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Russische Drohnenangriffe auf Kiewer Brücken lösen Verkehrskollaps aus

Seit dem 1. Oktober 2025 haben russische Drohnenangriffe die Piwdennyj- (Süd-) und Piwnitschnyj-Brücke (Nord) in Kiew beschädigt. Der Verkehr auf den größten Brücken der Hauptstadt wurde geschlossen und eingeschränkt, was zu einem weitreichenden Verkehrschaos im gesamten Stadtgebiet führte. Die Behörden reagierten mit Sonderfahrplänen für die Metro und zusätzlichen Kyiv City Express-Shuttles, während Ingenieure die Reparaturkosten auf Hunderte Millionen bis Milliarden Hrywnja schätzen.

Das Wichtigste

  • Seit dem 1. Oktober 2025 führen russische Streitkräfte Drohnenangriffe auf Kiewer Brücken durch; zuerst traf es die Piwdennyj-Brücke, ab dem 3. Oktober die Piwnitschnyj-Brücke.
  • An der Piwnitschnyj-Brücke entstand ein Loch im Brückenkörper; zwei Menschen wurden am 3. Oktober verletzt.
  • Schaden an Pfeiler, Schutzplanke und Schutzhülle der Metrolinie auf der Piwdennyj-Brücke.
  • Verkehr auf den größten Brücken gesperrt und eingeschränkt – Hauptverkehrsadern blockiert, öffentlicher Nahverkehr mit Sonderrouten und Verspätungen.
  • Ukrzaliznyzja nahm ab dem 5. Oktober 18 zusätzliche Kyiv City Express-Shuttles zwischen Wydubytschi und Darnyzja in Betrieb, um die Verbindung zwischen rechtem und linkem Ufer zu verbessern.
  • Ingenieur Oleh Hrechukh schätzt die vollständige Sanierung eines mittleren Kiewer Überführungsbauwerks auf 600–700 Mio. UAH (1–1,5 Jahre); ein neuer Großbrückenbau über den Dnipro würde mindestens 15 Mrd. UAH kosten und über zwei Jahre dauern.
  • Pontonbrücken über den Dnipro sind laut Hrechukh theoretisch möglich, aber durch die Breite des Flusses, die aufgestaute Wasserausdehnung und die Lage der Verkehrsknoten erschwert.

Warum es wichtig ist

Die Dnipro-Überquerungen sind lebenswichtige Verkehrsachsen der Hauptstadt. Die Beschädigung der beiden größten Brücken hat einen stadtweiten Verkehrskollaps auf Straßen, Metro und Schiene verursacht, mit direkten zivilen Folgen – zwei Verletzte am 3. Oktober. Die von einem Ingenieur angegebenen Reparatur- und Neubaukosten von Hunderten Millionen bis über 15 Mrd. UAH sowie Bauzeiten von mehr als zwei Jahren verdeutlichen den langen Erholungshorizont und die strukturelle Verletzlichkeit der städtischen Infrastruktur.

Was geschehen ist

Seit dem 1. Oktober 2025 führen russische Streitkräfte eine Serie von Drohnenangriffen auf Kiewer Brücken durch. Zuerst wurde die Piwdennyj-Brücke (Süden) getroffen – mit Beschädigungen an einem Pfeiler, einer Schutzplanke und der Betonschutzhülle der Metrolinie. Ab dem 3. Oktober folgten Angriffe auf die Piwnitschnyj-Brücke (Norden), bei denen ein Loch im Brückenkörper entstand und zwei Menschen verletzt wurden; der Verkehr vom linken auf das rechte Ufer wurde gestoppt. In der Folge wurden die größten Brücken Kiews gesperrt oder eingeschränkt, Hauptverkehrsadern blockierten, Busse und Oberleitungsbusse fuhren auf Sonderrouten mit Verspätungen. Auf der Piwdennyj-Brücke verkehren zur Hauptverkehrszeit nur einzeln freigegebene Züge der „grünen“ Metrolinie, die abwechselnd an den Endstationen Wydubytschi und Ossokorky wenden; am Morgen des 6. Oktober kam es daher zu Überfüllung auf mehreren linken Ufer-Stationen. Die Kiewer Stadtverwaltung gab bekannt, dass die „grüne“ Metrolinie bei Luftalarmstufe „gelb“ wieder fährt, bei Stufe „rot“ jedoch auf dem oberirdischen Abschnitt stillsteht. Ab dem 5. Oktober nahm Ukrzaliznyzja 18 zusätzliche Kyiv City Express-Shuttles auf der Strecke Wydubytschi–Darnyzja in Betrieb, um die Querung des Dnipro zu erleichtern.

Hintergrund

Der Ingenieur und Architektur-Experte Oleh Hrechukh lieferte Kostenschätzungen und Zeitangaben für Kiewer Brücken und große Flussüberquerungen sowie die Einschätzung zur Machbarkeit von Pontonübergängen. Als vergleichbares Projekt wird eine neue Brücke über die Desna in Tschernihiw angeführt, die mit etwa einem Drittel der Länge der Paton-Brücke rund 5–6 Mrd. UAH kostete. Ingenieure weisen darauf hin, dass die Breite des Dnipro, die durch Staudämme verursachte kilometerweite Wasserfläche und die Lage der Kiewer Straßen-, Metro- und Schienenknoten abseits der engsten Stellen des Flusses jede provisorische Überquerung erschweren. Als Präzedenzfall gilt der bereits erfolgte Bau einer provisorischen Fahrbahn neben einer zerstörten Brücke an der Desna.