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Dritte Etappe der „Vivaldi“-Operation: Dritter Armeekorps meldet Abschluss und Geländegewinne bei Lyman

Am 28. September 2025 gab das Dritte Armeekorps der Ukraine den Abschluss der dritten Etappe seiner Offensive „Vivaldi“ im Norden der Oblast Donezk bekannt. Bei Lyman wurden die Orte Nove, Ridkodub, Katerynivka, Karpivka und Nowomychailiwka befreit und weitere 51 km² zurückerobert.

Das Wichtigste

  • 28. September 2025: Drittes Armeekorps erklärt dritte Etappe der „Vivaldi“-Operation für abgeschlossen.
  • Befreite Orte: Nove, Ridkodub, Katerynivka, Karpivka und Nowomychailiwka, alle nördlich von Lyman.
  • Dritte Etappe brachte 51 km² zurückgewonnenes Gebiet; gesamte Operation seit Beginn 176 km².
  • Kommandeur Andrij Biletsky sprach von erfolgreichen Ablenkungsmanövern und Desinformation des Gegners.
  • Verluste der russischen Streitkräfte laut ukrainischen Angaben: rund 1.500 Soldaten, über 12.000 Drohnen sowie Hunderte Einheiten an gepanzerten Fahrzeugen, Artillerie und Kfz.
  • Karpivka wurde vom „Silver Trio“ der „Pomsta“-Brigade der ukrainischen Grenzschutzbehörde gemeinsam mit dem Dritten Armeekorps befreit.
  • ISW: Russische „Kriegskorrespondenten“ kritisieren Praxis der „Schönberichte“ im russischen Kommando, was die оперативная Planung behindere und den ukrainischen Vormarsch begünstige.

Warum es wichtig ist

„Vivaldi“ ist eine aktive ukrainische Offensive auf einem Abschnitt der Donezker Front, nicht nur Defensivgefechte. Die dritte Etappe allein brachte 51 km² zurückerobertes Territorium und summierte sich mit früheren Etappen auf 176 km². Laut ukrainischen Angaben zwang die Operation die russische Elitedrohneneinheit „Rubikon“ zum Abzug aus dem Raum Lyman-Boriwka. ISW sieht darin einen Faktor, der die оперативная Lagebeurteilung auf russischer Seite verschlechtert.

Was geschehen ist

Am 28. September 2025 veröffentlichte das Dritte Armeekorps Details zum Abschluss der dritten Etappe seiner Offensive „Vivaldi“ auf der Lyman-Richtung im Norden der Oblast Donezk. Kommandeur Andrij Biletsky erklärte die Etappe für abgeschlossen. Im Verlauf dieses Abschnitts befreiten ukrainische Einheiten die Ortschaften Nove, Ridkodub, Katerynivka, Karpivka und Nowomychailiwka, sämtlich nördlich von Lyman gelegen. Karpivka wurde laut Angaben durch die Einheit „Silver Trio“ der „Pomsta“-Brigade der ukrainischen Grenzschutzbehörde zusammen mit Soldaten des Dritten Armeekorps befreit.

Die ukrainischen Verteidigungskräfte gaben die Verluste des Gegners in dieser Etappe mit rund 1.500 Soldaten, mehr als 12.000 Drohnen und Hunderten Einheiten an gepanzerten Fahrzeugen, Artilleriesystemen und Kfz an; während der „Wende“-Etappe wurden zudem mehr als 250 russische Soldaten gefangen genommen. Die Einnahme von 51 km² in dieser Etappe summiert sich auf 176 km² seit Beginn der „Vivaldi“-Operation. Ukrainische Einheiten durchschnitten zudem russische Logistikrouten und zwangen die Besatzer, Treibstoffvorräte außerhalb der Ukraine zu verlegen.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die gemeldeten kumulierten russischen Personalverluste im Verlauf von „Vivaldi“ variieren je nach Datum und Quelle: Bis zum 20. September 2025 nannte das Dritte Korps 3.000 Mann, während die Meldung vom 28. September 2025 für die dritte Etappe allein rund 1.500 Soldaten ausweist. Aus den verfügbaren Angaben geht nicht klar hervor, wie sich die Werte zueinander verhalten – kumulativ seit Operationsbeginn versus etappenspezifisch.

Hintergrund

Die Operation „Vivaldi“ war am 15. September 2025 vom Kommandeur des Dritten Armeekorps, Andrij Biletsky, erstmals öffentlich bestätigt und benannt worden; zu diesem Zeitpunkt waren 75 km² gesäubert und 10 km² deokkupiert. Am 18. September 2025 meldete das Korps den Abzug der russischen Elitedrohneneinheit „Rubikon“ aus dem Raum Lyman-Boriwka aufgrund erheblicher Verluste. Am 20. September 2025 bestätigte Biletsky die Deokkupation von Schandryholowe und Derylowe sowie die volle Kontrolle über Drobyschewe, weitere 40 km². Das ISW hatte zuvor festgestellt, „Vivaldi“ habe russische Versuche vereitelt, den ukrainischen „Festungsgürtel“ im Donezker Becken einzukesseln.