Veröffentlicht am · Aktualisiert:

Polen: Polizei erhält Hinweise auf mögliches Attentat auf Tusk und Kosiniak-Kamysz

Die polnische Polizei hat Informationen über einen möglichen Anschlag auf Premierminister Donald Tusk und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz erhalten. Die zuständigen Minister ordneten Sicherheitsmaßnahmen an; für Sonntag um 11:00 Uhr Warschauer Zeit wurde eine Dringlichkeitssitzung im Anti-Terror-Zentrum des Inlandssicherheitsdienstes einberufen. Einzelheiten zu möglichen Hintergründen oder zur Konkretheit der Bedrohung wurden nicht veröffentlicht.

Das Wichtigste

  • Polnische Polizei erhielt Hinweise auf einen möglichen Anschlag auf Premierminister Donald Tusk und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz.
  • Die Information wurde von Jacek Dobrzyński, Sprecher des Ministers für Koordinierung der Geheimdienste, im Onlinedienst X bekannt gegeben.
  • Innenminister Marcin Kierwiński und der Koordinator der Geheimdienste Tomasz Siemoniak wurden mit der Ergreifung von Maßnahmen beauftragt.
  • Für den 11. Oktober um 11:00 Uhr Warschauer Zeit wurde eine Dringlichkeitssitzung im Anti-Terror-Zentrum der Agentur für Innere Sicherheit mit Vertretern von Polizei und Staatlichem Schutzdienst anberaumt.
  • Premierminister Tusk hatte zuvor erklärt, Geheimdiensterkenntnisse deuteten auf russische „Pläne für hybride Schläge“ gegen Länder hin, die die Ukraine unterstützen.

Warum es wichtig ist

Zwei der ranghöchsten polnischen Amtsinhaber — der Premierminister und der Verteidigungsminister — wurden als mögliche Ziele eines Attentats genannt. Die polnische Regierung bewertete die Hinweise als gravierend genug, um eine Dringlichkeitssitzung unter Beteiligung des Inlandssicherheitsdienstes, der Polizei und des Staatlichen Schutzdienstes einzuberufen. Der Vorfall fällt in eine Phase, in der Tusk öffentlich vor russischen „hybriden Schlägen“ gegen Unterstützerstaaten der Ukraine warnt — ukrainische Medien verorten das Geschehen explizit in diesem Kontext. Angaben zu möglichen Drahtziehern oder zur Konkretheit der Drohung wurden bisher nicht gemacht.

Was geschehen ist

Die polnische Polizei hat nach eigenen Angaben Informationen über einen möglichen Anschlag auf Premierminister Donald Tusk und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz erhalten. Die Mitteilung darüber wurde am 11. Oktober vom Sprecher des Ministers für Koordinierung der Geheimdienste, Jacek Dobrzyński, über den Onlinedienst X verbreitet; auch die Sprecherin des Innenministeriums, Karolina Gałecka, äußerte sich dazu. Innenminister Marcin Kierwiński und der Koordinator der Geheimdienste Tomasz Siemoniak wurden mit der Ergreifung entsprechender Sicherheitsmaßnahmen beauftragt. Für denselben Tag um 11:00 Uhr Warschauer Zeit wurde im Anti-Terror-Zentrum der Agentur für Innere Sicherheit (ABW) eine Dringlichkeitssitzung einberufen, an der Vertreter der ABW, der Polizei und des Staatlichen Schutzdienstes (SOP) teilnehmen sollten. Die polnischen Behörden machten zum Zeitpunkt der Bekanntgabe keine Angaben dazu, wer hinter dem mutmaßlichen Anschlagsplan stehen könnte oder wie konkret die Bedrohung sei.

Hintergrund

Władysław Kosiniak-Kamysz bekleidet das Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten und Ministers für nationale Verteidigung Polens. Premierminister Donald Tusk hatte zuletzt unter Berufung auf Erkenntnisse der Geheimdienste erklärt, es gebe Hinweise auf russische „Pläne für hybride Schläge“ gegen Länder, die die Ukraine unterstützen, und gewarnt, Polen werde mit Provokationen konfrontiert werden, die „viel gefährlicher“ seien als die bisherigen.