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Russland hält Hauptphase der Übung "Zentrum-2026" mit Szenario einer "Sicherheitszone" in zentralasiatischem Nachbarland ab

Russland hat am 2. Oktober in der Oblast Tscheljabinsk die Hauptphase der strategischen Militärübung „Zentrum-2026" abgehalten. Russische und chinesische Streitkräfte übten dabei die Schaffung einer „Sicherheitszone" auf dem Gebiet eines zentralasiatischen Nachbarlandes. Wladimir Putin war persönlich anwesend.

Das Wichtigste

  • Die Hauptphase der Übung „Zentrum-2026" fand am 2. Oktober auf dem Truppenübungsplatz Chebarkul in der Oblast Tscheljabinsk statt.
  • Offiziell liefen die Manöver vom 28. September bis 3. Oktober.
  • Ab dem 2. Oktober umfasste das Szenario die "Befreiung besetzten Territoriums" und die Schaffung einer "Sicherheitszone" auf angrenzendem Territorium.
  • Russland hat das im Szenario gemeinte Nachbarland offiziell nicht benannt; unabhängige Analysen halten es für wahrscheinlich, dass Kasachstan gemeint ist.
  • An der Übung waren laut Angaben über 47.000 Soldaten, mehr als 2.000 Waffen- und Ausrüstungseinheiten, 90 Flugzeuge und 77 Schiffe beteiligt.
  • Neben Russland und China entsandten Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, die Mongolei, Pakistan und Tadschikistan Kontingente.
  • Wladimir Putin traf am 2. Oktober persönlich auf dem Truppenübungsplatz ein; russische Soldaten nutzten bei der Übung laut eigenen Aussagen Erfahrungen aus dem Krieg gegen die Ukraine.

Warum es wichtig ist

„Zentrum-2026" ist eine der größten russisch geführten strategischen Übungen und bezieht neben China auch mehrere andere Länder ein. Das Übungsszenario probte explizit eine „Sicherheitszone" auf dem Territorium eines zentralasiatischen Nachbarstaates – ein Vokabular, das an russische Begründungen für ein Vorgehen gegen Nachbarländer erinnert. Dass dabei laut Putin Erfahrungen aus dem Krieg gegen die Ukraine einfließen, unterstreicht die operative Dimension der Manöver.

Was geschehen ist

Am 2. Oktober fand in der Oblast Tscheljabinsk, die an Kasachstan grenzt, die Hauptphase der strategischen Übung „Zentrum-2026" statt. Offiziell liefen die Manöver vom 28. September bis 3. Oktober. Ab dem 2. Oktober umfasste das Szenario das Üben der „Befreiung besetzten Territoriums" und die Schaffung einer „Sicherheitszone" auf angrenzendem Territorium. Nach Angaben aus den Quellen waren über 47.000 Soldaten, mehr als 2.000 Waffen- und Ausrüstungseinheiten, 90 Flugzeuge und 77 Schiffe beteiligt; Aufgaben wurden auf 11 Übungsplätzen und im Kaspischen Meer ausgeführt.

Neben Russland und China nahmen Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, die Mongolei, Pakistan und Tadschikistan mit Kontingenten teil. Vier strategische Langstreckenbomber übten Angriffe auf „kritisch wichtige Objekte des Gegners". Russische Luftstreitkräfte, Artillerie, Drohnen, gepanzerte Fahrzeuge und die Kaspische Flottille waren ebenfalls im Einsatz. Wladimir Putin traf am 2. Oktober persönlich auf dem Truppenübungsplatz Chebarkul ein. Russlands stellvertretender Verteidigungsminister Junus-Bek Jewkurow meldete Putin, dass die Koalitionsgruppierung nach der Abwehr des Hauptschlags in die Offensive gehe.

Russland benannte das im Szenario gemeinte Nachbarland offiziell nicht. Aufgrund der Lage der Oblast an der kasachischen Grenze, ihrer zentralasiatischen Verortung und des Zugangs zum Kaspischen Meer hält das ukrainische Fachportal Militarny Kasachstan für den wahrscheinlichsten Bezugspunkt.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Beide ukrainischen Medien heben den Umstand hervor, dass das Szenario ausdrücklich auf einen zentralasiatischen Nachbarn zielt und offensive Handlungen umfasst. Sie rahmen die Übung damit weniger als Routineausbildung und mehr als Übung gegen einen postsowjetischen Staat. Auffällig ist zudem die wiederholte Betonung der gemeinsamen Teilnahme russischer und chinesischer Streitkräfte sowie die Gegenüberstellung russischer Beruhigungsbekundungen mit dem operativen Inhalt der Manöver – ein Aufbau, der die offiziellen Dementi implizit in Frage stellt.

Wo die Berichte auseinandergehen

Artikel 47768 beschreibt das Szenario als Übung zur Schaffung einer „Sicherheitszone" auf dem Territorium eines zentralasiatischen Staates, ohne den Zielstaat zu benennen. Artikel 47774 geht weiter und charakterisiert das Szenario auf Grundlage der Aussage von Vizeverteidigungsminister Jewkurow explizit als Offensive gegen einen zentralasiatischen Nachbarstaat ("наступ на").

Hintergrund

„Zentrum-2026" lief offiziell vom 28. September bis 3. Oktober. Die Hauptphase fand auf dem Truppenübungsplatz Chebarkul in der Oblast Tscheljabinsk statt, die an Kasachstan grenzt. Neben Russland und China beteiligten sich Belarus, Kirgisistan, Kasachstan, die Mongolei, Pakistan und Tadschikistan an den Übungen.