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Drapatyi startet Personalüberprüfung im Generalstab der Streitkräfte der Ukraine

Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Mykhailo Drapatyi, hat eine Überprüfung der Offiziere im Generalstab eingeleitet. Ziel ist es, vor allem Offiziere mit Kampferfahrung seit 2022 in ihren Positionen zu halten. Bis zum 2. Oktober müssen die Leiter der Struktureinheiten Informationen über Offiziere und Generäle ohne solche Erfahrung vorlegen; Offiziere mit Pensionsanspruch sollen bis dahin über ihre Zukunft entscheiden. Die Maßnahme stößt laut Berichten bereits auf internen Widerstand.

Das Wichtigste

  • Oberbefehlshaber Mykhailo Drapatyi hat eine Personalüberprüfung der Offiziere im Generalstab gestartet.
  • Am 28. September versammelte Drapatyi die Leiter aller Struktureinheiten des Generalstabs persönlich und erläuterte seine Erwartungen.
  • Bis zum 2. Oktober müssen die Einheitsleiter Informationen über Generalstabsoffiziere und -generäle vorlegen, die seit 2022 keine praktische Kampferfahrung auf Bataillons-, Brigaden-, Korps- oder Truppengruppierungsebene haben.
  • Bis zum 2. Oktober müssen pensionsberechtigte Offiziere über ihre Zukunft entscheiden.
  • Offiziere ohne Kampferfahrung sollen nicht automatisch entlassen, sondern teilweise zur Truppe versetzt werden; ihre Posten sollen mit Offizieren mit aktueller Kampferfahrung besetzt werden.
  • Die Entscheidung hat laut Berichten bereits Widerstand hervorgerufen – einzelne Offiziere versuchen demnach, eine Versetzung über verschiedene Kanäle oder über den Chef des Generalstabs zu vermeiden.
  • Gemeldet wurde die Überprüfung von der Ukrajinska Prawda unter Berufung auf einen Offizier des Generalstabs.

Warum es wichtig ist

Die Überprüfung ist eine der ersten personellen Initiativen des neuen Oberbefehlshabers und zielt darauf, die Führung des Generalstabs stärker an der Realität des Krieges auszurichten. Sie führt erstmals eine formelle Anforderung an Kampferfahrung seit 2022 für Generalstabsposten ein und setzt mit dem 2. Oktober eine konkrete Frist sowohl für die Meldung betroffener Offiziere als auch für die Entscheidung pensionsberechtigter Offiziere. Dass die Maßnahme laut Berichten auf Widerstand stößt, zeigt, dass sie als Einschnitt in bestehende Karrierewege innerhalb des Generalstabs wahrgenommen wird.

Was geschehen ist

Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Mykhailo Drapatyi, hat eine Personalüberprüfung aller Offiziere im Generalstab eingeleitet. Am 28. September rief er die Leiter aller Struktureinheiten des Generalstabs persönlich zusammen und erläuterte seine Erwartungen. Kernbotschaft: Wenn das Militär Veränderungen fordere, müsse es bei sich selbst beginnen.

Ziel der Überprüfung ist es, in Generalstabsposten vor allem Offiziere und Generäle zu halten, die seit 2022 über praktische Kampferfahrung auf Bataillons-, Brigaden-, Korps- oder Truppengruppierungsebene verfügen und in der Lage sind, Truppen zu führen. Bis zum 2. Oktober müssen die Leiter der Struktureinheiten Informationen über alle Offiziere und Generäle des Generalstabs vorlegen, die diese Voraussetzung nicht erfüllen.

Offiziere ohne Kampferfahrung sollen nicht pauschal entlassen werden: Einige von ihnen sollen zur Truppe versetzt werden, um entsprechende Erfahrung zu sammeln; ihre bisherigen Posten sollen mit Offizieren besetzt werden, die über aktuelle Kampferfahrung verfügen. Gleichzeitig müssen pensionsberechtigte Offiziere bis zum 2. Oktober entscheiden, wie sie weiter verfahren wollen.

Gemeldet wurde die Überprüfung von der Ukrajinska Prawda am 29. September unter Berufung auf einen Offizier des Generalstabs. Laut dieser Quelle hat die Entscheidung des neuen Oberbefehlshabers bereits Widerstand ausgelöst: Einige Offiziere versuchten demnach über verschiedene Kanäle, einer Versetzung zu entgehen, oder ihr Anliegen über den Chef des Generalstabs zu klären.

Hintergrund

Die Personalüberprüfung ist Teil einer Reihe von Maßnahmen, mit denen Drapatyi seit seinem Amtsantritt die Führung der Streitkräfte neu ausrichtet. Am 2. September veröffentlichte er die Prinzipien, nach denen er die Streitkräfte führen will, und bezeichnete die Soldatinnen und Soldaten als den höchsten Wert. Am 9. September berichtete der Leiter der Kommunikationsabteilung des 14. Armeekorps, Vitalii Sarantsev, Drapatyi habe mehr als 30 veraltete Anordnungen des Generalstabs aufgehoben. Der Berater des Präsidenten für technologische Verteidigungsrichtungen, Serhiy Beskrestnov, erklärte zudem, der Oberbefehlshaber setze in technischen Richtungen der Armee die kompetentesten Führungskräfte ein.