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Ukraine meldet 300 ausgeschaltete Schiffe der russischen Schattenflotte in 11 Wochen

Die ukrainischen Streitkräfte der unbemannten Systeme haben nach eigenen Angaben im Rahmen der Operation MoLoChKa 300 Schiffe der russischen Schattenflotte außer Gefecht gesetzt. Die seit dem 6. Juli laufende Operation erstreckt sich auf das Schwarze Meer und das Asowsche Meer. Die Kommandostelle veröffentlichte die Bilanz am Dienstag, den 21. September.

Das Wichtigste

  • Operation MoLoChKa läuft seit dem 6. Juli und dauert damit 11 Wochen an.
  • 300 Schiffe der russischen Schattenflotte wurden ausgeschaltet, davon 166 im Schwarzen Meer und 134 im Asowschen Meer.
  • Die Ergebnisse wurden am Dienstag, den 21. September, vom Pressedienst der Streitkräfte der unbemannten Systeme veröffentlicht.
  • Kommandeur Robert „Madyar" Brovdi gab die Zahlen über Facebook bekannt.
  • Die Schattenflotte wird mit der Umgehung von Sanktionen und dem Transport von Öl in Verbindung gebracht.
  • Parallel läuft seit dem 6. Juli die separate Operation „Krimskyj rubyľnyk off".
  • Nach Angaben von Brovdi sind das Asowsche Meer und die Meerenge von Kertsch blockiert; im Nordosten des Schwarzen Meeres gilt ein „wir schlüpfen schon durch"-Regime.

Warum es wichtig ist

Die Bilanz markiert einen Meilenstein in einer andauernden ukrainischen Kampagne, die sich gegen die maritime Logistik Russlands richtet. Sie zeigt die Fähigkeit der noch jungen Streitkräfte der unbemannten Systeme, über Wochen hinweg einen wiederkehrenden Kostendruck aufzubauen. Da die Schattenflotte Öl und sanktionsumgangene Güter transportiert, trifft die Operation eine Einnahmequelle des russischen Krieges.

Was geschehen ist

Die ukrainischen Streitkräfte der unbemannten Systeme (Сили безпілотних систем, СБС) gaben bekannt, dass sie im Rahmen der Operation MoLoChKa innerhalb von 11 Wochen 300 Schiffe der russischen Schattenflotte ausgeschaltet haben. Davon entfallen 166 auf das Schwarze Meer und 134 auf das Asowsche Meer. Die Operation begann am 6. Juli und ist nach Angaben der Kommandostelle weiterhin im Gange. Kommandeur Robert „Madyar" Brovdi veröffentlichte die Zahlen am Dienstag, den 21. September, über Facebook. Nach seinen Angaben bleibt das Asowsche Meer zusammen mit der Meerenge von Kertsch blockiert; im nördlichen und nordöstlichen Teil des Schwarzen Meeres operieren Schiffe demnach in einem „wir-schlüpfen-schon-durch"-Regime. Parallel zur Operation MoLoChKa führen die Streitkräfte der unbemannten Systeme seit dem 6. Juli die separate Kampagne „Krimskyj rubyľnyk off" durch; bis zum 10. September seien dabei 374 Energieknoten auf der Krim und in anderen besetzten Gebieten attackiert worden.

Wie internationale Quellen darüber berichten

Die einzige nicht-ukrainische Quelle (APA, Aserbaidschan, auf Englisch) berichtet denselben Meilenstein, verzichtet aber auf die Nennung der Operation MoLoChKa und des Kommandeurs. Der Fokus liegt auf dem Ergebnis und dem Ziel – der russischen Schattenflotte – und nicht auf der verantwortlichen ukrainischen Einheit. Damit fällt die internationale Rahmung nüchterner aus und blendet die institutionelle Eigenmarke der ukrainischen Berichterstattung aus.

Hintergrund

Die Operation MoLoChKa wurde von Kommandeur Robert „Madyar" Brovdi angekündigt und begann am 6. Juli; die 11-Wochen-Bilanz wurde am Dienstag, den 21. September, veröffentlicht. Russlands sogenannte Schattenflotte bezeichnet Schiffe, die zur Umgehung von Sanktionen sowie zum Transport von Öl und anderen Gütern eingesetzt werden.