Veröffentlicht am · Aktualisiert:

Ukraine meldet 38 neue Drohnenschläge gegen Energieinfrastruktur in Russland und besetzten Gebieten

Der Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme, Robert „Madyar" Brovdi, hat am 23. September 38 weitere Treffer auf Energieknoten in Russland und auf besetztem Gebiet im Rahmen der Operation „Crimean Switch off" gemeldet. Seit dem 6. Juli seien damit insgesamt 412 Energieknoten ausgeschaltet worden.

Das Wichtigste

  • 38 Energieknoten in Russland und besetzten Gebieten am 23. September getroffen
  • Seit 6. Juli insgesamt 412 Energieknoten im Rahmen der Operation ausgeschaltet
  • 10 Energieobjekte in der Krim in der zweiten Septemberdekade getroffen
  • 9 Objekte im besetzten Teil der Oblast Donezk, 13 in der besetzten Oblast Luhansk getroffen
  • Je 1 Objekt in den Oblasten Charkiw und Saporischschja getroffen, 4 Objekte auf russischem Staatsgebiet
  • Im Krim-Gebiet unter anderem Gasverteilungseien in Bachtschyssaraj-2, Bilohirsk und Hornostaivka getroffen
  • Parallel läuft die Operation MoLоЧКа gegen Russlands Schattenflotte – laut Angaben 300 Schiffe getroffen

Warum es wichtig ist

Die Meldung markiert eine anhaltende Ausweitung der ukrainischen Drohnenkampagne gegen russische Energieinfrastruktur und unterstreicht die Reichweite der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme. Die Treffer auf der Krim und in mehreren besetzten Oblasts treffen Logistik und Versorgung der russischen Besatzungstruppen direkt.

Was geschehen ist

Am 23. September meldete Robert „Madyar" Brovdi, Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme, 38 Treffer auf Energieknoten in Russland und auf besetztem Gebiet im Rahmen der Operation „Crimean Switch off". Allein in der zweiten Septemberdekade wurden demnach 10 Energieobjekte auf der Krim, 9 im besetzten Teil der Oblast Donezk, 13 in der besetzten Oblast Luhansk und 4 auf russischem Staatsgebiet getroffen, dazu je ein Objekt in den Oblasten Charkiw und Saporischschja. Auf der Krim waren unter anderem die Gasverteilungseien Orliwka, Bachtschyssaraj-2, Bilohirsk, Kyr-Bailar, Kholmivka, Hornostaivka, Klepinine, Islam-Terek und die Kompressorstation Tasunove betroffen. Insgesamt seien seit dem 6. Juli 412 Energieknoten im Rahmen der Operation ausgeschaltet worden. Parallel läuft nach Angaben der Streitkräfte die Operation MoLоЧКа gegen die russische Schattenflotte im Asowschen Meer, in der Meerenge von Kertsch und im Schwarzen Meer, bei der laut Bericht bereits 300 Schiffe getroffen wurden.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die Berichterstattung in beiden ukrainischen Quellen stellt die Operation als systematisches, namentlich benanntes Vorhaben der Streitkräfte für unbemannte Systeme dar. Hervorgehoben werden die geografische Breite – Krim, besetzte Teile der Oblaste Donezk, Luhansk, Charkiw und Saporischschja sowie russisches Kernland – und die kumulierte Bilanz, um die Reichweite der ukrainischen Drohnenkampagne zu unterstreichen. Der Kommandeur Robert „Madyar" Brovdi steht im Mittelpunkt der Darstellung.

Hintergrund

Die Operation „Crimean Switch off" läuft seit dem 6. Juli; bis zum 22. September wurden nach offiziellen Angaben 412 Energieknoten ausgeschaltet. Bereits am 22. August hatte Brovdi 27 Energieknoten auf der Krim und im Süden der besetzten Gebiete binnen sechs Tagen gemeldet. Parallel dazu führt die Ukraine die Operation MoLоЧКа gegen die russische Schattenflotte im Asowschen Meer und in der Meerenge von Kertsch. Der private Drohnenhersteller Fire Point erklärte am 22. September, in den vergangenen drei Monaten über 100 russische Militärziele auf der besetzten Krim mit FP-2-Drohnen getroffen zu haben, darunter Energieinfrastruktur, Militärlager und Brücken.