Russischer Luftangriff auf Wohnhaus in Saporischschja: 23 Tote, darunter Kinder
Am 10. Oktober schlugen russische Gleitbomben ein Wohnhaus in Saporischschja ein und töteten nach letzten Angaben mindestens 23 Menschen, darunter Kinder. Unter den Opfern waren eine Erstklässlerin und eine Achtklässlerin. Die Stadt erklärte den 11. Oktober zum Tag der Trauer, die Such- und Rettungsarbeiten wurden abgeschlossen.
Das Wichtigste
- Russische Gleitbomben (KAB) schlugen am 10. Oktober um 04:48 Uhr in Saporischschja ein.
- Die initiale Bilanz: 20 Tote, darunter Kinder, und 32 Verletzte in Saporischschja.
- Am Morgen des 11. Oktober stieg die Zahl der Toten nach Angaben von Präsident Selenskyj und des SES auf 23, darunter 4 Kinder.
- Zwei Schulmädchen kamen ums Leben: die Erstklässlerin Yelyzaveta Sorochyshyna (Gymnasium Nr. 63) und die Achtklässlerin Anna Mur-Zak (Gymnasium Nr. 4).
- Am selben Tag führte die russische Armee 904 Angriffe auf 51 Ortschaften in der Oblast Saporischschja durch.
- Rettungskräfte räumten rund 320 Tonnen Schutt vom dreistöckigen Wohnhaus ab; Spürhundeteams aus den Oblasten Donezk und Dnipropetrowsk waren im Einsatz.
- Die Stadt erklärte den 11. Oktober zum Tag der Trauer.
Warum es wichtig ist
Der Angriff auf ein Wohnhaus in Saporischschja forderte eine hohe zivile Opferzahl, darunter mehrere Kinder, darunter zwei Schülerinnen, deren Schulen und persönliche Umstände öffentlich benannt wurden. Er steht exemplarisch für die Intensivierung russischer Angriffe auf die Oblast Saporischschja: Allein am 10. Oktober sollen 904 Angriffe auf 51 Ortschaften erfolgt sein. Die Stadt reagierte mit der Ausrufung eines Trauertags, was die politische und gesellschaftliche Bedeutung des Vorfalls unterstreicht.
Was geschehen ist
Am frühen Morgen des 10. Oktober um 04:48 Uhr schlugen russische Gleitbomben (KAB) in Saporischschja ein und zerstörten den Eingangsbereich eines dreistöckigen Wohnhauses. Auch weitere Gebäude und Privathäuser wurden beschädigt. In den ersten Meldungen wurde von 20 Toten, darunter Kindern, und 32 Verletzten in Saporischschja berichtet. Unter den Opfern waren zwei Schülerinnen: die Erstklässlerin Yelyzaveta Sorochyshyna vom Gymnasium Nr. 63, die sich nach Angaben der Stadtratssekretärin Regina Kharchenko bei ihrem Onkel aufhielt und Ende Oktober sieben Jahre alt geworden wäre, sowie die Achtklässlerin Anna Mur-Zak vom Gymnasium Nr. 4. Rettungskräfte räumten rund 320 Tonnen Schutt vom Wohnhaus; Spürhundeteams aus den Oblasten Donezk und Dnipropetrowsk waren an der Suche beteiligt. Am Morgen des 11. Oktober bestätigten Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie die SES-Sprecherin Julija Baryschewa eine gestiegene Opferzahl von 23 Toten, darunter 4 Kinder. Die Stadt erklärte den 11. Oktober zum Tag der Trauer. Am selben Tag sollen nach Berichten 51 Ortschaften in der Oblast Saporischschja mit insgesamt 904 Angriffen getroffen worden sein.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Ukrainische Quellen stellen die menschlichen Opfer in den Mittelpunkt und nennen die beiden getöteten Schülerinnen namentlich, mit Angaben zu ihren Schulen und persönlichen Umständen, etwa dem bevorstehenden Geburtstag eines Mädchens. Die Berichterstattung hebt zudem das Ausmaß der russischen Angriffe auf die gesamte Oblast Saporischschja am 10. Oktober hervor (904 Angriffe auf 51 Ortschaften) und rahmt den Angriff als gezielte Gewalt gegen die Zivilbevölkerung. Die Reaktion der Einsatzkräfte wird ausführlich dargestellt, ebenso die Ausrufung eines Trauertags.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die Quellen weichen in mehreren Punkten voneinander ab. Bei der Zahl der getöteten Kinder unter den 20 zuerst Genannten nennt eine Quelle 3 Kinder, eine andere 4. Auch die Verletztenzahlen divergieren: Anfängliche Meldungen sprachen von 32 Verletzten in Saporischschja; der Staatliche Notdienst (SES) bezifferte die Verletzten mit 17, darunter 3 Kinder; für die gesamte Oblast wurden 37 Verwundete gemeldet. Zudem beschreiben die meisten Quellen das getroffene Gebäude als dreistöckiges Wohnhaus, eine Quelle spricht dagegen von einem fünfstöckigen Wohnblock.