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Kiew: Russland hat über 28.000 ausländische Söldner rekrutiert

Der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Generalleutnant Oleh Ivashchenko, hat in einem Interview mit The Times erklärt, Russland habe über 28.000 ausländische Söldner für den Krieg gegen die Ukraine rekrutiert. Zudem seien rund 8.000 nordkoreanische Soldaten in der russischen Region Kursk stationiert, ihre Zahl könnte laut Schätzungen auf etwa 50.000 steigen. Die Ukraine versuche, den russischen Rekrutierungen mit Informationen an ausländische Sicherheitsdienste entgegenzuwirken.

Das Wichtigste

  • Russland hat laut ukrainischem Militärgeheimdienst (HUR) über 28.000 ausländische Söldner rekrutiert.
  • HUR-Chef Generalleutnant Oleh Ivashchenko teilte die Zahlen in einem Interview mit The Times mit.
  • In der russischen Region Kursk befinden sich nach HUR-Schätzungen rund 8.000 nordkoreanische Soldaten.
  • Die Zahl der nordkoreanischen Soldaten in Kursk könnte laut HUR auf etwa 50.000 steigen.
  • Die Ukraine versucht, die Rekrutierungen durch Informationen an ausländische Sicherheits- und Geheimdienste zu unterbinden.
  • Die Ukraine führt demnach nicht-kinetische Operationen durch, um Bevölkerungen in den Herkunftsländern über die russische Rekrutierung zu informieren.

Warum es wichtig ist

Die Zahl von über 28.000 ausländischen Söldnern verdeutlicht, in welchem Maße Russland auf externes Personal angewiesen ist, um seinen Krieg gegen die Ukraine aufrechtzuerhalten. Die gemeldete Stationierung nordkoreanischer Soldaten in der Region Kursk zeigt, dass Russland seine internationalen Militärbeziehungen ausbaut und der Konflikt sich auf russischer Seite zunehmend internationalisiert. Die ukrainischen Gegenmaßnahmen machen deutlich, dass der Krieg auch in der Informations- und Geheimdienstdimension Drittländer erreicht.

Was geschehen ist

Der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes (HUR), Generalleutnant Oleh Ivashchenko, erklärte in einem Interview mit The Times, Russland habe über 28.000 ausländische Söldner für den Krieg gegen die Ukraine rekrutiert. Die Rekrutierung erfolge systematisch, um Frontverluste auszugleichen. Nach HUR-Schätzungen sind in der russischen Region Kursk derzeit rund 8.000 nordkoreanische Soldaten stationiert; diese Zahl könne perspektivisch auf etwa 50.000 steigen. Die Ukraine versuche, den russischen Rekrutierungen entgegenzuwirken, indem sie ausländischen Sicherheits- und Geheimdiensten Informationen übermittelt und nicht-kinetische Operationen durchführt, um die Bevölkerung in den Herkunftsländern über die russische Rekrutierungspraxis zu informieren. Russland baue zudem die militärische Zusammenarbeit mit Nordkorea weiter aus.

Hintergrund

Die Angaben stammen vom ukrainischen Militärgeheimdienst (HUR). Dessen Chef, Generalleutnant Oleh Ivashchenko, machte die Zahlen in einem Interview mit The Times öffentlich. Nach Angaben der Ukraine führt der HUR nicht-kinetische Operationen durch, um Bevölkerungen in den Herkunftsländern über die russische Rekrutierung zu informieren.