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FirePoint kündigt erste Kampf Tests des europäischen Anti-Ballisticarmaturen-Systems Freyja für Mitte 2027 an

Iryna Terekh, CEO des ukrainischen Verteidigungsunternehmens FirePoint, hat auf einem Verteidigungs- und Weltraumgipfel in Brüssel angekündigt, dass der erste Abschuss eines ballistischen Ziels durch das europäische Anti-Ballisticarmaturen-System Freyja für Mitte 2027 geplant ist. Freyja soll als Alternative zum US-amerikanischen Patriot-System dienen und wird unter Verwendung realer Kampfdaten aus der Ukraine entwickelt.

Das Wichtigste

  • CEO Iryna Terekh stellte das Projekt am 30. September auf einem Verteidigungs- und Weltraumgipfel in Brüssel vor.
  • Geplant ist der erste Abschuss eines ballistischen Ziels durch Freyja für Mitte 2027.
  • Die Entwicklung wird mit Echtzeitdaten aus dem Ukraine-Krieg getestet, darunter Angriffe mit russischen Iskander- und nordkoreanischen Raketen.
  • Freyja wird auf Zugänglichkeit, Skalierbarkeit und Unabhängigkeit von externen Zulieferern ausgelegt; Bauteile sollen frei von ITAR-Beschränkungen und chinesischen Komponenten sein.
  • Terekh sagte, Freyja könne Patriot nicht sofort ersetzen, da das Programm weiterer Zeit zur Entwicklung bedürfe.
  • Die Entwicklung komprimiere laut Terekh ein normalerweise 40-jähriges Programm auf etwas mehr als zwei Jahre.
  • Am 13. Juli hatten sich zehn europäische Staaten — Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden und das Vereinigte Königreich — auf eine integrierte Anti-Ballisticarmaturen-Koalition mit der Ukraine geeinigt.

Warum es wichtig ist

Freyja wird als europäische Alternative zum US-Patriot-System positioniert. Ein erfolgreicher Abschusstest Mitte 2027 würde die Architektur der europäischen Raketenabwehr neu formen und die Abhängigkeit von US-Systemen verringern. Die Nutzung realer Kampfdaten aus der Ukraine — einschließlich Angriffen mit russischen Iskander- und nordkoreanischen Raketen — verschafft dem Programm eine Datengrundlage, die außerhalb eines aktiven Konflikts nicht reproduzierbar wäre.

Was geschehen ist

Iryna Terekh, CEO von FirePoint, kündigte am 30. September auf einem Verteidigungs- und Weltraumgipfel in Brüssel an, dass der erste Abschuss eines ballistischen Ziels durch das Anti-Ballisticarmaturen-System Freyja für Mitte 2027 geplant sei. Freyja wird als europäisches System entwickelt, das nach anderen Prinzipien als das US-Patriot-System funktionieren und größere Bedrohungsmengen bewältigen soll. Jede Komponente wird nach den Prinzipien des "Design for Manufacturing" entwickelt: skalierbar, kostengünstig, reproduzierbar und überwiegend aus europäischen Bauteilen ohne ITAR-Beschränkungen und ohne chinesische Komponenten. Die Tests erfolgen auf einem Übungsgelände in der Ukraine unter realen Bedingungen, wobei Daten aus Angriffen mit russischen Iskander- und nordkoreanischen Raketen in die Algorithmen von Freyja einfließen. Terekh wies darauf hin, dass Freyja Patriot nicht sofort ersetzen könne, da das Programm weiterer Entwicklungszeit bedürfe. Laut Terekh wird die Entwicklung beschleunigt vorangetrieben und komprimiert ein normalerweise 40-jähriges Programm auf etwas mehr als zwei Jahre.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Alle drei vorliegenden Quellen sind ukrainische Medien (eine Agentur, zwei Medien), die auf Ukrainisch berichten und die Ankündigung einheitlich als Beleg für die Führungsrolle der ukrainischen Verteidigungsindustrie sowie für die Nutzung ukrainischer Kampfdaten in der Erprobung rahmen. Die Artikel stellen Präsident Selenskyjs frühere Stellungnahmen und den Beschluss der europäischen Koalition vom 13. Juli als politischen Hintergrund heraus und betonen die Rolle der Ukraine sowohl als Mitentwicklerin als auch als Testgelände.

Wo die Berichte auseinandergehen

Artikel 43988 bezeichnet das Unternehmen als "FirePoint", während die Artikel 44072 und 44146 die Schreibweise "Fire Point" verwenden.

Hintergrund

Am 13. Juli hatten sich die Staats- und Regierungschefs von Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Spanien, Schweden und dem Vereinigten Königreich darauf geeinigt, gemeinsam mit der Ukraine eine integrierte Anti-Ballisticarmaturen-Koalition zu schaffen. Am selben Tag stellte Fire Point seine FP-7.x-Anti-Ballisticarmaturen-Raketen vor, die für Freyja entwickelt werden. Im April 2026 hatte Präsident Selenskyj erklärt, die Ukraine erwäge den Aufbau eines Anti-Ballisticarmaturen-Systems mit europäischen Ländern innerhalb eines Jahres. Am 10. September sagte Präsident Selenskyj nach einem Treffen mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney, Kanada habe Bereitschaft signalisiert, dem europäischen Freyja-Programm beizutreten.