Margus Tsahkna
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Finnland fordert EU-weites Touristenvisum-Verbot für russische Bürger
Die finnische Außenministerin Elina Valtonen hat die EU-Staaten aufgerufen, die Ausstellung von Schengen-Touristenvisa an russische Bürgerinnen und Bürger vollständig zu stoppen, solange Russland seinen Krieg gegen die Ukraine fortsetzt. Die Initiative umfasst fünf konkrete Vorschläge und wird von Estland öffentlich unterstützt.
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EU einigt sich auf größtes Sanktionspaket gegen Russland – auf Wunsch Estlands wurde ein russischer Unternehmen gestrichen
Die EU-Botschafter haben sich am 7. Oktober auf ein neues Sanktionspaket gegen Russland geeinigt: 743 Personen und 826 Unternehmen stehen nun auf der Liste, die sich gegen den russischen Militär-Industrie-Komplex richtet. Auf Ersuchen Estlands wurde ein russischer Lieferant seltener Erden und eine damit verbundene Person gestrichen, um die Lieferketten des estnischen Unternehmens NPM Silmet zu schützen. Die EU-Außenminister sollen das Paket am 12. Oktober formell billigen.
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Russland führt in der Nacht zum 7. Oktober groß angelegten kombinierten Angriff auf die Ukraine
Russland hat in der Nacht zum 7. Oktober 2025 einen massiven kombinierten Luftangriff auf die Ukraine gestartet, bei dem ballistische Raketen, Marschflugkörper und über 130 Drohnen gegen Kiew und mindestens zwölf Oblaste eingesetzt wurden. Die ukrainische Luftabwehr meldete bis zum Morgen 161 abgefangene oder unterdrückte Ziele. Bei Angriffen auf zivile Ziele in mehreren Städten, darunter Pryluky, Krementschuk und Kiew, kamen nach divergierenden Angaben mindestens 11 bis 19 Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt.
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Estland: Polizei stuft Brandanschlag auf Milrem Robotics als russische Sabotage ein
Die estnische Polizeibehörde (Kapo) hat den Brandanschlag auf das Gebäude des Rüstungsunternehmens Milrem Robotics in Tallinn in der Nacht zum 15. August als Sabotageakte im Auftrag russischer Geheimdienste eingestuft. Ministerpräsident Kristen Michal erklärte am 29. September, Estland könne dies mit voller Gewissheit sagen. Drei tatverdächtige lettische Staatsbürger wurden in Lettland festgenommen und nach Estland überstellt; das Außenministerium bestellte den russischen Geschäftsträger ein. Der Kreml wies die Vorwürfe als „unbegründet“ zurück.
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Russische Drohne trifft Präsidiumsgebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Kiew
Am 28. September schlug eine russische Reaktivdrohne in das Präsidiumsgebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine im historischen Zentrum von Kiew ein. Dabei starben mindestens zwei Menschen, darunter die persönliche Assistentin des Vize-Präsidenten der Akademie, Nataliia Bukalo. Mehrere weitere Personen wurden verletzt, das Gebäude wurde großflächig beschädigt. Der ukrainische Präsident kündigte eine Antwort an, und mehrere europäische Staats- und Regierungschefs verurteilten den Angriff.
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EU verlängert Ukraine-Sanktionen um drei Jahre und streicht Usmanow und Fridman von der Liste
Der Rat der Europäischen Union hat die Sanktionen gegen Personen, die die territoriale Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine untergraben, um weitere 36 Monate bis zum 22. September 2029 verlängert. Gleichzeitig wurden die russischen Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman von der Liste gestrichen. Die Entscheidung wurde von der Ukraine scharf kritisiert; mehrere EU-Staaten wie Lettland und Estland äußerten öffentlich Unmut. Am selben Tag begnadigte der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew den Franzosen Martin Ryan, der in Aserbaidschan wegen Spionagevorwürfen inhaftiert war – Berichten zufolge im Zusammenhang mit dem französischen Drängen auf die Streichung Usmanows.
