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Rutte warnt vor „gefährlichster Sicherheitslage seit einer Generation" und fordert Europa zu höheren Verteidigungsausgaben auf

NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat bei einem Besuch im Vereinigten Königreich erklärt, die Allianz stehe vor der gefährlichsten und komplexesten Sicherheitslage seit einer Generation. Er rief Großbritannien und andere europäische Bündnispartner auf, ihre Verteidigungsfähigkeiten auszubauen, und verwies auf das neue NATO-Ziel von 3,5 % des BIP bis 2035. Zugleich sagte Rutte, die jüngsten russischen Feindseligkeiten zeigten, dass Russland sich auf dem Weg zur Niederlage befinde und zwingen die NATO, die Ukraine stärker zu unterstützen.

Das Wichtigste

  • NATO-Generalsekretär Mark Rutte bezeichnete die aktuelle Sicherheitslage als die gefährlichste und komplexeste, mit der die Allianz seit einer Generation konfrontiert ist.
  • Rutte hielt die Rede während eines Besuchs im Vereinigten Königreich am Ditchley Park in Oxfordshire.
  • Rutte traf in Oxford mit dem britischen Premierminister Andy Burnham zusammen – es war ihr erstes persönliches Treffen; Inhalte wurden nicht öffentlich gemacht.
  • Er rief Großbritannien und andere europäische NATO-Staaten zu höheren Verteidigungsausgaben auf: „more Britain and more Europe".
  • Das neue NATO-Ziel sind 3,5 % des BIP für Verteidigung bis 2035; Großbritannien plant bislang nur eine Anhebung auf 2,7 % des BIP bis Ende des kommenden Jahrzehnts.
  • Laut Schätzung von The Guardian würde das Erreichen des 3,5-%-Ziels für Großbritannien rund 30 Mrd. Pfund an zusätzlichen realen Verteidigungsausgaben erfordern.
  • Rutte erklärte, die jüngsten russischen Angriffe gegen die Ukraine und NATO-Mitglieder zeigten, dass Russland sich auf dem Weg zur Niederlage befinde; die Allianz werde sich nicht einschüchtern lassen und die Unterstützung der Ukraine verstärken.

Warum es wichtig ist

Rutte verband die Warnung vor einer verschärften Bedrohungslage mit der Ankündigung, die NATO werde ihre Unterstützung für die Ukraine ausweiten, da Russland sich durch seine Eskalation zunehmend in die Defensive manövriere. Mit der Forderung nach 3,5 % des BIP bis 2035 setzte er die europäischen Bündnispartner – insbesondere Großbritannien – unter unmittelbaren finanziellen Druck, ihre nationalen Pläne deutlich nachzubessern.

Was geschehen ist

Während eines Besuchs im Vereinigten Königreich hielt NATO-Generalsekretär Mark Rutte am 17. September 2026 eine Rede am Ditchley Park in Oxfordshire. Er erklärte, die Allianz stehe vor der gefährlichsten und komplexesten Sicherheitslage seit einer Generation, und forderte Großbritannien sowie andere europäische NATO-Staaten auf, ihre Verteidigungsfähigkeiten erheblich auszubauen. Er verwies auf das auf dem NATO-Gipfel in Den Haag 2025 vereinbarte Ziel, die Verteidigungsausgaben bis 2035 auf 3,5 % des BIP zu erhöhen. Zugleich traf er in Oxford mit dem britischen Premierminister Andy Burnham zu deren erstem persönlichen Gespräch zusammen; über Inhalte wurde nichts mitgeteilt. Rutte sagte ferner, die jüngsten russischen Angriffe gegen die Ukraine und Bündnismitglieder zeigten, dass Russland auf dem Weg zur Niederlage sei; die Allianz werde sich nicht einschüchtern lassen und ihre Hilfe für die Ukraine verstärken.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Alle fünf herangezogenen Quellen sind ukrainischsprachig und stellen den Besuch Ruttes einheitlich als Signal dar, dass die NATO angesichts russischer Feindseligkeiten ihre Unterstützung für die Ukraine ausweiten werde. Die ukrainische Berichterstattung verbindet die Warnung vor der „gefährlichsten Sicherheitslage seit einer Generation" regelmäßig mit Ruttes Aussage, Russland befinde sich auf dem Weg zur Niederlage, und betont so Entschlossenheit statt Bedrohung. Die Schlagzeilen rücken die Forderung an Europa und die Zusage weiterer Ukraine-Hilfe in den Vordergrund; das 3,5-%-Verteidigungsziel, das Treffen mit dem britischen Premierminister und Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte treten in der Überschrift eher zurück.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die gelieferten Fakten benennen den britischen Premierminister, den Rutte in Oxford traf, als Andy Burnham; andere Tatsachen in derselben Materialsammlung bezeichnen Keir Starmer als früheren Premierminister und beschreiben Burnham als jemanden, der John Healey einen Monat später zum Schatzkanzler ernannt habe. Diese Angaben widersprechen sich und lassen sich nicht mit dem in den Materialien angegebenen zeitlichen Ablauf in Einklang bringen.

Hintergrund

Das 3,5-%-Verteidigungsziel wurde beim NATO-Gipfel in Den Haag 2025 auf Drängen der USA vereinbart. Großbritannien plant bisher nur eine Anhebung der Verteidigungsausgaben auf 2,7 % des BIP bis Ende des kommenden Jahrzehnts; Schätzungen zufolge würde das Erreichen von 3,5 % zusätzliche reale Ausgaben von rund 30 Mrd. Pfund erfordern. Deutschland wird Großbritannien bei den NATO-Verteidigungsausgaben voraussichtlich bis 2029 überholen, mit einem dann doppelt so hohen Militärbudget. In der Nacht zum 15. September schossen NATO-Jagdflugzeuge erstmals eine Drohne unbekannten Typs über Litauen ab, die aus belarussischem Luftraum eingedrungen war; der litauische Präsident Gitanas Nausėda äußerte die Vermutung, solche Drohnen könnten absichtlich in den baltischen Luftraum abgelenkt werden.