Veröffentlicht am · Aktualisiert:

Witkoff und Kushner erstmals in Kiew – Selenskyj benennt Anti-Ballistik als Schwachstelle der Ukraine

Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind am 6. September erstmals zu Gesprächen über ein Kriegsende in die Ukraine gereist. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte in Kiew, die USA würden die Produktion von Patriot-Raketen hochfahren, und bezeichnete die Anti-Ballistik-Fähigkeiten als Schwachstelle der Ukraine.

Das Wichtigste

  • 6. September: Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner trafen in Kiew ein – ihre erste Reise in die Ukraine für Verhandlungen über ein Kriegsende.
  • Die Gesandten waren aus Moskau angereist, wo sie laut Kreml mehr als drei Stunden mit Wladimir Putin gesprochen hatten; ein Durchbruch blieb nach Medienberichten aus.
  • Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die USA würden die Produktion von Patriot-Raketen erhöhen, und bezeichnete die Anti-Ballistik-Fähigkeiten als Schwachstelle der Ukraine.
  • Die Ukraine rechne 2027 mit gesteigerten Lieferungen von Patriot-Abfangraketen, so Selenskyj.
  • Auch Deutschland erhöhe laut Selenskyj die Patriot-Produktion im Rahmen bestehender Lizenzen und separater Vereinbarungen mit der Ukraine.
  • Selenskyj kündigte bevorstehende Treffen in Norwegen und Kanada an, um die ukrainische Fähigkeit zum Abschuss russischer Raketen zu stärken.
  • Selenskyj sagte, ukrainische Flughäfen seien bereit gewesen, die US-Delegation zu empfangen; russische Besatzer hätten den Amerikanern jedoch die Nutzung eines Flugzeugs verwehrt.

Warum es wichtig ist

Selenskyj benennt die Anti-Ballistik-Verteidigung erstmals öffentlich als zentrale Schwachstelle der Ukraine und verknüpft dies mit der Ankündigung einer gesteigerten US-Produktion von Patriot-Raketen. Der Besuch von Witkoff und Kushner in Kiew markiert nach den Moskauer Gesprächen eine direkte US-Präsenz am ukrainischen Verhandlungstisch.

Was geschehen ist

Am 6. September trafen die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew ein – ihre erste Reise in die Ukraine für Verhandlungen über ein Kriegsende. Tags zuvor hatten sie in Moskau mehr als drei Stunden mit Wladimir Putin gesprochen; der Kreml bezeichnete das Treffen als „substantiell", nach Medienberichten gab es jedoch keinen Durchbruch, und Putin beharrte auf der Forderung nach Beseitigung der „Wurzelursachen" des Krieges. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte in Kiew, die USA würden die Produktion von Patriot-Raketen erhöhen, und bezeichnete die Anti-Ballistik-Fähigkeiten als Schwachstelle der Ukraine. Er kündigte zudem bevorstehende Treffen in Norwegen und Kanada an, um die ukrainische Fähigkeit zum Abschuss russischer Raketen zu stärken.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen stellen Selenskyjs Aussagen zu den Verteidigungsbedürfnissen der Ukraine in den Mittelpunkt und betonen die Anti-Ballistik-Schwäche sowie die Aussicht auf mehr Patriot-Abfangraketen. Sie heben zudem hervor, dass Russland der US-Delegation die Nutzung eines Flugzeugs verwehrte, und rahmen dies als russische Obstruktion der diplomatischen Bemühungen.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen sind uneinheitlich darüber, in welchem Jahr die USA die Patriot-Produktion erhöhen werden: Einige Berichte sprechen von „nächstem Jahr" (im Einklang mit 2026), andere nennen 2027.

Hintergrund

Witkoff und Kushner waren nach dem Treffen mit Putin in Moskau nach Kiew weitergereist; der Kreml bezeichnete die Moskauer Gespräche als „substantiell", doch Medienberichten zufolge erzielten sie keinen Durchbruch. Separat davon wird berichtet, dass auch Deutschland die Patriot-Produktion im Rahmen bestehender Lizenzen und separater Vereinbarungen mit der Ukraine hochfährt.