Budanov kündigt größeren Gefangenenaustausch zwischen Ukraine und Russland an
Der Leiter des Präsidialamts der Ukraine, Kyrylo Budanov, hat einen umfangreichen gegenseitigen Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine angekündigt. Demnach wird der Austausch in der Woche vom 28. September bis 4. Oktober erwartet. Details zum Umfang nannte Budanov nicht.
Das Wichtigste
- Budanov kündigte einen größeren gegenseitigen Gefangenenaustausch für die Woche vom 28. September bis 4. Oktober 2026 an.
- Einzelheiten zur Zahl der betroffenen Personen wurden nicht genannt.
- Letzter Austausch am 19. August: 103 Angehörige der Streitkräfte, des Grenzschutzes und der Nationalgarde kehrten zurück.
- Am 24. August wurden zusätzlich 10 zuvor als vermisst geltende Soldaten aus russischer Gefangenschaft zurückgeführt.
- Laut Ombudsmann Dmytro Lubinets wurden seit dem 24. Februar 2022 insgesamt 9.716 Ukrainer aus russischer Gefangenschaft zurückgebracht.
- Über 600 Kämpfer des Asow-Regiments und Verteidiger von Mariupol befinden sich weiterhin in russischer Gefangenschaft.
Warum es wichtig ist
Ein Austausch in dieser Größenordnung könnte einer der umfangreichsten seit Beginn des Krieges sein und Hunderte ukrainische Soldaten nach Hause bringen. Budanov ließ allerdings die Zahl der Betroffenen offen, sodass der tatsächliche Umfang unklar bleibt. Gleichzeitig sitzen weiterhin über 600 Angehörige des Asow-Regiments und andere Verteidiger von Mariupol in russischer Gefangenschaft; öffentliche Stimmen fordern eine Änderung der Verhandlungsstrategie zu ihrer Freilassung.
Was geschehen ist
Kyrylo Budanov, Leiter des Präsidialamts der Ukraine, kündigte am 27. September 2026 einen umfangreichen gegenseitigen Gefangenenaustausch zwischen der Ukraine und Russland an. Der Austausch werde voraussichtlich in der Woche vom 28. September bis 4. Oktober stattfinden. Budanov äußerte die Hoffnung, dass er in der folgenden Woche erfolge, und machte keine Angaben zur Zahl der beteiligten Personen. Der letzte bekannte Austausch hatte am 19. August stattgefunden, als 103 Angehörige der Streitkräfte, des Grenzschutzes und der Nationalgarde freikamen; am 24. August folgten 10 weitere zuvor als vermisst geltende Soldaten.
Hintergrund
Seit Beginn der russischen Vollinvasion am 24. Februar 2022 wurden nach Angaben von Ombudsmann Dmytro Lubinets bis zum 19. August 2026 insgesamt 9.716 Ukrainer aus russischer Gefangenschaft zurückgeführt. Lubinets zufolge hält Russland unter anderem 46 Kriegsgefangene aus Olenivka fest; im August wurden zudem 79 zuvor als vermisst geltende ukrainische Soldaten lokalisiert. Der Kommandeur des 1. Korps der Nationalgarde Asow, Denys (Redis) Prokopenko, erklärte, beim Austausch vom 19. August seien keine Angehörigen des Asow-Regiments oder andere Verteidiger von Mariupol freigekommen, und forderte eine Änderung des staatlichen Vorgehens bei den Verhandlungen über deren Freilassung.