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Ukrainische Drohnen treffen größte russische Ölraffinerie in Omsk

Am 8. Oktober haben ukrainische Drohnen die größte russische Ölraffinerie in Omsk, rund 2.500 km von der ukrainischen Grenze entfernt, angegriffen und einen Brand ausgelöst. Der Angriff auf das Werk von Gazprom Neft wurde vom Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bestätigt. Es ist der zweite Drohnenangriff auf die Omsk-Raffinerie innerhalb von drei Monaten.

Das Wichtigste

  • Am 8. Oktober griffen ukrainische Drohnen die Ölraffinerie in Omsk an; Gouverneur Vitaliy Khotsenko bestätigte den Angriff.
  • Bei dem Angriff brach auf dem Gelände der Raffinerie ein Brand aus.
  • Die Omsk-Raffinerie ist die größte Russlands und gehört Gazprom Neft, einer Tochtergesellschaft von Gazprom.
  • Die Anlage liegt rund 2.500 km von der ukrainischen Grenze entfernt und verarbeitet jährlich etwa 22 Mio. Tonnen Öl.
  • Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bestätigte den Angriff durch die ukrainischen Verteidigungskräfte.
  • Es war der zweite Drohnenangriff auf die Omsk-Raffinerie innerhalb von drei Monaten; die erste Attacke erfolgte am 6. Juli 2026.
  • Am selben Tag griffen ukrainische Kräfte auch die Raffinerie „Gazprom Neftekhim Salavat" in Baschkortostan an.

Warum es wichtig ist

Die Omsk-Raffinerie ist die größte Russlands und produziert nach Angaben des Unternehmens etwa jeden sechsten Liter russischen Benzins und Dieselkraftstoffs der Klasse 5. Ein Treffer auf eine Anlage dieser Größenordnung wirkt sich unmittelbar auf die zivile Kraftstoffversorgung und die Logistik der russischen Streitkräfte aus. Der Angriff zeigt zudem, dass ukrainische Drohnen Ziele in über 2.500 km Entfernung erreichen können, und ist Teil einer eskalierenden Kampagne gegen die russische Ölinfrastruktur.

Was geschehen ist

Am 8. Oktober schlugen ukrainische Drohnen auf dem Gelände der Ölraffinerie in Omsk ein, der größten Raffinerie Russlands. Omsk-Gouverneur Vitaliy Khotsenko bestätigte den Drohnenangriff auf die Region und erklärte, die Luftabwehr setze die Abwehr fort, die Lage sei unter Kontrolle. Bei dem Angriff brach auf dem Werksgelände ein Brand aus. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bestätigte den Angriff durch die ukrainischen Verteidigungskräfte; nach Angaben des Unternehmens Fire Point wurden modernisierte FP-1-Drohnen eingesetzt, die eine Distanz von bis zu 3.000 km zurücklegten. Vor dem Angriff hatten die örtlichen Behörden den mobilen Internetzugang eingeschränkt und den Flughafen Omsk geschlossen. Anwohner berichteten von einer Reihe von Explosionen nahe der Raffinerie; OSINT-Aufnahmen des Kanals Exilenova+ zeigen den Brand und Versuche der russischen Luftabwehr, die Drohnen abzufangen. Am selben Tag griffen ukrainische Kräfte auch den Raffineriekomplex „Gazprom Neftekhim Salavat" in Baschkortostan an.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die ukrainischen Quellen stellen den Angriff als gezielte Fernoperation der ukrainischen Verteidigungskräfte dar und betonen die Beteiligung des Generalstabs, der Deep-Strike-Einheit der Spezialoperationskräfte und des heimischen Drohnenherstellers Fire Point. Hervorgehoben werden die strategische Bedeutung der größten Raffinerie Russlands, ihre Zugehörigkeit zu Gazprom Neft, ihre Entfernung von über 2.500 km von der Ukraine und ihre Rolle bei der Versorgung der russischen Armee. Der Angriff wird als Beleg für die wachsenden Fähigkeiten ukrainischer Drohnen und als Schlag gegen die russische Treibstoff- und Militärlogistik präsentiert. Auch der Umstand, dass es sich um den zweiten Treffer innerhalb von drei Monaten handelt und am selben Tag ein weiterer Raffineriekomplex in Baschkortostan angegriffen wurde, wird als Muster eskalierender, gleichzeitiger Langstreckenangriffe tief in Russland dargestellt.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen nennen leicht abweichende Werte für die jährliche Verarbeitungskapazität der Omsk-Raffinerie: einige sprechen von bis zu 22 Mio. Tonnen, andere von über 21 Mio. Tonnen, eine Quelle nennt 22,23 Mio. Tonnen. Zudem divergieren die Angaben zur Flugdistanz der Drohnen: Einige Quellen verorten die Raffinerie rund 2.500 km von der ukrainischen Grenze entfernt, während der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte und Fire Point angeben, die Drohnen hätten Strecken von bis zu 3.000 km zurückgelegt.

Hintergrund

Die Omsk-Raffinerie wird von Gazprom Neft betrieben, hat eine Verarbeitungskapazität von rund 22 Mio. Tonnen Öl pro Jahr und ist seit 1955 in Betrieb. Am 6. Juli 2026 wurde sie erstmals von ukrainischen Drohnen getroffen, die der Deep-Strike-Einheit der Spezialoperationskräfte zugerechnet werden. Dabei wurden Primärverarbeitungsanlagen beschädigt, sodass die Raffinerie den Betrieb einstellen musste; die russische Ölverarbeitung fiel in der Folge auf den niedrigsten Stand seit 2002. Am Morgen des 8. Oktober schränkten die Behörden in Omsk den mobilen Internetzugang ein und schlossen den Flughafen Omsk in Erwartung eines Drohnenangriffs.