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Ukrainische Drohnenangriffe treffen zwei russische Ölraffinerien in einer Nacht

In der Nacht zum 13. September 2026 haben ukrainische Drohnen zwei russische Ölraffinerien angegriffen: das Werk Slavyansk-ECO in Slavyansk-na-Kubani im Krasnodarer Land und die TANECO-Raffinerie in Nischnekamsk, Tatarstan. Beide Anlagen gerieten in Brand. Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR und der Generalstab bestätigten die Operation als Teil einer „Deep Strike“-Kampagne. In Nischnekamsk starben nach offiziellen russischen Angaben zwei Menschen, zwei weitere wurden schwer verletzt; im Krasnodarer Land wurde ein Mensch verletzt und vier Wohnhäuser beschädigt.

Das Wichtigste

  • Angriff in der Nacht zum 13. September 2026 auf die Raffinerie Slavyansk-ECO in Slavyansk-na-Kubani, Krasnodarer Land.
  • Großbrand auf dem Werksgelände; Rauch und Flammen waren nach Angaben des HUR aus Dutzenden Kilometern Entfernung sichtbar.
  • Getroffen wurden laut HUR die zentrale Erdölverarbeitungsanlage und der Tankpark des Slavyansk-ECO.
  • In derselben Nacht griffen ukrainische Drohnen auch die TANECO-Raffinerie in Nischnekamsk, Tatarstan, an; ein Tank fing Feuer.
  • Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bestätigte Angriffe auf die Raffinerien Slavyansk-ECO und TANECO.
  • In Nischnekamsk starben zwei Menschen, zwei weitere wurden schwer verletzt; im Raum Slavyansk-na-Kubani gab es nach Angaben des dortigen operativen Hauptquartiers einen Verletzten und vier beschädigte Wohnhäuser.
  • Die Operation wurde laut HUR von dessen Abteilungen für aktive Maßnahmen und unbemannte Systeme gemeinsam mit weiteren Einheiten der Verteidigungskräfte im Rahmen einer Deep-Strike-Operation ausgeführt.

Warum es wichtig ist

Mit den Angriffen auf zwei Hunderte Kilometer voneinander entfernte Raffinerien in einer einzigen Nacht demonstrieren die ukrainischen Streitkräfte die Reichweite ihrer Drohnenoperationen. Beide Anlagen sind bedeutende Treibstoffproduzenten; die Slavyansk-ECO soll nach vorliegenden Angaben auch die russischen Streitkräfte beliefern. Dass sowohl der Militärgeheimdienst HUR als auch der Generalstab die Operation öffentlich als koordinierte „Deep Strike"-Kampagne präsentieren, verleiht den Schlägen eine strategische Botschaft gegen die russische Kriegslogistik.

Was geschehen ist

In der Nacht zum 13. September 2026 führten die ukrainischen Verteidigungskräfte koordinierte Drohnenangriffe auf zwei russische Ölraffinerien aus. Laut HUR und Generalstab wurde die Raffinerie Slavyansk-ECO in Slavyansk-na-Kubani im Krasnodarer Land getroffen; dabei wurden die zentrale Erdölverarbeitungsanlage und der Tankpark des Werks beschädigt. Es entstand ein Großbrand, dessen Rauch und Flammen aus Dutzenden Kilometern Entfernung sichtbar waren. In derselben Nacht griffen ukrainische Drohnen außerdem die TANECO-Raffinerie in Nischnekamsk in der Republik Tatarstan an, wo ein Tank in Brand geriet. Der Bürgermeister von Nischnekamsk, Radmir Beljajew, sprach von einem Feuer „in einem der Unternehmen der Stadt" – vermutlich bei TANECO – und erklärte, die Produktion laufe weiter. Nach Angaben russischer Stellen starben in Nischnekamsk zwei Menschen, zwei weitere wurden schwer verletzt; ein Wohnhaus wurde beschädigt. Im Krasnodarer Land meldete das operative Hauptquartier einen Verletzten und vier beschädigte Wohnhäuser. Die Operation wurde nach ukrainischen Angaben von den HUR-Abteilungen für aktive Maßnahmen und für unbemannte Systeme gemeinsam mit weiteren Einheiten der Verteidigungskräfte im Rahmen einer Deep-Strike-Kampagne ausgeführt.

Wo die Berichte auseinandergehen

Zur jährlichen Verarbeitungskapazität der Slavyansk-ECO-Raffinerie liegen unterschiedliche Angaben vor: Eine Quelle spricht von „über 4 Millionen Tonnen pro Jahr", eine andere von „etwa 5,2 Millionen Tonnen pro Jahr". Außerdem ist die genaue Identität des in Nischnekamsk vom Brand betroffenen Unternehmens nicht offiziell bestätigt – der Bürgermeister sprach lediglich von „einem der Unternehmen der Stadt", während Medien und spätere Angaben des ukrainischen Generalstabs den Brand der TANECO-Raffinerie (Tatneft) zuordnen.

Hintergrund

Die Raffinerie in Slavyansk-na-Kubani war bereits im Juni von Drohnen angegriffen worden; damals wurde der Betrieb nach einem Brand unterbrochen. Nischnekamsk beherbergt mehrere Ölverarbeitungswerke, darunter TANECO (Tatneft), TAIF-NK und Nischnekamskneftekhim; die TANECO-Raffinerie war nach ukrainischen Angaben bereits in der Nacht zum 20. August Ziel eines ukrainischen Angriffs. Der ukrainische Generalstab wies zudem auf weitere Angriffe hin: Am 11. September wurde die Saratower Raffinerie (Rosneft) getroffen, wobei nach zusätzlicher Analyse die Primärverarbeitungsanlage ELZU-AVT-6 und ein Abschnitt der Hauptpipeline beschädigt wurden; in Millerowo, Gebiet Rostow, wurde ein Lager-, Aufbereitungs- und Startstandort für russische Kampfdrohnen getroffen.