Veröffentlicht am · Aktualisiert:

Prozess in Hamburg: ehemaliger ukrainischer Offizier wegen Nord-Stream-Explosionen angeklagt

Die deutsche Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen ukrainischen Spezialoffizier Serhii Kuznetsov und sechs weiteren Personen vor, die Explosionen an den Nord-Stream-Gasleitungen im September 2022 organisiert zu haben. Nach Angaben des deutschen Netzregulierers hatten die Angriffe nur geringe Auswirkungen auf die Gasversorgung Deutschlands; die Agentur führt den Gaspreisanstieg vor allem auf Russlands Angriff auf die Ukraine zurück.

Das Wichtigste

  • Prozessbeginn in Hamburg laut Berichten am 14. Oktober; A2 nennt 2026 als Jahr
  • Serhii Kuznetsov und sechs weitere Personen werden angeklagt
  • Die Vorwürfe lauten unter anderem auf einen Angriff auf zivile Infrastruktur und einen Kriegsverbrechenstatbestand
  • Die Explosionen vom 26. September 2022 beschädigten drei von vier Leitungen der Nord-Stream-Systeme
  • Laut Netzagentur hatten die Angriffe nur geringe Auswirkungen auf Deutschlands Gasversorgung
  • Bei Ausbruch der Explosionen erhielt Deutschland bereits keinen Gasfluss mehr über Nord Stream 1
  • Kuznetsov wurde im Sommer 2025 in Italien festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert

Warum es wichtig ist

Der Prozess betrifft die strafrechtliche Verantwortung für die Nord-Stream-Explosionen und den behaupteten Angriff auf zivile Infrastruktur. Zugleich begrenzt die Einschätzung der Netzagentur die unmittelbare energiepolitische Bedeutung der Pipeline-Sabotage. Ihre Aussagen liefern eine deutsche regulatorische Erklärung für den Preisanstieg im Jahr 2022 und den Rückgang der deutschen Abhängigkeit von russischem Gas. Relevant bleibt der Fall außerdem für mögliche Gasknappheiten bei einer außergewöhnlich strengen Winterlage.

Was geschehen ist

In Гамбурзі триває судовий процес над колишнім українським військовослужбовцем Сергієм Кузнєцовим. Федеральна прокуратура звинувачує його у Вищому регіональному суді Гамбурга в причетності до вибухів на південь від данського острова Борнгольм разом із шістьма співучасниками. Обвинувачення передбачає, що вони спричинили вибухи, знищення будівель і порушення роботи комунальних служб. Кузнєцов є колишнім офіцером підрозділу спеціального призначення Збройних сил України. Його затримали влітку 2025 року в Італії, після чого екстрадували до Німеччини. Федеральне агентство з питань мереж повідомило суду, що атаки на «Північний потік» у Балтійському морі мали незначний вплив на газопостачання Німеччини. На момент вибухів країна вже не отримувала газ через «Північний потік-1». За оцінкою регулятора, головною причиною газової кризи стало повномасштабне вторгнення Росії в Україну, а не підриви газопроводів.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die ukrainische Berichterstattung richtet den Fokus auf die Person des ehemaligen ukrainischen Offiers der Spezialkräfte und die schweren strafrechtlichen Vorwürfe gegen ihn. Daneben behandeln die Berichte den Hamburger Prozess und die能量politische Einordnung Deutschlands, wonach die Pipeline-Angriffe die Gasversorgung nur geringfügig beeinflussten und Russlands Aggression den Hauptgrund für die Gaskrise darstellte.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Berichte widersprechen sich beim Jahr des Prozessbeginns: Die meisten nennen lediglich den 14. Oktober, während A2 ausdrücklich den 14. Oktober 2026 als Beginn sowie angesetzte Anhörungen bis mindestens Februar 2027 angibt.

Hintergrund

Deutschland hatte die Gaslieferungen aus Russii bereits im Frühjahr 2022 reduziert und Anfang September eingestellt, als es noch keinen Gasfluss über Nord Stream 1 gab. Die Bundesnetzagentur führte den Anstieg der deutschen Gaspreise vor allem auf Russlands Angriff auf die Ukraine zurück: Im März 2022 kostete eine Megawattstunde auf dem Großhandelsmarkt 230 Euro, Ende August fast 340 Euro, während die Preise vor dem Krieg deutlich unter 100 Euro lagen. Deutschland розробило альтернативні джерела постачання, розширило термінали скрапленого природного газу та заповнило сховища на 85 відсотків ще за кілька тижнів до вибухів. Пошкодження газопроводів могло б створити проблему лише в разі надзвичайно суворої зими та браку газу, коли б Німеччина знову потребувала російського газу.