Russische Raketenangriffe auf Saporischschja: mindestens fünf Verletzte, darunter ein Kind
Russische Streitkräfte haben in der Nacht zum 17. Oktober Saporischschja mit mehreren Raketen angegriffen. Dabei wurden mehrstöckige Wohnhäuser und Autos beschädigt; nach aktualisierten Angaben wurden fünf Zivilisten verletzt, darunter ein elfjähriges Mädchen. Der Angriff war Teil einer breit angelegten nächtlichen Angriffsserie auf mehrere ukrainische Städte, darunter Krywyj Rih und Cherson.
Das Wichtigste
- Russische Streitkräfte schlugen in der Nacht zum 17. Oktober mit mehreren Raketen in Wohngebieten von Saporischschja ein.
- Beschädigt wurden mehrstöckige Wohnhäuser und Autos; in der Stadt brach ein Brand aus.
- Bis zum Morgen stieg die Zahl der Verletzten auf fünf, darunter ein elfjähriges Mädchen; anfangs waren zwei Verletzte gemeldet worden.
- Eine Luftschutzsirene wurde vor dem Einschlag wegen Raketengefahr ausgelöst.
- Der Angriff ereignete sich gegen 5 Uhr morgens am 17. Oktober.
- In Krywyj Rih wurde ein Industrieunternehmen getroffen; Angaben zu Opfern wurden noch geprüft.
- Im Chersoner Stadtteil Korabelny kamen bei mehreren Luftangriffen ein 64-jähriger Krankenwagenfahrer ums Leben und rund 15 Menschen wurden verletzt.
Warum es wichtig ist
Ein massiver nächtlicher russischer Raketenangriff traf Wohngebiete in Saporischschja und verletzte Zivilisten, darunter ein Kind. Die Opferzahl stieg von anfangs zwei auf fünf am Morgen, was verdeutlicht, wie sich das Lagebild in den Stunden nach einem Einschlag oft verschärft. Der Angriff war Teil einer koordinierten Angriffsserie auf mehrere ukrainische Städte in derselben Nacht, darunter Krywyj Rih und Cherson, wo es auch Tote gab.
Was geschehen ist
In der Nacht zum 17. Oktober schlugen russische Raketen in Wohngebieten von Saporischschja ein. Mehrstöckige Wohnhäuser und Autos wurden beschädigt, in der Stadt brachen Brände aus, die von Rettungskräften gelöscht wurden – darunter zwei brennende Autos und ein nicht Wohnzwecken dienendes Gebäude von 50 Quadratmetern Fläche. Vor dem Einschlag wurde wegen Raketengefahr Luftalarm ausgelöst; die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor vor Raketenstarts in Richtung Saporischschja und Krywyj Rih gewarnt. Iwan Fedorow, Kovorsitzender des Verteidigungsrats der Oblast Saporischschja, und der amtierende Leiter der Oblast-Militärverwaltung Saporischschja, Mychajlo Semikin, meldeten zunächst zwei Verletzte. Bis zum Morgen wurde die Zahl der verletzten Zivilisten auf fünf korrigiert, darunter ein elfjähriges Mädchen; alle erhielten medizinische Hilfe. Im selben Zeitraum wurde in Krywyj Rih in der Oblast Dnipropetrowsk ein Industrieunternehmen getroffen, Angaben zu möglichen Opfern wurden noch geprüft. Im Chersoner Stadtteil Korabelny schlugen in derselben Nacht mehrere Luftangriffswellen ein; ein 64-jähriger Krankenwagenfahrer starb an nicht mit dem Leben vereinbarten Verletzungen, rund 15 Menschen wurden verletzt, darunter ein elfjähriges Mädchen, ein Sanitäter und eine Familie mit Säugling.
Wo die Berichte auseinandergehen
Anfangs meldeten sowohl Iwan Fedorow als auch der amtierende Leiter der Oblast-Militärverwaltung Saporischschja, Mychajlo Semikin, zwei Verletzte. Am Morgen wurde die Zahl nach oben korrigiert auf fünf Verletzte, darunter ein elfjähriges Mädchen. Die zunächst genannte niedrigere Zahl spiegelte den Stand der ersten Meldungen wider; die höhere Zahl entspricht der späteren Aktualisierung.
Hintergrund
Der Angriff auf Saporischschja war Teil einer breit angelegten nächtlichen Angriffsserie vom 16. auf den 17. Oktober, bei der Russland Iskander-M- und KN-23-Ballistikraketen, Ch-22/Kh-32-Marschflugkörper, vier Kalibr-Marschflugkörper, S-8000 Banderole, 332 Shahed-Drohnen (darunter 31 düsengetriebene), Gerbera-Drohnen und Parodia-Täuschdrohnen einsetzte. Einschläge wurden an 22 Orten registriert, Trümmer abgeschossener Ziele an drei weiteren. Der Vorfall reiht sich in das Muster russischer Fernangriffe auf ukrainische Städte ein.