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Estland will Grenze zu Russland bei Mobilmachung sofort schließen
Der estnische Ministerpräsident Kristen Michal hat erklärt, sein Land sei bereit, die Grenze zu Russland unverzüglich zu schließen, falls Moskau eine allgemeine Mobilmachung ausruft. Die estnische Regierung hat nach eigenen Angaben ein Szenarienpapier zu einer möglichen russischen Mobilmachung geprüft. Außenminister Margus Tsahkna kommentierte das im Regierungsdokumentenregister aufgetauchte Papier ebenfalls.
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Von der Leyen kündigt gemeinsame EU-Ukraine-Raketenabwehr auf Basis von „Freyja" an
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat in ihrer Rede zur Lage der Union am 16. September angekündigt, dass die EU gemeinsam mit der Ukraine ein modulares Raketenabwehrsystem auf Basis des Projekts „Freyja" entwickeln will. Außerdem sollen nicht ausgegebene Mittel aus dem SAFE-Programm in gemeinsame Projekte mit ukrainischen Rüstungsunternehmen fließen. Die EU hatte in der Vorwoche erstmals die Beschaffung amerikanischer Patriot-PAC-3-Abfangraketen für die Ukraine genehmigt.
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Russische Drohnenangriffe nahe polnischer Grenze: Treffer an Lokomotive eines Kyiv-Warschau-Zuges
In der Nacht zum 13. September 2026 hat Russland die Region Wolyn nahe dem Grenzübergang Jahodyn-Dorohusk mit Drohnen angegriffen. Eine Drohne traf die Lokomotive eines Passagierzugs der Strecke Kyjiw–Warschau etwa zwei Kilometer vor der polnischen Grenze. Nahe dem Grenzübergang geriet eine Tankstelle in Brand, mehrere Lastwagen wurden zerstört. Verletzt wurden nach offiziellen Angaben zwei Lastwagenfahrer; im Zug selbst kam niemand zu Schaden, weil das Personal der Ukrzaliznytsia 15 Minuten vor dem Einschlag evakuiert hatte. Ein Sonderzug mit ehemaligen europäischen Spitzenpolitikern, darunter Boris Johnson und der außenpolitische Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz, Günter Sautter, hatte den Bahnhof kurz vor dem Angriff verlassen. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk berief eine Sondersitzung des Regierungszentrums für Sicherheit ein und schloss nicht aus, dass die russische Eskalation auch polnisches Territorium treffen könnte.
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Russische Drohne trifft SBU-Zentrale in Kiew – Brand und Schäden an geschütztem Kulturerbe
Am 4. September 2026 hat eine russische Drohne das zentrale Gebäude des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) auf der Wolodymyrska-Straße in Kiew getroffen, gegenüber der Sophienkathedrale. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj war die Drohne direkt auf das Büro des amtierenden SBU-Leiters Oleksandr Poklad gerichtet, der sich zum Zeitpunkt des Einschlags nicht darin aufhielt. Durch den Aufprall entstand ein Brand, der das Geschoss und die Außenwand des Gebäudes beschädigte; Verletzte und Sachschäden am benachbarten Gebäude des Nationalen Schutzgebiets „Sophia von Kiew“ wurden gemeldet.
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Leipzig-Drohnenaffäre: Deutschland weist Russland Sabotage vor und schließt Konsulate – europaweite Solidarität
Deutschland hat Russland offiziell beschuldigt, einen Sabotageakt mit einer sprengstoffbeladenen Drohne am Leipziger Flughafen verübt zu haben, und als Reaktion das russische Konsulat in Bonn sowie das „Russische Haus“ in Berlin geschlossen. Zahlreiche europäische Staaten sowie die EU solidarisierten sich mit Berlin und bestellten russische Diplomaten ein.