Veröffentlicht am · Aktualisiert:

Russische Luftbomben treffen Schule und Wohnviertel im Zentrum von Sumy

Am 29. September 2026 hat die russische Armee das Zentrum der Stadt Sumy mit gelenkten Fliegerbomben (KAB) angegriffen. Eine Bombe traf ein Schulgebäude, in dem zum Zeitpunkt des Einschlags rund 100 Kinder und Lehrkräfte im Schutzraum waren und rechtzeitig evakuiert werden konnten. Zwei Bewohner des privaten Wohnsektors wurden getötet, mindestens neun Menschen – darunter drei Kinder im Alter von 3, 6 und 15 Jahren – wurden verletzt. Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Angriff, bezeichnete die Russen als „Terroristen" und forderte die USA, Europa und weitere Partner zu konkretem Druck auf Russland auf.

Das Wichtigste

  • 29. September 2026: Russische Streitkräfte schlugen mit gelenkten Fliegerbomben (KAB) im Zentrum von Sumy ein.
  • Eine Bombe traf ein Schulgebäude während des Unterrichts; rund 100 Kinder und Personal befanden sich im Schutzraum und konnten evakuiert werden.
  • Zwei Bewohner des privaten Wohnsektors kamen ums Leben; mindestens neun Menschen wurden verletzt, darunter drei Kinder im Alter von 3, 6 und 15 Jahren.
  • Die Zahl der Verletzten wurde zunächst von Präsident Selenskyj mit sechs (darunter drei Kinder) angegeben und später vom Staatsnotdienst auf neun korrigiert.
  • Das Schulgebäude erlitt schwere Schäden – Fenster zerborsten, Wände und Dach zerstört; mindestens sieben Wohnhäuser im privaten Sektor wurden beschädigt.
  • Präsident Selenskyj verurteilte den Angriff, nannte die Russen „Terroristen" und forderte die USA, Europa und alle Partner zu konkretem Druck auf Russland auf.
  • Die Explosionen in Sumy waren gegen 16:00 Uhr zu hören; Quellen schwanken zwischen drei und vier eingesetzten KAB.
  • Der Angriff folgt auf KAB-Schläge auf Sumy am 26. und 27. September sowie einen Drohnenangriff auf die Akademie der Wissenschaften in Kiew am 28. September.

Warum es wichtig ist

Ein Schulgebäude im Stadtzentrum wurde mitten am Unterrichtstag von einer gelenkten Fliegerbombe getroffen – ein Angriff auf eine zivile Schutzeinrichtung mit etwa 100 Kindern und Beschäftigten im Schutzraum. Dass die Opfer unter der Zivilbevölkerung im angrenzenden privaten Wohnsektor zu beklagen sind, unterstreicht die Schutzlosigkeit gegenüber KAB-Angriffen, die ohne präzise Warnung schwere Schäden anrichten. Der Angriff reiht sich in eine Serie von KAB-Schlägen auf Sumy Ende September ein und fällt in eine Phase, in der die ukrainische Regierung von „nahezu ununterbrochenen" russischen Angriffen auf viele Oblaste spricht.

Was geschehen ist

Am Dienstag, dem 29. September 2026, griff die russische Armee das Zentrum der Stadt Sumy mit gelenkten Fliegerbomben (KAB) an. Nach ukrainischen Angaben – darunter Präsident Wolodymyr Selenskyj und dem Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Sumy, Oleh Hryhorow – wurden mehrere Bomben eingesetzt; je nach Quelle sind es drei oder vier. Eine der Bomben traf ein Schulgebäude, in dem zum Zeitpunkt des Einschlags Unterricht stattfand. Nach Darstellung des Präsidenten und der Schulleitung befanden sich rund 100 Kinder und Beschäftigte im Schutzraum der Schule und konnten rechtzeitig evakuiert werden; nach Angaben einer Schulmitarbeiterin gegenüber Suspilne waren es etwa 40 Schüler im Schutzraum. Das Schulgebäude erlitt schwere Schäden: sämtliche Fenster wurden herausgesprengt, Wände und Dach wurden zerstört. Lehrkräfte und Kinder an der Schule selbst wurden nach vorläufigen Erkenntnissen nicht verletzt. Weitere Bomben trafen den privaten Wohnsektor der Stadt. Dabei wurden zwei Menschen getötet – nach Angaben der Gebietspolizei in ihren Wohnhäusern – und mindestens neun verletzt, darunter nach offizieller Bilanz zunächst sechs und später neun Personen, unter ihnen drei Kinder im Alter von 3, 6 und 15 Jahren. Mindestens sieben Wohnhäuser im privaten Sektor wurden beschädigt, eine Leiche wurde aus den Trümmern eines Hauses geborgen, und ein Oberleitungsbus eines kommunalen Betriebs wurde beschädigt. Die Explosionen in Sumy waren gegen 16:00 Uhr Ortszeit zu hören. Präsident Selenskyj verurteilte den Angriff am selben Abend (Stand 17:17 Uhr) und nannte die Russen „Terroristen". Er forderte die USA, Europa und alle Partner auf, „echten Druck" auf Russland auszuüben; eine Antwort dürfe sich nicht auf Worte beschränken. Ministerpräsident Serhij Korezkyj erklärte, die russischen Angriffe seien in den meisten Regionen – darunter Kyjiw, Odessa, Winnyzja, Dnipropetrowsk, Schytomyr, Wolyn, Riwne, Charkiw, Donezk, Saporischschja und Sumy – „nahezu ununterbrochen".

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen weichen in mehreren Punkten voneinander ab. Erstens variiert die Anzahl der eingesetzten KAB: Einige Berichte sprechen von drei Bomben (eine auf die Schule, zwei auf den privaten Sektor), andere von vier, und einzelne Formulierungen legen nahe, dass alle vier Bomben das Schulgebäude getroffen hätten. Zweitens unterscheiden sich die Angaben zur Zahl der im Schutzraum befindlichen Personen – der Präsident spricht von rund 100 evakuierten Personen (Kinder und Personal), während eine Schulleitungsmitarbeiterin gegenüber Suspilne von etwa 40 Schülern sprach. Drittens hat sich die Verletztenzahl im Laufe des Abends verändert: Präsident Selenskyj nannte um 17:17 Uhr sechs Verletzte, darunter drei Kinder; der Staatsnotdienst (DSNS) bezifferte die Zahl später auf neun Verletzte, ebenfalls mit drei Kindern.

Hintergrund

Die KAB-Angriffe auf Sumy Ende September 2026 stehen nicht allein. Bereits am 26. September hatten drei KAB das Stadtzentrum von Sumy getroffen; 23 Menschen, darunter vier Kinder, wurden verletzt, zwei getötet. Am 27. September schlugen erneut drei KAB in Sumy ein und töteten eine ältere Frau und ein 16-jähriges Mädchen; fünf Menschen, darunter ein Kind, wurden verletzt. Am 28. September traf eine russische Düsen-Drohne das Gebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften im Zentrum von Kiew; zwei Menschen kamen ums Leben. Nach Darstellung von Ministerpräsident Serhij Korezkyj waren in der Nacht und am Tag des 29. Septembers zudem die Oblaste Kyjiw, Odessa, Winnyzja, Dnipropetrowsk, Schytomyr, Wolyn, Riwne, Charkiw, Donezk, Saporischschja und Sumy von russischen Angriffen betroffen.