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Russland erweitert Alabuga-Volokno: bis zu 28.000 zusätzliche Drohnen pro Jahr bis 2029 möglich

Russland baut die Carbonfaser-Fabrik Alabuga-Volokno in Tatarstan aus, den einzigen russischen Hersteller von Carbonfasern für Langstrecken-Drohnen. Internen Rosatom-Dokumenten zufolge soll die Anlage bis 2029 zusätzlich 500 Tonnen militärisch genutzter Aerospace-Carbonfasern pro Jahr produzieren – genug für schätzungsweise 28.000 weitere Drohnen jährlich, was einer Ausweitung der einschlägigen Produktionskapazität um rund 78 Prozent entspricht.

Das Wichtigste

  • Bis 2029 sollen laut internen Rosatom-Dokumenten jährlich 500 Tonnen militärische Aerospace-Carbonfaser zusätzlich produziert werden.
  • Experten schätzen, dass diese Kapazität rund 28.000 zusätzliche Drohnen pro Jahr ermöglichen könnte – ein Zuwachs von etwa 78 Prozent gegenüber dem heutigen Stand.
  • Russland produziert derzeit mehr als 36.000 Shahed/Geran-Drohnen pro Jahr.
  • Alabuga-Volokno in der Sonderwirtschaftszone Alabuga (Tatarstan) ist der einzige russische Hersteller von Carbonfasern für Rümpfe von Langstrecken-Drohnen.
  • Hauptprodukt der neuen Anlage ist die Aerospace-Carbonfaser Sorte UMT42S-3K; Satellitenbilder von Mai bis Juli zeigen Rodungsarbeiten neben dem bestehenden Werk.
  • Alabuga-Volokno und seine Muttergesellschaft UMATEX (Rosatom-Sparte für moderne Werkstoffe) stehen unter Sanktionen der USA, Großbritanniens und weiterer westlicher Staaten.
  • Anfang September 2026 tauchten Hinweise auf geheime Rohstofflieferungen des chinesischen Unternehmens Jilin Chemical Fiber Group auf, bei denen chemische Vorprodukte als zivile Materialien deklariert wurden.

Warum es wichtig ist

Alabuga-Volokno ist ein zentraler Engpass in Russlands Drohnen-Produktionskette: Der einzige russische Hersteller der Carbonfaser, die in den Rümpfen von Langstrecken-Drohnen verbaut wird, wird ausgebaut. Gelingt das Vorhaben, könnte Russland seine ohnehin schon über 36.000 Shahed/Geran-Drohnen pro Jahr um schätzungsweise 28.000 weitere Einheiten aufstocken – eine deutliche Steigerung seiner Fähigkeit, ukrainische Städte anzugreifen. Dass das Werk und seine Muttergesellschaft UMATEX bereits unter US-, britischen und weiteren westlichen Sanktionen stehen, wirft zugleich Fragen nach den Finanzierungs- und Beschaffungswegen auf – etwa über die dokumentierten verdeckten Lieferungen aus China.

Was geschehen ist

Russland baut die Alabuga-Volokno-Fabrik in der Sonderwirtschaftszone Alabuga in Tatarstan aus, die zur Rosatom-Sparte UMATEX gehört. Wie aus internen Rosatom-Dokumenten hervorgeht, die vom ukrainischen Center for Security and Cooperation (UCCS) gesammelt und von der ukrainischen Regierung sowie dem US-Repräsentantenhaus-Sonderausschuss zu China auf ihre Echtheit geprüft wurden, soll das Werk bis 2029 zusätzlich 500 Tonnen militärisch nutzbare Aerospace-Carbonfaser pro Jahr herstellen. Hauptprodukt der neuen Anlage ist die Sorte UMT42S-3K. Satellitenaufnahmen von Mai bis Juli bestätigen, dass Flächen neben dem bestehenden Werk für den Neubau gerodet werden. Fachleute schätzen, dass die zusätzliche Kapazität die Produktion von rund 28.000 weiteren Drohnen pro Jahr erlauben würde – ein Zuwachs von etwa 78 Prozent gegenüber der bisherigen einschlägigen Produktionskapazität, die heute bereits bei mehr als 36.000 Shahed/Geran-Drohnen jährlich liegt. Anfang September 2026 wurden zudem Hinweise auf geheime Rohstofflieferungen des chinesischen Unternehmens Jilin Chemical Fiber Group bekannt, bei denen chemische Vorprodukte für die Carbonfaserherstellung als zivile Materialien deklariert waren. UMATEX-CEO Oleksandr Tyunin war bereits im September 2025 in der Region Moskau tot aufgefunden worden; neben der Leiche wurden ein Jagdgewehr und ein Abschiedsbrief mit Hinweis auf eine langjährige Depression gefunden.

Hintergrund

Alabuga-Volokno gehört zur Rosatom-Sparte UMATEX für moderne Werkstoffe und produziert in der Sonderwirtschaftszone Alabuga in Tatarstan, in der nach Berichten auch unterirdische Fertigungsanlagen für Kampfdrohnen entstehen. Der Ausbau konzentriert sich auf eine neue Sorte Aerospace-Carbonfaser (UMT42S-3K); Satellitenbilder von Mai bis Juli zeigen die Vorbereitung des Baufelds neben der bestehenden Anlage. Die zentralen internen Rosatom-Dokumente wurden vom ukrainischen Center for Security and Cooperation (UCCS) zusammengetragen; ihre Echtheit wurde nach Angaben der ukrainischen Regierung und des US-Sonderausschusses zu China im Repräsentantenhaus bestätigt. UMATEX-CEO Oleksandr Tyunin war im September 2025 in der Region Moskau verstorben; ein Jagdgewehr und ein Abschiedsbrief mit Hinweis auf eine langjährige Depression wurden bei ihm gefunden.