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Rat der Kirchen ruft Papst Leo XIV. wegen Hungerkrise im besetzten Oleschky an

Der Allukrainische Rat der Kirchen und religiösen Organisationen hat sich an Papst Leo XIV., den Ökumenischen Rat der Kirchen, die Weltweite Evangelische Allianz und weitere religiöse Führer sowie Menschenrechtsorganisationen gewandt, um auf die kritische humanitäre Lage im russisch besetzten Oleschky in der Oblast Cherson aufmerksam zu machen. Der Rat rief zudem UN-Mitgliedstaaten und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz auf, eine humanitäre Mission und die Evakuierung der verbliebenen Zivilbevölkerung auf von der Ukraine kontrolliertes Gebiet zu ermöglichen.

Das Wichtigste

  • Mehr als 6.000 Menschen, darunter etwa 200 Kinder, sollen sich nach Schätzungen in der Stadt aufhalten.
  • Lebensmittellieferungen haben die Stadt seit Ende Mai 2026 nicht mehr erreicht; die UN-Menschenrechtsmission registrierte bis mindestens 24. Juni keine Lieferungen.
  • Die kritische Infrastruktur gilt als faktisch zerstört, Strom- und Gasversorgung fehlen, Bewohner sind unter Beschuss und Drohnenangriffen.
  • Russische Streitkräfte hindern Zivilisten laut Berichten am Verlassen der Stadt.
  • Der ukrainische Ombudsmann Dmytro Lubinets sagt, Russland bestätige seit Längerem nicht die Bereitschaft zu einer humanitären Evakuierungsmission.
  • Außenminister Andrii Sybiha hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, Zugang und Evakuierung sicherzustellen.
  • 2023 wurde Oleschky nach der Sprengung des Kachowka-Staudamms durch russische Kräfte großflächig überflutet.

Warum es wichtig ist

Ein ukrainisches religiöses Gremium wendet sich direkt an den Papst und die UN und schildert Oleschky als unmittelbar bevorstehende Hungerkrise. Russland wird Berichten zufolge als Hindernis für eine Evakuierung benannt. Der Fall verbindet zerstörte Infrastruktur, ausgebliebene Lieferungen seit Monaten und anhaltende Beschüsse und wirft die Frage auf, ob internationaler humanitärer Zugang zu besetztem Gebiet durchgesetzt werden kann.

Was geschehen ist

Der Allukrainische Rat der Kirchen und religiösen Organisationen erklärte, in dem russisch besetzten Oleschky in der Oblast Cherson herrsche eine kritische humanitäre Lage. Nach Schätzungen halten sich dort mehr als 6.000 Menschen auf, darunter etwa 200 Kinder; sie haben keinen ausreichenden Zugang zu Lebensmitteln, Trinkwasser, Medikamenten und sonstiger Hilfe. Lebensmittellieferungen erreichten die Stadt nach UN-Angaben seit dem 26. Mai nicht mehr, zuletzt registrierte die UN-Menschenrechtsmission bis mindestens 24. Juni keine Lieferungen. Die kritische Infrastruktur gilt als faktisch zerstört, Strom- und Gasversorgung fehlen, zudem liegt die Stadt nahe der Kampfzone, sodass Zivilisten unter Beschuss und Drohnenangriffen stehen. Russische Streitkräfte hindern Einwohner Berichten zufolge am Verlassen der Stadt. Der Rat wandte sich an Papst Leo XIV., den Ökumenischen Rat der Kirchen, die Weltweite Evangelische Allianz, weitere religiöse Führer und Menschenrechtsorganisationen mit der Bitte, eine Hungersnot zu verhindern, und rief zugleich UN-Mitgliedstaaten sowie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz auf, eine humanitäre Mission und Evakuierung auf von der Ukraine kontrolliertes Gebiet zu ermöglichen. Der ukrainische Ombudsmann Dmytro Lubinets erklärte, Russland bestätige seit Längerem nicht die Bereitschaft zu einer solchen Mission; Außenminister Andrii Sybiha forderte die internationale Gemeinschaft auf, Zugang und Evakuierung zu sichern.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die ukrainischen Quellen – ein Medium und eine Agentur – stellen den Aufruf des Kirchenrates an den Papst und an internationale religiöse und humanitäre Gremien in den Mittelpunkt. Sie betonen Russlands Rolle bei der Blockade einer Evakuierung und bei der Entstehung der Krise und stützen sich dabei auf Aussagen des Ombudsmanns Dmytro Lubinets und von Außenminister Andrii Sybiha. Als Hintergrund heben sie die zerstörte Infrastruktur sowie die Folgen der Sprengung des Kachowka-Staudamms im Jahr 2023 hervor und verwenden das Bild einer besetzten Geisterstadt.

Wo die Berichte auseinandergehen

Artikel 27520 stellt den Appell vor allem als Bitte an den Papst dar, Oleschky vor dem Verhungern zu retten; Artikel 27575 rahmt ihn breiter als Aufruf an den Papst, alle verfügbaren Möglichkeiten zu nutzen, und betont zugleich das parallele Ersuchen des Kirchenrates an die UN und das IKRK um eine humanitäre Mission und Evakuierung.

Hintergrund

Oleschky liegt nahe der Frontlinie in der Oblast Cherson und steht unter russischer Besetzung. 2023 wurde die Stadt nach der Sprengung des Kachowka-Staudamms durch russische Kräfte großflächig überflutet. Die kritische Infrastruktur, einschließlich Strom- und Gasversorgung, gilt als faktisch zerstört. Die UN-Menschenrechtsmission in der Ukraine erklärte, vom 26. Mai bis mindestens 24. Juni seien keine Lebensmittellieferungen in die besetzte Stadt gelangt.