Kim Jong Un sichert Putin umfassende Zusammenarbeit zu und spricht von „heiligem Krieg“ Russlands
Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat Wladimir Putin in einer Botschaft vom Montag eine Vertiefung der Zusammenarbeit in allen Bereichen zugesichert und sein Vertrauen in Russlands Sieg in einem „heiligen Krieg“ bekundet. Die Botschaft war eine Antwort auf Putins Glückwunschschreiben zum 78. Gründungstag Nordkoreas am 9. September.
Das Wichtigste
- Kim Jong Un sandte Wladimir Putin am Montag eine Botschaft als Antwort auf dessen Glückwunsch zum 78. Gründungstag Nordkoreas.
- Kim kündigte an, die Zusammenarbeit mit Russland in allen Bereichen ausweiten und vertiefen zu wollen.
- Kim bezeichnete Russlands Kampf als „heiligen Krieg“ zur Verteidigung der Sicherheitsinteressen und der internationalen Gerechtigkeit – Reuters wertet dies als Bezug auf den Krieg gegen die Ukraine.
- Kim versprach Putin und dem russischen Volk seine „unveränderliche Unterstützung“.
- Im Jahr 2024 entsandte Nordkorea Militärpersonal zur Teilnahme an Kampfhandlungen an der Seite russischer Streitkräfte.
- Kim richtete eine ähnliche Botschaft auch an Xi Jinping; sie wurde am Sonntag von KCNA veröffentlicht.
- Putin und Xi hatten ihre Glückwunschschreiben an Kim am 9. September gesandt.
Warum es wichtig ist
Die Botschaft verdeutlicht die anhaltende hochrangige politische Unterstützung Nordkoreas für Russlands Krieg gegen die Ukraine und unterstreicht die Vertiefung der militärischen und politischen Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten.
Was geschehen ist
Kim Jong Un richtete am Montag eine Botschaft an Wladimir Putin, in der er die Absicht bekräftigte, die Zusammenarbeit mit Russland in allen Bereichen auszuweiten und zu vertiefen. Die Botschaft war eine Antwort auf Putins Glückwunschschreiben zum 78. Gründungstag Nordkoreas, den das Land am 9. September beging. Kim erklärte, die Beziehungen zwischen beiden Staaten sollten auf Grundlage von Freundschaft, gegenseitiger Hilfe und verbündeter Bindungen weiterentwickelt werden. Darüber hinaus brachte er sein Vertrauen in Russlands Sieg in einem „heiligen Krieg“ zur Verteidigung der Sicherheitsinteressen und der internationalen Gerechtigkeit zum Ausdruck – eine Formulierung, die Reuters als Verweis auf den Krieg gegen die Ukraine deutet. Kim versprach Putin und dem russischen Volk zudem seine „unveränderliche Unterstützung“. Ähnliche Glückwünsche hatte er bereits am Sonntag in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Botschaft an Xi Jinping übermittelt, in der er die Bereitschaft zur Förderung der traditionellen Freundschaft und der gemeinsamen sozialistischen Sache mit China bekräftigte.
Hintergrund
Nordkorea beging am 9. September den 78. Jahrestag seiner Staatsgründung. Im Vorfeld hatte Kim bereits im Juni einen ähnlichen Austausch mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping gepflegt, der seinen ersten Besuch in Nordkorea seit sieben Jahren absolvierte. Russland und Nordkorea hatten ihre militärische Zusammenarbeit im Rahmen eines gegenseitigen Verteidigungsvertrags seit Beginn des großangelegten Krieges gegen die Ukraine deutlich vertieft; 2024 entsandte Pjöngjang Militärpersonal zur Teilnahme an Kampfhandlungen an der Seite russischer Streitkräfte.