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Berater Selenskyjs: Russland will Shahed-Drohnen mit neuer Navigation ausstatten

Der ukrainische Berater Serhij Beskrestnow sagt, Russland wolle Shahed-Drohnen und gelenkte Fliegerbomben mit einem neuen Navigationssystem namens Ariadna ausrüsten. Das System funktioniert über Funksignale von Bodenstationen und ist nach seinen Angaben unabhängig von Satelliten und robust gegen elektronische Störungen.

Das Wichtigste

  • Serhij Beskrestnow (Spitzname „Flash"), Berater des ukrainischen Präsidenten für Verteidigungstechnologie, erklärte dies am Samstag, den 19. September, in einem Facebook-Post.
  • Das System „Ariadna" soll auf Shahed-Drohnen und gelenkten Fliegerbomben (KAB) installiert werden.
  • Ariadna nutzt Signale von drei Bodenstationen mit bekannten Koordinaten und berechnet den Standort über die Signallaufzeit – ohne Satellitenverbindung.
  • Nach Beskrestnows Angaben könnten damit Ziele bis zu 100 km tief in ukrainischem Gebiet angesteuert werden.
  • Die fehlende Satellitenabhängigkeit mache das System resistent gegen elektronische Störungen.
  • Russland habe die Ariadna-Technologie bereits im Dezember 2025 öffentlich gemacht und seitdem weiterentwickelt.

Warum es wichtig ist

Sollte Ariadna tatsächlich eingesetzt werden, könnten russische Drohnen und Gleitbomben Ziele tief im ukrainischen Hinterland ansteuern, ohne auf Satellitensignale angewiesen zu sein – und wären damit deutlich schwieriger durch bisherige Störmaßnahmen auszuschalten. Die Ankündigung zeigt, wie Russland seine Angriffsdrohnen weiterentwickelt, um auf die ukrainische Störung GPS-gelenkter Munition zu reagieren. Gleichzeitig nutzt die Ukraine nach Beskrestnows Angaben selbst ähnliche Technologien bei Aufklärungsdrohnen, was den Wettlauf bei satellitenunabhängiger Navigation verdeutlicht.

Was geschehen ist

Serhij Beskrestnow, Berater des ukrainischen Präsidenten für die Entwicklung technologischer Verteidigungsrichtungen, schrieb am 19. September auf Facebook, Russland wolle seine Shahed-Drohnen und gelenkten Fliegerbomben mit einem Navigationssystem namens Ariadna nachrüsten. Das System empfängt laut Beskrestnow Signale von drei Bodenstationen mit bekannten Koordinaten und ermittelt daraus per Laufzeitmessung den eigenen Standort – ganz ohne Satellitenverbindung. Damit könnten die Drohnen und Bomben Ziele bis zu 100 km tief in ukrainischem Gebiet präzise ansteuern. Da Ariadna keine Satellitennavigation benötigt, sei es gegen elektronische Störungen resistent.

Hintergrund

Nach Beskrestnows Darstellung hat Russland die Ariadna-Technologie bereits im Dezember 2025 öffentlich vorgestellt und das Projekt seitdem weitergeführt. Bereits 2022 habe Russland bei Zala-Drohnen auf eine beacons-basierte Navigation gesetzt. Die Ukraine nutze selbst ähnliche Bodenfunk-Navigation für Aufklärungsdrohnen. Als vielversprechendste Richtung satellitenunabhängiger Drohnennavigation nannte Beskrestnow die Orientierung über Inhomogenitäten des Erdmagnetfelds – eine Technologie, an der führende Weltkonzerne arbeiteten, die aber noch nicht serienreif sei.