Russischer Angriff auf Odessa: Krankenhaus, Schule und Wohnhäuser beschädigt
In der Nacht zum 24. September hat Russland einen massiven kombinierten Angriff auf Odessa und die Oblast Odessa geflogen. Dabei wurden ein Krankenhaus, eine Schule, Wohnhäuser, ein Einkaufszentrum und Lebensmittellager beschädigt. Zwei Menschen wurden verletzt. Die ukrainische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Kriegsverbrechen.
Das Wichtigste
- Russische Streitkräfte führten in der Nacht zum 24. September einen massiven kombinierten Angriff auf Odessa und die Oblast Odessa durch.
- Ein Krankenhaus – das Diagnostische Zentrum des Städtischen Krankenhauses Nr. 1 – wurde am Dach und im Obergeschoss beschädigt; rund 200 m² Verglasung, Innentüren und Fenster wurden zerstört.
- Eine Schule (Gymnasium) sowie mehrere Wohnhäuser in Odessa wurden in Mitleidenschaft gezogen, Fenster wurden herausgeweht.
- Das bereits zuvor getroffene Einkaufszentrum „Nova Linija" und ein zehnstöckiges Nichtwohngebäude gerieten in Brand; auch Lebensmittellager und Fahrzeuge wurden beschädigt.
- Zwei Menschen wurden nach Angaben der Gebietsverwaltung Odessa verletzt; der Leiter der Stadtverwaltung Odessa, Serhij Lysak, hatte zunächst keine Verletzungen gemeldet.
- Die Staatsanwaltschaft der Oblast Odessa untersucht den Angriff als Kriegsverbrechen; operative Stäbe zur Hilfeleistung wurden eingerichtet.
- Die Luftwaffe der Ukraine meldete den Angriff als Teil eines landesweiten Schlags mit Iskander- und Zirkon-Raketen sowie 282 Drohnen, dessen Hauptrichtungen die Oblaste Odessa und Kiew waren.
Warum es wichtig ist
Der Angriff traf direkt zivile Sozialinfrastruktur in einer Großstadt der Ukraine: ein Krankenhaus, eine Schule, Wohnhäuser und ein Einkaufszentrum. Teile des Städtischen Krankenhauses Nr. 1 sind bis mindestens 28. September außer Betrieb; zwei Menschen wurden verletzt. Die ukrainische Staatsanwaltschaft hat wegen des Schlags ein Kriegsverbrechen-Verfahren eingeleitet. Gleichzeitig war die Attacke nach Angaben der Luftwaffe Teil eines landesweiten nächtlichen组合-Angriffs mit Iskander- und Zirkon-Raketen sowie 282 Drohnen, dessen Hauptrichtungen die Oblaste Odessa und Kiew waren.
Was geschehen ist
In der Nacht zum Donnerstag, dem 24. September, haben russische Streitkräfte Odessa und die Oblast Odessa mit einem als „massiv" und „kombiniert" beschriebenen Schlag angegriffen. Nach übereinstimmenden Berichten ukrainischer Behörden und Medien wurde das Dach sowie ein Teil des Obergeschosses des Diagnostischen Zentrums des Städtischen Krankenhauses Nr. 1 beschädigt; die Druckwelle zertrümmerte rund 200 m² Verglasung, Innentüren und Fenster. Auch ein Gymnasium in Odessa erlitt Schäden, Fenster wurden herausgeweht. Mehrere Wohnhäuser in der Stadt wurden beschädigt, wobei die Angaben zu den genauen Zahlen auseinandergehen. Das bereits zuvor getroffene Einkaufszentrum „Nova Linija" sowie ein zehnstöckiges Nichtwohngebäude gerieten in Brand; Lebensmittellager und Autos wurden ebenfalls beschädigt. Die Gebietsverwaltung Odessa meldete zwei Verletzte; der Leiter der Stadtverwaltung Odessa, Serhij Lysak, hatte in einer ersten Mitteilung erklärt, es gebe keine Verletzten. An den Einsatzorten wurden operative Stäbe eingerichtet, Rettungsdienste und Kommunalarbeiter waren im Einsatz. Die Staatsanwaltschaft der Oblast Odessa ermittelt gegen den Angriff als Kriegsverbrechen Russlands.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Die gesamte Berichterstattung stammt ausschließlich aus ukrainischen Medien und Agenturen. Sie rahmen den Angriff einheitlich als russischen Beschuss ziviler Infrastruktur. Als maßgebliche Stimmen treten die lokalen Behördenleiter auf – der Chef der Stadt-Militärverwaltung Odessa, Serhij Lysak, und der Leiter der Oblast-Militärverwaltung, Oleh Kiper. Mehrere Outlets bezeichnen den Schlag ausdrücklich als Kriegsverbrechen Russlands und weisen auf das entsprechende Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft der Oblast Odessa hin. Ein Schwerpunkt der Berichterstattung liegt auf den Treffern bei sozialer Infrastruktur (Krankenhaus, Schule, Wohnhäuser) und auf der humanitären Reaktion, einschließlich operativer Stäbe, kommunaler Aufräumarbeiten sowie der Hilfsprogramme „yeVidnovlennya" und „Nezlamna Odesa" für Betroffene.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die anfänglichen Aussagen des Leiters der Stadt-Militärverwaltung Odessa, Serhij Lysak, sprachen von keinen Verletzten; der Leiter der Oblast-Militärverwaltung, Oleh Kiper, sowie der Staatliche Notdienst meldeten später zwei Verletzte im Zusammenhang mit dem Angriff auf die Oblast Odessa. Separat davon divergieren die Angaben zur Zahl der Wohnhäuser in Odessa, deren Fenster herausgeweht wurden: die Stadt-Militärverwaltung nennt 10 Gebäude sowie eine Schule, der Staatliche Notdienst spricht von 4 Wohnhäusern, andere Berichte führen 17 private Häuser im Kiewer Stadtteil von Odessa an.
Hintergrund
Odessa wird im Verlauf des russischen Angriffskriegs immer wieder Ziel russischer Schläge. In einer separaten nächtlichen Attacke auf die Oblast Odessa am 23. September wurde ein unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrendes Frachtschiff beschädigt; der ukrainische Kapitän kam dabei ums Leben. Bereits in der Nacht zum 21. September hatte Russland ein Silpo-Verteilzentrum in Odessa getroffen. Beim Angriff am 24. September kamen nach ukrainischen Angaben sogenannte „Banderol"-Marschflugkörper kleinen Kalibers zum Einsatz; die Luftwaffe hatte zuvor vor diesen Raketen sowie vor Drohnen im Schwarzen Meer gewarnt.