Ukrainischer F-16-Kommandeur bestätigt gravierenden Mangel an Luft-Luft-Raketen
Der Kommandeur einer ukrainischen F-16-Staffel mit dem Rufzeichen „Phantom" hat in einem Interview mit dem US-Sender Newsmax einen akuten Mangel an Luft-Luft-Raketen für die F-16-Flotte bestätigt. Piloten müssten Munition sparsam einsetzen und in einigen Einsätzen auf die Bordkanone zurückgreifen. Er forderte zusätzliche Lieferungen von AIM-9- und AIM-120-Raketen sowie Patriot-Flugabwehrraketen oder eine Lizenz zur Eigenproduktion.
Das Wichtigste
- Kommandeur „Phantom" erklärte, die Ukraine benötige zusätzliche AIM-9- und AIM-120-Luft-Luft-Raketen für ihre F-16.
- Der Mangel ist so gravierend, dass Piloten Munition einsparen und teils nur mit der Bordkanone gegen russische Luftziele vorgehen.
- Die F-16 ist mit einer 20-mm-Sechsrohrkanone M61A1 Vulcan ausgestattet.
- Phantom forderte mehr Lieferungen oder eine Produktionslizenz für die Raketen und Patriot-Flugabwehrraketen.
- Das Interview wurde vom US-Sender Newsmax geführt und von der ukrainischen Luftwaffe verbreitet.
- Im Mai 2025 musste laut Luftwaffe ein Pilot nach einem Kanoneneinsatz aussteigen.
Warum es wichtig ist
Die Aussage direkt vom Kommandeur einer F-16-Staffel bestätigt aus erster Hand eine Munitionslücke, die den Nutzwert der von westlichen Partnern gelieferten Kampfflugzeuge einschränkt. Der Rückgriff auf Bordkanonen gegen Luftziele ist für die Piloten gefährlicher und gegen bestimmte Bedrohungen weniger wirksam, was das operationelle Risiko erhöht. Die Forderung nach Lieferungen oder einer Produktionslizenz verweist auf ein längerfristiges Versorgungsproblem, nicht nur auf ein kurzfristiges Defizit.
Was geschehen ist
Der Kommandeur einer ukrainischen F-16-Staffel mit dem Rufzeichen „Phantom" hat in einem Interview mit dem US-Sender Newsmax, das von der ukrainischen Luftwaffe verbreitet wurde, den gravierenden Mangel an Luft-Luft-Raketen für die F-16-Flotte bestätigt. Demnach müssen ukrainische Piloten ihre AIM-9- und AIM-120-Raketen sparsam einsetzen und bei einigen Kampfeinsätzen mit der bordeigenen 20-mm-M61A1-Vulcan-Kanone gegen russische Luftziele vorgehen. „Phantom" forderte zusätzliche Lieferungen von Luft-Luft-Raketen und Patriot-Flugabwehrraketen oder eine Lizenz zur ukrainischen Eigenproduktion. Er erklärte, ein Flugzeug ohne Bewaffnung sei ein „Werkzeug, das keinen Sinn macht". Bereits im Mai 2025 hatte die Luftwaffe einen Vorfall gemeldet, bei dem ein Pilot nach dem Kanoneneinsatz aussteigen musste. Das Fachmedium War Zone hatte zuvor bereits über den Raketenmangel und die damit verbundene Rückkehr zu Kanonen berichtet.
Hintergrund
Die Ukraine hat von westlichen Partnern F-16-Kampfjets erhalten, die neben einer 20-mm-M61A1-Vulcan-Kanone als Backup-Waffe unter anderem mit Luft-Luft-Raketen vom Typ AIM-9 und AIM-120 ausgestattet sind. Das Fachmedium War Zone hatte bereits zuvor über den Mangel an Luft-Luft-Raketen für ukrainische F-16 und den dadurch nötigen Rückgriff auf die Bordkanone berichtet.