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NATO beginnt Steadfast-Noon-Übungen in Italien mit 17 Mitgliedstaaten

Die NATO hat angekündigt, dass sich 17 Mitgliedstaaten an den diesjährigen nuklearen Steadfast-Noon-Übungen beteiligen, die vom 13. bis 23. Oktober in Italien stattfinden. Gleichzeitig versucht das Bündnis, Russland zu versichern, dass die Manöver routinemäßig seien und keine Bedrohung darstellten – während Moskau zuvor mit dem möglichen Einsatz seines Arsenals, einschließlich Atomwaffen, gedroht hatte.

Das Wichtigste

  • 17 NATO-Mitgliedstaaten nehmen an den Steadfast-Noon-Übungen teil.
  • Die Übungen finden vom 13. bis 23. Oktober in Italien statt.
  • Nasima Barrazu (Direktorin für Nuklearpolitik der NATO) erklärte, die Übungen seien routinemäßig, vorhersehbar und gäben keinen Anlass zur Sorge oder Fehlkalkulation.
  • Oberst David Bull von der US-Armee, Leiter der nuklearen Operationen der NATO, sagte, die Teilnehmerzahl entspreche derjenigen der Vorjahre.
  • Die Übungen umfassen simulierte Gefechtsbereitschaft und Flugübungen mit echten Flügen, jedoch ohne Einsatz echter Atomwaffen.
  • Zuvor hatte Russland der NATO ein Schreiben gesendet, in dem es mit Angriffen auf Bündnisgebiet und dem Einsatz seines Atomarsenals drohte.
  • NATO-Generalsekretär Mark Rutte verurteilte öffentlich die russischen Atomdrohungen.

Warum es wichtig ist

Die Steadfast-Noon-Übung ist das wichtigste jährliche nukleare Abschreckungsmanöver der NATO und signalisiert die Einsatzbereitschaft des Bündnisses in einer Zeit verschärfter nuklearer Rhetorik aus Moskau. Die parallel laufenden Versuche der NATO, Ängste abzubauen, während russische Erklärungen explizit auf einen möglichen Atomwaffeneinsatz verweisen – einschließlich im Kontext Kaliningrads –, verdeutlichen die angespannte strategische Lage.

Was geschehen ist

Die NATO hat bekannt gegeben, dass sich 17 Mitgliedstaaten an den diesjährigen nuklearen Steadfast-Noon-Übungen beteiligen, die vom 13. bis 23. Oktober in Italien stattfinden. Nasima Barrazu, Direktorin für Nuklearpolitik der NATO, erklärte, die Übungen seien routinemäßig, vorhersehbar und gäben keinen Anlass zur Sorge oder Fehlkalkulation; ihr Zweck sei die Vorbereitung der alliierten Streitkräfte und die Sicherheit der nuklearen Abschreckung der NATO. Oberst David Bull von der US-Armee, Leiter der nuklearen Operationen der NATO, sagte, die Teilnehmerzahl entspreche derjenigen der Vorjahre und die Übungen deckten alles ab, von simulierter Gefechtsbereitschaft bis hin zu realen Flugübungen – jedoch ohne Einsatz echter Atomwaffen. Ein hochrangiger NATO-Militärbeamter erklärte, an den Übungen seien auch dual-fähige Luftfahrzeuge und Bodentruppen beteiligt, die Verfahren zum Laden, Betanken und Warten üben. Ein hochrangiger NATO-Vertreter sagte zudem, das Ziel des Bündnisses sei es, Ruhe zu bewahren, während Russland die Spannungen weiter schüre.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die in ukrainischer Sprache verfassten Quellen stellen die Geschichte in den Mittelpunkt der Bemühungen der NATO, Russland angesichts der laufenden Übungen zu beruhigen, und rahmen die nuklearen Drohungen Moskaus sowie hybride Operationen als Quelle steigender Spannungen ein. Sie betonen den defensiven Charakter der NATO und die Verurteilung der russischen Rhetorik durch das Bündnis, während sie den russischen Drohungen – einschließlich der Warnung im Zusammenhang mit Kaliningrad und der Anklage eines rücksichtslosen Kurses – breiten Raum geben.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die ukrainischen Quellen schreiben den Namen der Direktorin für Nuklearpolitik der NATO unterschiedlich: Eine Quelle gibt ihn als 'Nasima Barrazu' an, die andere als 'Naseema Barrooz'.

Hintergrund

Die Steadfast-Noon-Übungen folgen auf NATO-Manöver im August in der Nähe der russischen Region Kaliningrad. Nach früheren NATO-Übungen hatte Russland der Allianz ein Schreiben gesendet, in dem es mit Angriffen auf Bündnisgebiet und dem Einsatz seines Atomarsenals drohte. Später übermittelte Russland der NATO ein Dokument, in dem es erklärte, sein gesamtes Arsenal – einschließlich Atomwaffen – einsetzen zu können, falls das Bündnis versuche, die Region Kaliningrad zu isolieren.