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UNDP-Chef De Croo warnt vor der „härtesten Winterperiode“ für die Ukraine

Der Administrator des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP), Alexander De Croo, warnt, die Ukraine stehe vor der „härtesten Winterperiode“ seit Beginn der russischen Vollinvasion. Bei weiteren Angriffen Russlands auf die Energieinfrastruktur drohe eine humanitäre Katastrophe. Gleichzeitig hatte der ukrainische Premierminister Serhij Korezkyj erklärt, die Ukraine sei deutlich besser vorbereitet als im Vorjahr.

Das Wichtigste

  • UNDP-Administrator Alexander De Croo warnt vor der „härtesten Winterperiode“ seit Beginn der russischen Vollinvasion.
  • Bei fortgesetzten russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur bestehe laut De Croo ein ernsthaftes Risiko einer humanitären Katastrophe.
  • Ziele der Angriffe seien Tankstellen, Einkaufszentren, Geschäftsgebäude und vor allem Energieanlagen, so De Croo.
  • Die Reparatur der Stromnetze vor Wintereinbruch bezeichnete er als „Wettlauf gegen die Zeit“ unter „fast unmöglichen“ Sicherheitsbedingungen.
  • Die UN seien „sehr, sehr besorgt“, wie dieser Winter werden könne, sagte De Croo.
  • De Croo äußerte sich in einem Kommentar gegenüber der BBC; die UNDP unterstützt den Wiederaufbau und dezentrale Erzeugungsanlagen, die weniger anfällig für Raketen- und Drohnenangriffe sind.
  • Der ukrainische Premierminister Serhij Korezkyj erklärte am 12. September, die Ukraine sei deutlich besser auf Energieangriffe vorbereitet als im Vorwinter; die Stadt Kiew gab im August eine Winterbereitschaft von nur rund 50 Prozent an.

Warum es wichtig ist

Ein hochrangiger UN-Vertreter benennt öffentlich ein konkretes Szenario einer humanitären Katastrophe in der Ukraine, falls Russland die Energieinfrastruktur weiterhin angreift. Die Reparaturarbeiten vor dem Winter laufen unter extrem schwierigen Sicherheitsbedingungen, und die Ausgangslage wird als „sehr schwach“ beschrieben – mit direkten Folgen für Heizung, Wasser- und Abwasserversorgung der Bevölkerung. Zugleich beanspruchen ukrainische Stellen, besser vorbereitet zu sein als im Vorjahr, sodass UN-Warnung und Regierungsdarstellung in einem Spannungsverhältnis stehen.

Was geschehen ist

UNDP-Administrator Alexander De Croo warnte in einem BBC-Kommentar, die Ukraine stehe vor der „härtesten Winterperiode“ seit Beginn der russischen Vollinvasion. Bei fortgesetzten russischen Angriffen auf Energieanlagen, Tankstellen, Einkaufszentren und Geschäftsgebäude bestehe ein ernsthaftes Risiko einer humanitären Katastrophe, falls Strom für Heizung sowie Wasser- und Abwassersysteme ausfielen. De Croo sprach von einem „Wettlauf gegen die Zeit“ bei der Reparatur der Stromnetze und einer „fast unmöglichen Aufgabe“ unter laufendem Beschuss; ukrainische Energiearbeiter reparierten Anlagen unter Dauerluftalarm. Die UNDP unterstützt den Wiederaufbau beschädigter Teile des Energiesystems und den Aufbau dezentraler Erzeugungsanlagen, die weniger anfällig für Raketen- und Drohnenangriffe sind. Am Vortag hatte der ukrainische Premierminister Serhij Korezkyj erklärt, die Ukraine sei deutlich besser auf Energieangriffe vorbereitet als im Vorwinter; die Stadt Kiew hatte im August 2026 eine Winterbereitschaft von nur rund 50 Prozent eingeräumt.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Beide zugelieferten Quellen sind ukrainische Medien. Sie greifen die UN-Warnung auf und stellen ihr die Aussage von Premierminister Serhij Korezkyj vom 12. September gegenüber, die Ukraine sei deutlich besser vorbereitet als im Vorwinter und verfüge über einen Resilienzplan. Eingebettet wird die Debatte durch konkrete inländische Bereitschaftssignale: den am 5. August vom ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat verabschiedeten Resilienzplan für Kiew sowie die Eingeständnis der Stadtverwaltung, die Hauptstadt sei nur zu etwa 50 Prozent winterfest.

Wo die Berichte auseinandergehen

UNDP-Chef Alexander De Croo zeichnet das Bild einer „härtesten Winterperiode“ mit ernsthafter Katastrophengefahr und „sehr schwacher Ausgangsposition“. Der ukrainische Premierminister Serhij Korezkyj vertritt demgegenüber am 12. September die Einschätzung, die Ukraine sei deutlich besser auf Angriffe auf den Energiesektor vorbereitet als im Vorwinter, verweist auf einen Resilienzplan und zusätzliche Reaktionsszenarien. Die städtische Ebene ergänzt: Kiew erklärte im August 2026 eine Bereitschaft von nur rund 50 Prozent. So stehen eine UN-Katastrophenwarnung, eine Regierungsdarstellung verbesserter Vorbereitung und eine kommunale Selbstkritik in deutlichem Kontrast nebeneinander.

Hintergrund

Die UNDP unterstützt den Wiederaufbau beschädigter Teile des ukrainischen Energiesystems und den Aufbau dezentraler Erzeugungsanlagen, die weniger anfällig für Raketen- und Drohnenangriffe sind. Am 12. September 2026 erklärte Premierminister Serhij Korezkyj, die Ukraine sei deutlich besser auf Angriffe auf den Energiesektor vorbereitet als im Vorwinter; ein vollständiger Schutz aller Energieanlagen sei indes unmöglich, weshalb ein Resilienzplan und weitere Reaktionsszenarien erarbeitet würden. Am 5. August 2026 billigte der ukrainische Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat einen Resilienzplan für Kiew, dessen Umsetzung bereits angelaufen ist. Im August 2026 räumte die Stadtverwaltung Kiew ein, die Hauptstadt sei nur zu rund 50 Prozent winterfest; laut NV Bislness könnte dieser Wert noch nicht einmal erreicht werden.