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Selenskyj besucht 66. Brigade an der Lyman-Front – Auszeichnungen und Koordinierungstreffen mit Kommandeuren

Am 30. September besuchte Präsident Wolodymyr Selenskyj den Gefechtsstand der 66. selbständigen mechanisierten Brigade im Abschnitt Lyman, zeichnete 16 Soldaten aus und hielt ein Koordinierungstreffen mit Kommandeuren auf Korps-, Brigaden- und Bataillonsebene ab. Im Mittelpunkt standen Beschaffung, Drohnen, Artillerie und Sold für Frontsoldaten sowie die Erfolge der Operation "Vivaldi" des 3. Armeekorps.

Das Wichtigste

  • Selenskyj besuchte am 30. September den Gefechtsstand der 66. selbständigen mechanisierten Brigade im Abschnitt Lyman.
  • Begleitet wurde er vom Oberbefehlshaber Mychajlo Drapatyj, Verteidigungsminister Jewhenij Chmara, dem Kommandeur der Luftsturmkräfte Oleh Apostol und dem stellvertretenden Leiter des Präsidialamtes Pawlo Palisa.
  • 16 Soldaten wurden mit dem Orden "Für Tapferkeit" 2. und 3. Klasse ausgezeichnet; Selenskyj gratulierte zum bevorstehenden Tag des Schutzpatrons (Pokrowa) und Tag der Verteidiger der Ukraine.
  • Beim Koordinierungstreffen wurden Beschaffung (insbesondere Pick-ups), Stärkung der Unbemannten Kräfte, Drohnenfinanzierung, Bedarf an weitreichender Artillerie und Vorschläge zur Frontbesoldung erörtert.
  • Das 3. Armeekorps hat im Rahmen der Operation "Vivaldi" über 125 Quadratkilometer ukrainisches Territorium zurückgewonnen; nach Angaben von Korpskommandeur Andrij Biletzkyj sind es seit Beginn der Offensive 176 Quadratkilometer.
  • Im dritten Abschnitt von "Vivaldi" wurden Kateryniwka, Nowe, Nowomychajliwka, Ridkodub und Karpivka befreit sowie über 250 russische Soldaten gefangen genommen.

Warum es wichtig ist

Der Besuch rückt die Erfolge des 3. Armeekorps im Abschnitt Lyman öffentlich in den Vordergrund und beziffert die im Rahmen der Operation "Vivaldi" zurückgewonnenen Gebiete. Selenskyj nutzte die Gelegenheit, um mit ranghohen Kommandeuren konkrete operative Bedürfnisse – weitreichende Artillerie, Drohnen, Pick-ups, Besoldung der Frontsoldaten – direkt zu erörtern. Die Auszeichnungen und die Anspielung auf den Pokrowa-Feiertag unterstreichen die politisch-militärische Signalwirkung gegenüber der Truppe. Operative Details wie die neue "Gryphon"-Taktik mit Bodenrobotik deuten auf eine Weiterentwicklung ukrainischer Gefechtsmethoden hin.

