager bei Boryspil bei einem wiederholten Angriff während laufender Löscharbeiten getroffen.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Opferzahlen des Angriffs vom 13. September auf Odesa unterscheiden sich deutlich zwischen den Quellen und Zeitpunkten: die Odesaer OVA (Oleh Kiper) meldete zunächst keine Verletzten, Lysak nannte fünf, dann neun, der SES des Gebietes 20, später 22 und schließlich 24 Verletzte (darunter zwei Kinder). Die Materialien mischen zudem die Folgen des Drohnenangriffs vom 12. September auf den 25-stöckigen Wohnblock (zwei Tote, 26 Verletzte) mit einem davon getrennten morgendlichen Gleitbombenangriff am 13. September, sodass Gesamtzahlen nicht ohne weiteres zusammengeführt werden können.

Hintergrund

In den Materialien wird aufgeführt, dass Russland regelmäßig ukrainische Städte und zivile Infrastruktur mit Drohnen, Raketen, KAB und Mehrfachraketenwerfern angreift und ukrainische Stellen sowie internationale Organisationen diese Angriffe als Kriegsverbrechen einstufen.