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Berliner Unternehmerin wegen Spionage für Russland angeklagt

Die Bundesanwaltschaft hat eine 57-jährige Berliner Unternehmerin mit deutscher und ukrainischer Staatsbürgerschaft angeklagt, weil sie Kontakte in politische und militärische Kreise an einen russischen Geheimdienstoffizier weitergegeben haben soll, um Informationen über die deutsche Verteidigungspolitik zu beschaffen. Die Frau sitzt seit ihrer Festnahme am 21. Januar 2025 in Untersuchungshaft. Nach ihrer Festnahme wies Deutschland einen Mitarbeiter der russischen Botschaft aus.

Das Wichtigste

  • Die Bundesanwaltschaft hat eine 57-jährige Berliner Unternehmerin wegen Spionage für Russland angeklagt.
  • Die Beschuldigte, Ilona V., besitzt die deutsche und die ukrainische Staatsbürgerschaft.
  • Sie soll Kontakte in politische und militärische Kreise genutzt haben, um einem russischen Geheimdienstoffizier Informationen über die deutsche Verteidigungspolitik zu beschaffen.
  • Die Frau wurde am 21. Januar 2025 festgenommen und befindet sich seit über sechs Monaten in Untersuchungshaft.
  • Nach der Festnahme wurde ein Mitarbeiter der russischen Botschaft wegen Spionage ausgewiesen.

Warum es wichtig ist

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Reichweite russischer Geheimdienstaktivitäten in Deutschland und verdeutlicht, wie diese über Doppelstaatler und Kontaktpersonen in politische und militärische Netzwerke vordringen. Er belastet die diplomatischen Beziehungen zwischen Berlin und Moskau und fügt sich in eine breitere Verfolgungswelle gegen mutmaßliche russische Spione in Deutschland ein, die auch zur Festnahme eines Ukrainers führte, der ein Rüstungsunternehmen ausspioniert haben soll.

Was geschehen ist

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen eine 57-jährige in Berlin lebende Unternehmerin erhoben, die sowohl die deutsche als auch die ukrainische Staatsbürgerschaft besitzt. Ihr wird Spionage für Russland vorgeworfen. Nach Darstellung der Anklagebehörde soll sie mithilfe ihrer Kontakte in politische und militärische Kreise einem russischen Geheimdienstoffizier Informationen über die deutsche Verteidigungspolitik beschafft haben. Die Frau war am 21. Januar 2025 festgenommen worden und befand sich zum Zeitpunkt der Anklageankündigung seit über sechs Monaten in Untersuchungshaft. Im Zuge des Falls wies Deutschland einen Mitarbeiter der russischen Botschaft aus; die russische Botschaft bezeichnete die Spionagevorwürfe als „Provokation“.

Hintergrund

Die Beschuldigte war am 21. Januar 2025 festgenommen worden und befand sich zum Zeitpunkt der Anklageankündigung seit über sechs Monaten in Untersuchungshaft. Anfang August 2025 nahm die Polizei zudem einen 33-jährigen Ukrainer fest, der ein deutsches Rüstungsunternehmen ausgespäht haben soll. Deutschland hatte zuletzt eine Reform der Nachrichtendienste beschlossen, die deren Befugnisse erweitert.