Was geschehen ist

Präsident Wolodymyr Selenskyj besuchte am 30. September den Gefechtsstand der 66. selbständigen mechanisierten Brigade, die nach dem Fürsten Mstyslaw den Tapferen benannt ist, im Frontabschnitt Lyman. Er sprach mit Soldaten, die dort ihre Aufträge erfüllen, zeichnete 16 von ihnen mit dem Orden "Für Tapferkeit" 2. und 3. Klasse aus und gratulierte zum bevorstehenden Tag des Schutzpatrons (Pokrowa) und Tag der Verteidiger der Ukraine. Auf dem Programm stand zudem ein Koordinierungstreffen mit Kommandeuren auf Korps-, Brigaden- und Bataillonsebene. Inhaltlich ging es um Beschaffungsentscheidungen – insbesondere Pick-ups auf Brigadeebene –, die Stärkung der Unbemannten Kräfte, eine erhöhte Drohnenfinanzierung, vereinfachte Beschaffungsverfahren, personelle Aufstockung sowie Aus- und Nachschub. Zudem wurde der Bedarf an weitreichender Artillerie festgestellt und mit der Militärführung abgestimmt; Kommandeure sollen Vorschläge zur Besoldung von Frontsoldaten ausarbeiten. In Gesprächen mit Korpskommandeuren wurden die Lage an der Ost- und Südfront, Drohnen- und Antidrohnentechnologien, neue Kriegsführungsmethoden, die Rückkehr von Soldaten aus unerlaubter Abwesenheit (СЗЧ), die Einbindung ausländischer Staatsangehöriger und Logistikfragen behandelt. Selenskyj erklärte, dass alle Fragen auf Ebene des militärischen Oberkommandos bei einer Sitzung des Stabs (Stawka) ausgearbeitet und erörtert werden müssten. Das 3. Armeekorps hat im Rahmen der Operation "Vivaldi" nach seinen Angaben über 125 Quadratkilometer ukrainisches Territorium zurückgewonnen; im dritten Abschnitt wurden Kateryniwka, Nowe, Nowomychajliwka, Ridkodub und Karpivka befreit sowie mehr als 250 russische Militärangehörige gefangen genommen.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die Berichterstattung ist durchgehend ukrainisch geprägt: UA-Quellen, ukrainischsprachige Medien und Agenturen stellen den Besuch als moralstärkendes Ereignis am Vorabend des Pokrowa-Tages und des Tags der Verteidiger der Ukraine dar. Hervorgehoben werden taktische und operative Erfolge des 3. Armeekorps im Rahmen der Operation "Vivaldi" – zurückgewonnenes Territorium, befreite Ortschaften, Gefangennahmen und die von Korpskommandeur Andrij Biletzkyj gemeldeten gegnerischen Verluste. Inländische Medien rücken die beim Koordinierungstreffen formulierten konkreten Bedürfnisse (weitreichende Artillerie, Drohnen, Pick-ups, Personal an der Front, СЗЧ-Rückkehr, Logistik) sowie neue Methoden wie die "Gryphon"-Taktik und den verstärkten Einsatz von Bodenrobotik in den Vordergrund. Der Austausch zwischen Selenskyj und den Kommandeuren wird als laufende Rückkopplungsschleife dargestellt, deren Punkte bei der nächsten Stawka-Sitzung abschließend behandelt werden sollen.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellenangaben zu den Auszeichnungen am 30. September variieren: Einige Berichte nennen 16 Soldaten mit dem Orden "Für Tapferkeit" 2. und 3. Klasse, andere sprechen von 20 Soldaten, die Orden Bohdan Chmelnyzkyj 3. Klasse sowie Orden "Für Tapferkeit" 2.–3. Klasse erhielten. Auch die Zusammensetzung der Delegation wird unterschiedlich angegeben – teils Drapatyj, Chmara und Palisa, teils zusätzlich Oleh Apostol als Kommandeur der Luftsturmkräfte. Schließlich divergieren die Angaben zu den im Rahmen von "Vivaldi" bzw. vom 3. Armeekorps zurückgewonnenen Flächen: Selenskyj nennt über 125 Quadratkilometer für die Gesamtoperation, Biletzkyj spricht von 176 Quadratkilometern seit Beginn der Offensive nördlich von Lyman, und für den dritten Abschnitt werden zusätzliche 51 Quadratkilometer ausgewiesen.

Hintergrund

Die Operation "Vivaldi" ist eine Offensive im Norden der Oblast Donezk, die im September vom Kommandeur des 3. Armeekorps, Andrij Biletzkyj, angekündigt wurde und das Ziel hat, günstige Verteidigungslinien zu erreichen. Die 66. selbständige mechanisierte Brigade, benannt nach dem Fürsten Mstyslaw den Tapferen, gehört zum 3. Armeekorps und nimmt an "Vivaldi" teil. Im Verlauf mehrerer Abschnitte haben ukrainische Kräfte nach eigenen Angaben zahlreiche Ortschaften im Raum Lyman unter Kontrolle gebracht oder befreit, darunter Nowoseliwka, Oleksandriwka, Jarowa, Serednje, Schandryholowe, Drobyschewe, Derylowe, Kateryniwka, Nowe, Nowomychajliwka, Ridkodub und Karpiwka.