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Russland beschießt Kramatorsk: Angriff auf Evakuierungspunkt fordert Tote und Verletzte

Am Morgen des 20. September 2026 hat Russland die Stadt Kramatorsk in der Oblast Donezk zweimal angegriffen. Zunächst schlugen um 10:10 Uhr drei Artilleriegeschosse im Stadtteil Lasurnyj ein; eine Frau wurde getötet, ein Mann verletzt. Etwa eine Stunde später, gegen 11:19–11:20 Uhr, traf eine von zwei gelenkten Fliegerbomben (KABs) direkt einen Evakuierungspunkt, an dem sich Evakuierte und Helfer aufhielten. Dabei wurden nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen verletzt; ein Sanitäter sprach von zwei Männern mit schweren Verletzungen.

Das Wichtigste

  • 20. September 2026, 10:10 Uhr: Drei Artilleriegeschosse treffen den Stadtteil Lasurnyj in Kramatorsk.
  • Eine Frau wird getötet, ein 1961 geborener Mann wird verletzt.
  • Schule und mehrere mehrstöckige Wohnhäuser werden beschädigt.
  • Gegen 11:19–11:20 Uhr: Zwei gelenkte Fliegerbomben (KABs) werden auf Kramatorsk abgeworfen, eine trifft direkt einen Evakuierungspunkt.
  • Zum Zeitpunkt des Einschlags halten sich Evakuierte und Helfer am Evakuierungspunkt auf.
  • Mindestens zwei Menschen werden bei dem Bombenangriff verletzt; ein Saniteter namens Iryna spricht von zwei Männern mit schweren Verletzungen.
  • Kindergarten, Schule, vier Wohnhäuser und fünf Autos werden beschädigt; ein 4.800 m² großer Brand in einem Schulgebäude entsteht.

Warum es wichtig ist

Der Angriff traf einen Evakuierungspunkt, an dem sich Evakuierte und Helfer einer humanitären Mission aufhielten – ein direkter Schlag gegen zivile und humanitäre Infrastruktur. Innerhalb weniger Stunden wurden am selben Morgen ein Wohnviertel, ein Kindergarten, eine Schule und ein humanitärer Stützpunkt angegriffen. Der Einsatz gelenkter Fliegerbomben gegen einen Evakuierungspunkt mit dokumentierter Anwesenheit von Zivilisten verstärkt die Vorwürfe, Russland ziele systematisch auf zivile Strukturen. Schäden an Wohnhäusern, Bildungseinrichtungen und Fahrzeugen sowie ein 4.800 m² großer Brand an einem Schulgebäude verdeutlichen das Ausmaß der Zerstörung in einer Stadt, die bereits am 18. September Ziel eines tödlichen russischen Angriffs war.

Was geschehen ist

Am Morgen des 20. September 2026 wurde die Stadt Kramatorsk in der Oblast Donezk zwei Mal angegriffen. Um 10:10 Uhr schlugen drei Artilleriegeschosse im Stadtteil Lasurnyj ein. Dabei wurde eine Frau getötet und ein 1961 geborener Mann verletzt. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden eine Schule und mehrere mehrstöckige Wohnhäuser beschädigt. Wenig später, gegen 11:19–11:20 Uhr, warf die russische Armee nach vorläufigen Erkenntnissen zwei gelenkte Fliegerbomben (KABs) auf ein Wohngebiet ab. Eine der Bomben traf direkt einen Evakuierungspunkt, an dem sich nach Angaben von Jewhen Kaplin, Leiter der Hilfsmission Proliska, Evakuierte und Mitarbeiter der Mission aufhielten. Offizielle vorläufige Meldungen (Stand 13:00 Uhr) sprachen von zwei Verletzten; eine gegenüber Suspilne zitierte Sanitäterin namens Iryna berichtete dagegen von zwei Männern mit schweren Verletzungen. Bei dem Bombenangriff wurden nach Angaben des Staatlichen Notdienstes ein Kindergarten, eine Bildungseinrichtung, vier Wohnhäuser, fünf Autos und weitere zivile Infrastruktur beschädigt. Die Rettungskräfte löschten einen 4.800 m² großen Brand in einem zweistöckigen Schulgebäude, befreiten Bewohner aus einer blockierten Wohnungstür und leisteten den Verletzten Hilfe.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Alle vorliegenden Quellen sind ukrainisch und stellen die Angriffe ausdrücklich als russische Schläge gegen zivile und humanitäre Infrastruktur in Kramatorsk dar. Im Mittelpunkt der Berichterstattung stehen ukrainische offizielle Stimmen – der Leiter der Militärverwaltung von Kramatorsk, Oleksandr Honcharenko, und der Leiter der Hilfsmission Proliska, Jewhen Kaplin. Hervorgehoben werden die gezielte Attacke auf einen Evakuierungspunkt mit anwesenden Evakuierten und Helfern, zivile Opfer (eine getötete ältere Frau und verwundete Zivilisten), die Beschädigung von Schule, Kindergarten und Wohnhäusern sowie der 4.800 m² große Brand. Augenzeugenberichte, etwa der Sanitäterin Iryna und lokaler Anwohner, humanisieren die Folgen des Angriffs. Der Hintergrund verweist auf das wiederkehrende Muster russischer Angriffe auf zivile Infrastruktur, die von ukrainischen Behörden und internationalen Organisationen als Kriegsverbrechen eingestuft werden.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen widersprechen sich bei der Identität der getöteten Frau: Eine Quelle (Artikel 27869) gibt ihr Alter mit 69 Jahren an, andere nennen das Geburtsjahr 1956 (Kramatorsker Stadtrat, Artikel 28073) oder 1965. Beim Bombenangriff auf den Evakuierungspunkt unterscheiden sich die Angaben zu den Opfern: Die offiziellen vorläufigen Meldungen (Stand 13:00 Uhr) sprechen von zwei Verletzten, während die Sanitäterin Iryna gegenüber Suspilne von zwei Männern mit schweren Verletzungen berichtet. Außerdem ist umstritten, wo genau der Evakuierungspunkt lag: Offizielle Berichte bezeichnen ihn schlicht als Evakuierungspunkt in Kramatorsk, lokale Telegram-Kanäle verorten ihn dagegen in einem Kindergarten.

Hintergrund

Kramatorsk in der Oblast Donezk ist seit Beginn des russischen Vollinvasion Krieges ein wiederkehrendes Ziel russischer Angriffe. Erst am 18. September 2026 töteten russische Streitkräfte dort eine Person. Russland setzt regelmäßig Angriffsdrohnen, Raketen, KABs und Mehrfachraketenwerfer gegen ukrainische Städte und zivile Infrastruktur ein. Ukrainische Behörden und internationale Organisationen stufen diese Angriffe als Kriegsverbrechen ein; die russische Führung bestreitet, dass die russische Armee im Verlauf des Krieges gezielt zivile Ziele angreift.