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Russland hat rund 49.000 Kinder aus besetzten Gebieten in Yunarmiya eingebunden

Das ukrainische Zentrum Almenda hat im tschechischen Parlament berichtet, dass Russland rund 49.000 Kinder aus den besetzten ukrainischen Gebieten – darunter etwa 36.000 aus der Krim – in die militärische Jugendbewegung Yunarmiya eingebunden hat. Die parallele staatliche Bewegung „Ruch perwych" („Bewegung der Ersten") sei auf der Krim von 12.000 Teilnehmern im Jahr 2023 auf 185.000 gewachsen.

Das Wichtigste

  • Rund 49.000 Kinder aus besetzten ukrainischen Gebieten sind laut Almenda in Yunarmiya eingebunden.
  • Etwa 36.000 davon kommen aus der Krim.
  • Die Bewegung „Ruch perwych" auf der Krim wuchs von 12.000 Teilnehmern (2023) auf 185.000.
  • Die Angaben wurden von Marija Suljalina, Leiterin von Almenda, auf einer Konferenz im tschechischen Parlament vorgestellt.
  • Die Konferenz trug den Titel „Krim im Fokus: Menschenrechte, Völkerrecht und europäische Sicherheit".
  • Laut Almenda reicht die Militarisierung bis in Vorschuleinrichtungen, einschließlich Kinder in Militäruniform und Kontakten zu russischen Soldaten.

Warum es wichtig ist

Die dokumentierten Zahlen verweisen auf eine systematische Militarisierung Minderjähriger in den von Russland besetzten Gebieten – ein möglicher Verstoß gegen die Kinderrechte. Das rasante Wachstum staatlich gesteuerter Jugendbewegungen innerhalb von rund zwei Jahren zeigt, wie tief diese Strukturen inzwischen reichen. Dass die Daten auf einer Konferenz im tschechischen Parlament vorgestellt wurden, bringt das Thema explizit auf eine europäische Bühne.

Was geschehen ist

Das ukrainische Bildungszentrum „Almenda" (Zentrum für Bürgerbildung) hat bei einer Konferenz mit dem Titel „Krim im Fokus: Menschenrechte, Völkerrecht und europäische Sicherheit" im Parlament der Tschechischen Republik neue Zahlen zur Militarisierung von Kindern in den von Russland besetzten Gebieten vorgestellt. Demnach sind etwa 49.000 Kinder aus diesen Gebieten in die russische Jugend-Militärbewegung Yunarmiya eingebunden, rund 36.000 davon von der Krim. Die ebenfalls russische, staatlich getragene Jugendbewegung „Ruch perwych" („Bewegung der Ersten") verzeichnete auf der Krim nach Angaben von Almen­das Leiterin Marija Suljalina einen Anstieg von 12.000 Teilnehmern im Jahr 2023 auf 185.000. Almenda beschreibt zudem eine Militarisierung, die bis in die Vorschulbildung reiche – mit Kindern in Militäruniform, Teilnahme an patriotischen Veranstaltungen und Kontakten zu russischen Soldaten, die an der sogenannten „SVO" teilgenommen haben. Die Konferenz befasste sich daneben auch mit politischer Verfolgung, rechtswidriger Inhaftierung von Zivilisten sowie den Rechten der indigenen Völker der Krim.

Hintergrund

Almenda ist ein ukrainisches Zentrum, das Menschenrechtsverletzungen in den von Russland besetzten Gebieten dokumentiert. „Ruch perwych" ist eine vom russischen Staat geförderte Jugendbewegung; Yunarmiya ist deren explizit militärisch ausgerichtetes Gegenstück. Die Konferenz „Krim im Fokus: Menschenrechte, Völkerrecht und europäische Sicherheit" behandelte auch andere Themen wie politische Verfolgung und die Rechte der indigenen Völker der Krim.