Kyrylo Budanow spricht mit US-Senatoren über Sicherheitsgarantien und Verhandlungen
Kyrylo Budanow hat mit dem Vorsitzenden des US-Senatsausschusses für Streitkräfte, Roger Wicker, und dem Ausschussmitglied Michael Bennet per Videokonferenz gesprochen. Dabei wurden Unterstützung für die Ukraine, Abwehrzusammenarbeit, Sicherheitsgarantien und der Verhandlungsprozess erörtert.
Das Wichtigste
- Budanow sprach per Videokonferenz mit Roger Wicker und Michael Bennet.
- Die Gesprächspartner erörterten die Abwehrzusammenarbeit, Unterstützung für die Ukraine und Sicherheitsgarantien.
- Budanow nannte die zunehmenden russischen Angriffe auf ukrainische Hinterlandstädte systematischen Terrorismus.
- Ukraine ist laut Budanow kritisch auf amerikanische Frühwarnsysteme für Luftgefahren angewiesen.
- Budanow warnte, dass ein Friedensabkommen ohne klare Sicherheitsmechanismen keinen dauerhaften Frieden garantiere.
- Budanow stellte Sicherheitsabkommen als pragmatische Investition der USA in die ukrainische und eigene Sicherheit dar.
- Beide US-Senatoren kommentierten das Gespräch nicht.
Warum es wichtig ist
Das Gespräch verdeutlicht die Abhängigkeit der Ukraine von amerikanischer Unterstützung beim Schutz der Zivilbevölkerung und beim Ausbau ihrer Verteidigungskapazitäten. Zugleich betont die ukrainische Seite, dass ein dauerhaftes Friedensabkommen klare Sicherheitsmechanismen und die Beteiligung internationaler Partner benötigt. Die Verbindung zu den bevorstehenden dreiseitigen Verhandlungen zeigt zudem, wie eng die ukrainischen Sicherheitsprioritäten mit dem diplomatischen Prozess verknüpft sind.
Was geschehen ist
Budanow sprach per Videokonferenz mit den US-Senatoren Roger Wicker und Michael Bennet. Nach Darstellung der Gesprächsteilnehmer erörterten sie die Herausforderungen im Widerstand gegen die russische Aggression, die vorrangigen Bereiche der ukrainisch-US-Zusammenarbeit, Unterstützung im Bereich der Verteidigung sowie Sicherheitsgarantien.
Budanow erklärte, die verstärkten russischen Angriffe auf ukrainische Hinterlandstädte und die Beschussnahmen ziviler sowie kritischer Infrastruktur seien systematischer Terrorismus. Dieser habe keine militärische Zweckmäßigkeit und verändere die Lage an der Front nicht grundsätzlich. Er verwies zudem auf die kritische Abhängigkeit der Ukraine von amerikanischen Frühwarnsystemen für Luftgefahren, die im Winter für den Schutz der Zivilbevölkerung erforderlich seien.
Zur Friedenssicherung sagte Budanow, die Einstellung der Kämpfe oder eine friedliche Beilegung ohne klare Sicherheitsmechanismen garantiere keinen dauerhaften Frieden. Die Schaffung einer verlässlichen Sicherheitsarchitektur mit Beteiligung der Partner bleibe daher eine Priorität der Ukraine. Sicherheitsvereinbarungen seien aus seiner Sicht eine pragmatische Investition der USA in die ukrainische Verteidigung und die Sicherheit der Vereinigten Staaten, nicht einseitige Wohltätigkeit. Budanow würdigte zudem die amerikanischen Bemühungen zur Organisation und Förderung des Verhandlungsprozesses und teilte die ukrainische Position dazu mit. Wicker und Bennet kommentierten das Gespräch nicht.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Die ukrainischen Berichte konzentrieren sich vor allem auf Budanows Aussagen zu den Sicherheitsbedürfnissen der Ukraine, zur notwendigen amerikanischen Unterstützung und zu belastbaren Mechanismen für eine friedliche Lösung. Besonders hervorgehoben wird die Abhängigkeit von US-Frühwarnsystemen für Luftgefahren im Winter. Die geplanten Sicherheitsabkommen werden als pragmatische amerikanische Investition dargestellt, die sowohl der Ukraine als auch den Vereinigten Staaten zugutekommen soll.
Hintergrund
Ein weiterer dreiseitiger Verhandlungsrunde mit Beteiligung der Ukraine, der USA und Russlands wird im nächsten Monat erwartet. Zelenskyy erklärte zuvor, die Gespräche könnten am 10. November stattfinden, mehrere Tage nach den Zwischenwahlen in den USA. Auf ihren Verlauf könnten sich sowohl die Wahlen in den USA als auch die Lage im Nahen Osten auswirken.