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Dänischer Geheimdienst warnt vor verstärkten russischen Hybridangriffen und möglichen Militärschlägen gegen NATO-Staaten

Der dänische Militärgeheimdienst hat am 24. September eine Bedrohungsbewertung veröffentlicht, laut der Russland in den kommenden Monaten seine hybride Kriegsführung gegen den Westen und die NATO intensivieren wird. Zugleich schätzt der Dienst das Risiko eines begrenzten Militärschlags gegen einen NATO-Staat an der östlichen Flanke als „gering, aber wachsend" ein. Die dänische Zivilschutzbehörde hob daraufhin die Cyberbedrohungsstufe an.

Das Wichtigste

  • Dänischer Militärgeheimdienst (FE) veröffentlichte am 24. September 2026 seine Bedrohungsbewertung.
  • FE-Chef Thomas Arenkiel sieht „geringe, aber wachsende" Risiken eines begrenzten russischen Militärschlags gegen einen NATO-Staat an der Ostflanke – möglicherweise als „false flag"-Operation.
  • Ziele könnten Infrastruktur sein, die die Ukraine unterstützt, mit Drohnen oder Marschflugkörpern, auch unter Verwendung ukrainischer Drohnen.
  • Russland fokussiert hybride Angriffe auf die Rüstungsindustrie, auf Unternehmen mit Ukraine-Bezug und auf die Störung von Hilfslieferungen nach Kiew.
  • FE warnt vor möglichen Anschlägen oder Sabotage auf Fahrzeuge auf dem Weg in die oder aus der Ukraine.
  • Dänemarks Zivilschutzbehörde (CFCS) hob die Warnstufe für „destruktive Cyberangriffe" von mittel auf hoch und teilte mit, Hinweise auf konkrete Sabotagepläne gegen Dänemark zu haben.
  • Verteidigungsminister Jeppe Bruus erklärte, die Sicherheitslage sei ernster als zuvor; Dänemark werde seine Ukraine-Unterstützung fortsetzen.

Warum es wichtig ist

Ein NATO-Mitgliedsstaat warnt öffentlich vor einer wachsenden Wahrscheinlichkeit russischer hybrider und möglicher militärischer Aktionen gegen andere NATO-Länder – einschließlich Angriffen auf Infrastruktur und Logistik, die der Ukraine-Unterstützung dienen. Die dänische Cyberwarnstufe wurde erhöht, und der Geheimdienst spricht von Hinweisen auf konkrete Sabotagepläne. Damit wird signalisiert, dass die Unterstützung Kiews Vergeltungshandlungen auf NATO-Boden auslösen kann.

Was geschehen ist

Am 24. September 2026 veröffentlichte der dänische Militärgeheimdienst (Forsvarets Efterretningstjeneste, FE) eine neue Bedrohungsbewertung. FE-Chef Thomas Arenkiel erklärte, Russland werde in den kommenden Monaten seine hybride Kriegsführung gegen den Westen und die NATO mit höherer Frequenz und schwerwiegenderen Folgen intensivieren. Er sah ein „geringes, aber wachsendes" Risiko eines begrenzten russischen Militärschlags gegen einen NATO-Staat an der östlichen Flanke, nannte das betroffene Land nicht und schloss Dänemark aus. Solche Operationen könnten demnach als False-Flag-Aktion mit Drohnen oder Marschflugkörpern gegen ukrainierelevante Infrastruktur erfolgen, auch unter Verwendung ukrainischer Drohnen. Russland konzentriere seine Angriffe auf die Rüstungsindustrie und auf Unternehmen, die die Ukraine unterstützen, sowie auf die Störung von Hilfslieferungen nach Kiew; auch Anschläge oder Sabotage auf Fahrzeuge Richtung oder aus der Ukraine seien möglich. Verteidigungsminister Jeppe Bruus sagte, die Sicherheitslage sei ernster als zuvor, und bekräftigte die fortgesetzte Unterstützung Dänemarks für die Ukraine. Die dänische Zivilschutzbehörde hob daraufhin die Cyberbedrohungsstufe für „destruktive Cyberangriffe" von mittel auf hoch und erklärte, sie halte solche Angriffe gegen Dänemark für wahrscheinlich; sie verfüge über Hinweise auf konkrete Sabotagepläne und sehe ein besonders hohes Risiko durch Malware, die auf Datenvernichtung oder Störung operativer Technologien abzielt.