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Zwei russische Drohnen treffen die Südbrücke in Kiew – Metrozug während des Angriffs auf der Brücke

Am 1. Oktober schlugen zwei russische Kampfdrohnen in der Nähe des Pfeilers der Südbrücke (Pivdennyi-Brücke) in Kiew ein. Zum Zeitpunkt des Einschlags befand sich ein Metrozug der „grünen“ Linie auf der Brücke; Fahrgäste hörten eine Explosion, sahen einen Blitz, und Rauch sowie Asche drangen durch die Lüftung in den Waggon. Der Verkehr von Metro und Oberflächenverkehr über die Brücke wurde gestoppt, Fachleute des kommunalen Unternehmens Kyiviavtoshliakhmist (bzw. Kyivavtoshlyakhmist) inspizierten das Bauwerk. Verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand.

Das Wichtigste

  • 1. Oktober – zwei russische Kampfdrohnen trafen die Pfeilerkonstruktion der Südbrücke (Pivdennyi-Brücke) in Kiew
  • Zum Zeitpunkt des Einschlags befuhr ein Zug der „grünen“ (Syretsko-Petscherska-) Metro die Brücke
  • Fahrgäste hörten eine Explosion, sahen einen Blitz; Rauch und Asche gelangten über die Lüftung in den Waggon
  • Metro- und Oberflächenverkehr über die Südbrücke wurden gestoppt; auf der „grünen“ Linie verkehrten Züge nur zwischen Syrez und Vydubytschi sowie zwischen Osokorky und Tschervonyj Chutir
  • Oberflächen-Buslinien 22 und 91 wurden über die Darnyzia-Eisenbahnbrücke umgeleitet
  • Bürgermeister Vitalij Klitschko bestätigte die zwei Einschläge und gab keine Auskunft zum Drohnentyp
  • Bis 14:37 Uhr wurde der Oberflächenverkehr über die Südbrücke wieder freigegeben, da keine kritischen Schäden festgestellt wurden
  • In derselben Nacht (1. Oktober) hatte Russland 107 Kampfdrohnen verschiedener Typen auf die Ukraine abgefeuert

Warum es wichtig ist

Ein zentrales Verkehrsbauwerk Kiews wurde tagsüber direkt von Drohnen getroffen, während ein Metrozug die Brücke überquerte. Der Vorfall ereignete sich, nachdem erst seit Kurzem zugelassen worden war, dass Züge der „grünen“ Linie den Dnipro auch bei „gelber“ Luftalarmstufe queren. Verletzt wurde niemand, dennoch drang die Druckwelle über die Lüftung in den fahrenden Waggon ein – ein Hinweis darauf, wie verwundbar zivile Infrastruktur bei Drohnenangriffen bleibt.

Was geschehen ist

Am 1. Oktober schlugen zwei russische Kampfdrohnen in der Nähe der Pfeilerkonstruktion der Südbrücke (Pivdennyi-Brücke) in Kiew ein. Bürgermeister Vitalij Klitschko bestätigte die zwei Treffer. Zum Zeitpunkt des Einschlags fuhr ein Zug der „grünen“ (Syretsko-Petscherska-) Metro über die Brücke; Fahrgäste hörten eine Explosion und sahen einen Blitz, Rauch und Asche drangen über die Lüftung in den Waggon. Nach Angaben der KMDA (Kiewer Stadtverwaltung) wurden Glas und Struktur des Waggons nicht beschädigt, Fahrgäste und Fahrer blieben unverletzt. Der Metro- und Oberflächenverkehr über die Südbrücke wurde gestoppt. Auf der „grünen“ Linie verkehrten die Züge nur noch zwischen Syrez und Vydubytschi sowie zwischen Osokorky und Tschervonyj Chutir; die Oberflächen-Buslinien 22 und 91 wurden in beiden Richtungen über die Darnyzia-Eisenbahnbrücke umgeleitet. Der Zug setzte seine Fahrt bis zur Station Hryubyt (Vydubychi) am rechten Ufer fort, wo die Fahrgäste ausstiegen; der Zug wurde zur zusätzlichen Inspektion ins Depot überführt. Fachleute des kommunalen Unternehmens Kyiviavtoshliakhmist untersuchten den Zustand des Bauwerks. Bis 14:37 Uhr wurde der Oberflächenverkehr über die Südbrücke wieder freigegeben, nachdem keine kritischen Schäden festgestellt worden waren. Der Angriff erfolgte während einer „gelben“ Luftalarmstufe. Klitschko machte keine Angaben zum Drohnentyp.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen widersprechen sich in drei Punkten: Zur Schädigung des Metrowaggons erklärte die KMDA, Glas und Struktur seien nicht beschädigt worden, während lokale Telegram-Kanäle meldeten, die Scheiben des Waggons seien durch die Druckwelle herausgesprengt worden. Zum Drohnentyp behaupteten lokale Telegram-Kanäle, es seien Drohnen vom Typ Geran-5 (Schahid-ähnlich) gewesen; Bürgermeister Klitschko äußerte sich nicht zum Typ. Zum Einschlagort gaben die meisten ukrainischen Medien und Klitschko Treffer nahe der Pfeilerkonstruktion an, während ein lokaler Telegram-Kanal von einem Treffer am Geländer neben der Fahrbahn berichtete.

Hintergrund

Die Südbrücke (Pivdennyi-Brücke) führt die „grüne“ (Syretsko-Petscherska-) Metrolinie über den Dnipro in Kiew. Seit dem 10. September war es wieder erlaubt, dass Metrozüge den Dnipro auch bei „gelber“ Luftalarmstufe queren. Am selben Tag (1. Oktober) traf eine russische Drohne auch ein Schulgebäude im Solomjanskyj-Distrikt von Kiew; in der Nacht zum 1. Oktober hatte Russland insgesamt 107 Kampfdrohnen verschiedener Typen auf die Ukraine abgefeuert, mit Treffern an 11 Orten.