Ukrainischer Geheimdienst beschließt Ermittlungen zu geplantem Terroranschlag auf Chemiewerk
Der ukrainische Geheimdienst SBU hat die Ermittlungen gegen einen Beschäftigten abgeschlossen, der beschuldigt wird, im Auftrag des russischen FSB einen Terroranschlag auf ein Chemiewerk in der Oblast Dnipropetrowsk vorbereitet zu haben. Der Anklageerlass wurde dem Gericht übergeben. Der Verdächtige plante den Bau eines Sprengsatzes mit 1,5 Kilogramm Plastit, der während einer Arbeitsschicht aus der Ferne ausgelöst werden sollte.
Das Wichtigste
- SBU übersandte den Anklageerlass in der Sache dem Gericht
- Verdächtiger ist ein Schlosserei-Fachkraft eines Unternehmens
- Festnahme in Kamianske im März während der Herstellung einer selbstgebauten Bombe in seiner Wohnung
- Geplanter Sprengsatz mit 1,5 Kilogramm Plastit unter den Rohren eines Werkstattbereichs
- Fernzündung während der Arbeitsschicht war für eine hohe Zahl an Opfern vorgesehen
- Beschlagnahmt wurden Komponenten des Sprengsatzes und vier Mobiltelefone
- Anklage wegen Hochverrats im Kriegszustand und Vorbereitung eines Terroranschlags
Warum es wichtig ist
Der geplante Angriff auf ein Chemiewerk während der Arbeitsschicht hätte schwere Folgen für die Beschäftigten und die industrielle Infrastruktur der Region haben können. Der Fall verdeutlicht zudem, wie der FSB ukrainische Staatsbürger über Telegram-Kanäle anwerben und für Sabotage, nachrichtliche Aufklärung und mögliche gezielte Tötungen einsetzen kann.
Was geschehen ist
Die SBU schloss das vorgerichtliche Verfahren gegen einen Mann ab, der beschuldigt wird, im Auftrag des FSB einen Terroranschlag auf ein Chemiewerk in der Oblast Dnipropetrowsk vorbereitet zu haben, und übergab den Anklageerlass dem Gericht. Der Mann, der als Schlosserei-Fachkraft eines Unternehmens arbeitet, hatte demnach nach der Anwerbung durch die russische Spezialdienste Informationen über örtliche Militärverwaltungen, militärische Objekte und Orte mit hoher Menschenansammlung gesammelt. Außerdem beobachtete er Autos sowie Wohnadressen ukrainischer Militärsoldaten und ihrer Familien, яких російські спецслужби планували вбити. Nach отриatyanня an FSB отримав he vyбухову речовину та електродетонатор із схованки в лісосмузі. За даними слідства, планував він виготовити вибуховий пристрій із 1,5 кг пластиду та закласти його під трубами одного з цехів заводу. Російські спецслужби планували дистанційно активувати пристрій під час робочої зміни, щоб завдати якнайбільше жертв. Чоловіка затримали в Кам'янському в березні 2026 року під час виготовлення саморобної вибухівки в його власній квартирі. Під час обшуків вилучили компоненти вибухового пристрою та чотири мобільні телефони, які фігурант використовував для зв'язку з російськими спецслужбами. Фігуранта обвинувачують у державній зраді в умовах воєнного стану та підготовці до терористичного акту; за скоєне йому загрожує довічне позбавлення волі з конфіскацією майна.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Die ukrainische Berichterstattung stellt die abgeschlossene Ermittlung der SBU, die Übermittlung des Falles an das Gericht sowie die mögliche lebenslange Haft und Vermögensbeschlagnahme in den Mittelpunkt. Zugleich werden die angebliche Anwerbung eines Beschäftigten, seine Sammeltätigkeit, die Beobachtung von Soldaten und deren Familien sowie die geplante Zerstörung eines Industrieobjekts betont.
Hintergrund
Der Verdächtige nahm laut den Angaben Kontakt zum FSB über thematische Telegram-Kanäle auf, nachdem er dort nach einer einfachen Gelegenheit zur Einkommensverbesserung gesucht hatte. Nach seiner Anwerbung erhielt er zunächst einen Testauftrag zur Informationssammlung. Die FSB lieferte ihm später die Koordinaten einer verborgenen Deponie in einem Waldgebiet, von der er Sprengstoff und einen elektrischen Zünder entnahm.