Ukrainischer Drohnenangriff stoppt russische Raffinerie Jaroslawl (JANOС)
Ein ukrainischer Drohnenangriff hat die russische Ölraffinerie Slavneft-Jaroslavlnefteorgsintez (JANOС) getroffen und die Rohölverarbeitung gestoppt. Dabei wurde die primäre Verarbeitungseinheit AVT-3 beschädigt, die rund 40 Prozent der Gesamtkapazität der Anlage ausmacht.
Das Wichtigste
- Die Raffinerie JANOС stoppte am Donnerstag, dem 18. September 2026, nach einem ukrainischen Drohnenangriff ihre Rohölverarbeitung.
- Der Angriff beschädigte die primäre Verarbeitungseinheit AVT-3 mit einer Kapazität von 17.140 Tonnen pro Tag (ca. 40 % der Gesamtkapazität).
- Einheit AVT-4 (14.300 t/Tag, ca. 33 %) war bereits seit einem Drohnenangriff vom 28. August 2026 in Reparatur.
- Am Donnerstag wurde von der Raffinerie produziertes Benzin nicht mehr an der russischen Warenbörse zum Verkauf angeboten.
- Die Anlage liegt rund 250 Kilometer nordöstlich von Moskau und hat eine Gesamtkapazität von 15 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr.
- JANOС gehört Slavneft, das gemeinsam von Rosneft und Gazprom Neft kontrolliert wird.
- Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte Videomaterial des Angriffs auf JANOС sowie auf Flugzeuge auf einem Flugplatz in Rostow in der Nacht zum 17. September.
Warum es wichtig ist
Mit dem Ausfall von AVT-3 — der größten Primärverarbeitungseinheit mit etwa 40 Prozent der Gesamtkapazität — und der bereits seit dem 28. August außer Betrieb befindlichen Einheit AVT-4 (rund 33 Prozent) fällt gleichzeitig ein Großteil der Verarbeitungskapazität der Raffinerie aus. JANOС ist eine der größeren Anlagen Russlands und produziert erhebliche Mengen Benzin, Diesel und Heizöl; noch am Tag des Angriffs wurde ihr Benzin von der inländischen Warenbörse genommen. Das Werk gehört Slavneft und ist damit an Rosneft und Gazprom Neft gebunden — zwei der wichtigsten staatlich verbundenen Energiekonzerne Russlands.
Was geschehen ist
Am Donnerstag, dem 18. September 2026, stoppte die russische Ölraffinerie Slavneft-Jaroslavlnefteorgsintez (JANOС) ihre Rohölverarbeitung, nachdem ein ukrainischer Drohnenangriff die primäre Verarbeitungseinheit AVT-3 beschädigt hatte. Reuters berichtete über den Stillstand unter Berufung auf vier Branchenquellen. AVT-3 hat eine tägliche Kapazität von 17.140 Tonnen und macht etwa 40 Prozent der Gesamtkapazität der Anlage aus. Eine weitere große Einheit, AVT-4 (14.300 Tonnen pro Tag, rund 33 Prozent), war bereits nach einem Drohnenangriff vom 28. August in Reparatur. Am Donnerstag wurde von der Raffinerie produziertes Benzin nach Angaben von Marktteilnehmern nicht mehr an der russischen Warenbörse gehandelt. Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte Videoaufnahmen, die den Angriff auf das Werksgelände von JANOС sowie auf mehrere Luftfahrzeuge auf einem Flugplatz in Rostow in der Nacht vom 16. auf den 17. September zeigen.
Wie internationale Quellen darüber berichten
Reuters ist die primäre ausländische Quelle für die Meldung über den Produktionsstopp; die Berichterstattung stützt sich auf vier Branchenquellen, die anonym blieben. Die unabhängige Attribution durch eine internationale Nachrichtenagentur gibt der Darstellung über den ukrainischen Angriff zusätzliches Gewicht gegenüber rein ukrainischen Quellen.
Hintergrund
Die Raffinerie JANOС liegt rund 250 Kilometer nordöstlich von Moskau und hat eine Gesamtkapazität von etwa 15 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr (rund 300.000 Barrel pro Tag). Im Jahr 2024 verarbeitete die Anlage 14,9 Millionen Tonnen Öl und produzierte 2,6 Millionen Tonnen Benzin, 4,0 Millionen Tonnen Diesel und 4,7 Millionen Tonnen Heizöl. Die drei primären Verarbeitungseinheiten sind AVT-3 (17.140 t/Tag), AT-4 (11.430 t/Tag) und AVT-4 (14.300 t/Tag). JANOС gehört Slavneft, das gemeinsam von Rosneft und Gazprom Neft kontrolliert wird.