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Dritte Etappe der Operation "Vivaldi": Drittes Armeekorps meldet Befreiung weiterer Orte bei Lyman

Das Dritte Armeekorps der Ukraine hat nach Angaben seines Kommandeurs Andriy Biletsky die dritte Etappe der Operation "Vivaldi" auf der Lyman-Achse in der Oblast Donezk abgeschlossen. Dabei wurden die Ortschaften Nove, Ridkodub und Katerynivka befreit sowie die Kontrolle über Karpivka und Novomykhailivka wiederhergestellt. Insgesamt 51 km² seien in dieser Etappe zurückgewonnen worden, womit sich die gesamte seit Beginn der Operation befreite Fläche auf 176 km² summiere.

Das Wichtigste

  • Das Dritte Armeekorps befreite Nove, Ridkodub und Katerynivka in der Oblast Donezk.
  • Die Kontrolle über Karpivka und Novomykhailivka wurde wiederhergestellt.
  • Kommandeur Andriy Biletsky verkündete die Ergebnisse am Morgen des 28. September in einer Videoansprache.
  • Während der dritten Etappe wurden 51 km² zurückgewonnen; insgesamt seit Beginn von "Vivaldi" sind es 176 km².
  • Die russischen Verluste in der Operation beziffert Biletsky auf 2 000 Personen, mehr als 250 Soldaten seien in Gefangenschaft geraten.
  • Biletsky beschreibt Nove als den "Schlüsselknoten des Feindes auf dem Brückenkopf" und sieht die dritte Etappe als Wendepunkt der gesamten Operation.
  • Das Dritte Armeekorps nutzte für den Durchbruch sowjetische BTR-60, die zu robotergestützten Kamikaze-Komplexen (NRK) umgebaut worden waren.

Warum es wichtig ist

Die Meldungen markieren einen möglichen Wendepunkt im ukrainischen Vormarsch auf der Lyman-Achse im Norden der Oblast Donezk. Die kumulativ seit Beginn der Operation "Vivaldi" zurückgewonnene Fläche von 176 km² deutet auf einen anhaltenden Vorstoß hin. Die bezifferten russischen Verluste von 2 000 Soldaten und mehr als 250 Gefangenen, darunter nach Biletzkys Angaben ganze Teileinheiten mit Offizieren, verweisen auf erhebliche Einbrüche in der russischen Kommandostruktur und Moral auf diesem Abschnitt.

Was geschehen ist

Das Dritte Armeekorps der Ukraine hat nach Angaben seines Kommandeurs Andriy Biletsky die dritte Etappe der Operation "Vivaldi" auf der Lyman-Achse in der Oblast Donezk abgeschlossen. In einer am Morgen des 28. September veröffentlichten Videoansprache erklärte Biletsky, die Ortschaften Nove, Ridkodub und Katerynivka seien befreit worden. Zusätzlich sei die Kontrolle über Karpivka und Novomykhailivka wiederhergestellt. Biletsky beschrieb Nove als den "Schlüsselknoten des Feindes auf dem Brückenkopf" und bezeichnete die dritte Etappe als entscheidend für die gesamte Operation. Während dieser Etappe wurden 51 km² unter ukrainische Kontrolle zurückgeführt; insgesamt summieren sich die seit Beginn von "Vivaldi" befreiten Flächen auf 176 km². Die russischen Verluste bezifferte Biletsky auf 2 000 Personen, mehr als 250 seien in Gefangenschaft geraten — teils hätten sich ganze Teileinheiten einschließlich Offizieren, Piloten und Artilleristen ergeben. Für den Durchbruch ukrainischer Stellungen setzte das Dritte Armeekorps nach seinen Angaben sowjetische BTR-60 ein, die zu robotergestützten Kamikaze-Komplexen (NRK) umgebaut worden waren. Analytiker des Projekts DeepState aktualisierten am Morgen des 28. September ihre Karte und markierten Nove, Ridkodub und Katerynivka als von den ukrainischen Verteidigungskräften befreit. Der Staatsgrenzdienst (DPSU) meldete, die Einheit "Sribna Triyka" der Pomsta-Brigade habe zusammen mit der 3. Separaten Sturmbrigade unter anderem Karpivka zurückerobert.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen stellen das Dritte Armeekorps und seinen Kommandeur Andriy Biletsky in den Mittelpunkt der Berichterstattung und rahmen die Operation als anhaltenden ukrainischen Erfolg. Die Kartenupdates des DeepState-Projekts werden als unabhängige Bestätigung der territorialen Gewinne herangezogen. Durch die Hervorhebung des Staatsgrenzdienstes als Mitwirkender bei der Rückeroberung von Karpivka wird die institutionelle Rahmung über die Armee hinaus erweitert. Biletzkys Aussagen über die russische Desorientierung, Massenkapitulationen ganzer Teileinheiten sowie den Einsatz umgebauter BTR-60 als Kamikaze-Komplexe werden prominent und ohne sichtbare Skepsis wiedergegeben.

Wie internationale Quellen darüber berichten

Alle verfügbaren Quellen sind ukrainischsprachig und stammen aus ukrainischen Redaktionen mit Ländercode UA. Eine vergleichende Beobachtung der internationalen Berichterstattung lässt sich auf dieser Grundlage nicht ableiten.

Hintergrund

Die Operation "Vivaldi" verlief bisher in drei Etappen, deren Ergebnisse am 15. September (erste), 20. September (zweite) und 28. September (dritte) bekanntgegeben wurden. In der ersten Etappe wurden laut Drittem Armeekorps die Orte Nowosilivka, Oleksandriwka, Jarowa und die Außenbezirke von Korowij Jar gesäubert sowie Serednie deokkupiert; 75 km² seien gesäubert und 10 km² befreit worden. In der zweiten Etappe folgten die Befreiung von Schandryholowe und Derylowe sowie die vollständige Kontrolle über Drobyschewe; dabei wurden 125 km² zurückgewonnen, 50 km² davon deokkupiert. Am 21. September meldete das Dritte Armeekorps die Zerstörung einer russischen Pipeline, die etwa die Hälfte des Dieselbedarfs der Besatzer in der Oblast Luhansk deckte. Am 25. September erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj, die Operation im Raum Lyman sei noch nicht abgeschlossen, verwies aber auf positive Dynamik. Am 18. September teilte das Dritte Armeekorps mit, die russische Elitedroheneinheit Rubicon sei aufgrund erheblicher Verluste aus dem Abschnitt Lyman–Borowsky abgezogen worden. Analysten des Institute for the Study of War (ISW) schrieben, die Operation habe russische Versuche gestört, den Gürtel der ukrainischen Festungsstädte im Donbass zu umfassen. An "Vivaldi" waren unter anderem beteiligt: die 60. und 66. Separate Mechanisierte Brigade, die 125. Separate Schwere Mechanisierte Brigade, die 3. Separate Sturmbrigade, das 21. Separate Regiment für Unbemannte Systeme "Kraken", das 3. Separate Aufklärungs- und das 25. Separate Panzerabwehrbataillon des Korps, die 85. Taktische Gruppe des 8. SSO-Regiments, die Spezialeinheit "Artan" des HUR des Verteidigungsministeriums sowie die 10. Mobile Grenzabteilung "Dozor".