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Støre ruft China und Indien auf, Druck auf Russland auszuüben – und kündigt norwegische Hilfe von fast 8 Mrd. Euro an

Der norwegische Premierminister Jonas Gahr Støre hat beim Warschauer Sicherheitsforum China, Indien und weitere Länder des Globalen Südens aufgefordert, ihren Einfluss auf Russland für Verhandlungen zu nutzen. Er kündigte norwegische Hilfen für die Ukraine von nahezu 8 Mrd. Euro im kommenden Jahr an, davon 70 % für Verteidigung, und warb für eine gesamteuropäische Antwort auf Luftverteidigung, Budgetfinanzierung und Nachkriegssicherheit.

Das Wichtigste

  • Jonas Gahr Støre sprach am 12. Oktober 2026 beim Warschauer Sicherheitsforum.
  • Er rief China, Indien, Brasilien und Südafrika auf, ihren Hebel auf Moskauen zu nutzen, um Russland an den Verhandlungstisch zu bringen.
  • Norwegen stellt der Ukraine im nächsten Jahr nahezu 8 Mrd. Euro an Hilfen bereit, 70 % davon für Verteidigung.
  • Støre forderte Partnerländer auf, der Ukraine Interceptoren und Luftverteidigungsfähigkeiten zu liefern.
  • Er rief europäische Staaten auf, die ukrainische Budgetfinanzierung gemeinsam – auch über IWF und Finanzinstitutionen – anzugehen.
  • Støre warb dafür, die Ukraine-Hilfe von einem nordeuropäischen zu einem gesamteuropäischen Signal auszuweiten.
  • Er forderte Europa, bereits über Nachkriegssicherheit nachzudenken, da Russland Nachbar bleibe.

Warum es wichtig ist

Ein Regierungschef eines NATO-Staats mit direkter Grenze zu Russland hat öffentlich China und Indien aufgefordert, Moskau zu Verhandlungen zu bewegen – ein bemerkenswerter Versuch, nichtwestliche Hebel in die Kriegsdiplomatie einzubinden. Gleichzeitig bekräftigte er norwegische Hilfen von nahezu 8 Mrd. Euro, deren Großteil in die Verteidigung fließt, und band kurzfristige Erfordernisse – Interceptoren, Budgetfinanzierung über den IWF – an die längerfristige Aufgabe, die Ukraine-Unterstützung von einer nordeuropäischen zu einer gesamteuropäischen Last zu machen und Nachkriegssicherheit vorzubereiten.

Was geschehen ist

Auf dem Warschauer Sicherheitsforum forderte der norwegische Premierminister Jonas Gahr Støre China, Indien, Brasilien und Südafrika auf, ihren Einfluss auf Russland geltend zu machen, um Moskau an Verhandlungen zu bringen. Er kündigte an, dass Norwegen seine Ukraine-Hilfen im kommenden Jahr bei nahezu 8 Mrd. Euro halten werde – das zweite Jahr in Folge auf diesem Niveau –, wobei 70 % der Mittel in die Verteidigung flössen. Støre warb dafür, der Ukraine Interceptoren und Luftverteidigungsfähigkeiten zu liefern, und rief europäische Staaten auf, die ukrainische Budgetfinanzierung gemeinsam – auch über den IWF und Finanzinstitutionen – anzugehen. Er forderte, die Ukraine-Unterstützung über Nordeuropa hinaus zu einem gesamteuropäischen Signal zu machen, und plädierte dafür, bereits jetzt über Nachkriegssicherheit nachzudenken, da Russland Nachbar bleibe.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die ukrainische Berichterstattung – sowohl eine Agentur als auch ein Medium – hob vor allem den Aufruf an China und Indien hervor, Druck auf Russland auszuüben, und stellte Støres Worte als Ermutigung an nichtwestliche Vermittler dar. Das norwegische Hilfspaket von nahezu 8 Mrd. Euro wurde als konkrete, verteidigungsorientierte Zusage gerahmt, die die Ukraine beruhigen und weitere europäische Zusagen auslösen solle.

Hintergrund

Das Warschauer Sicherheitsforum ist eine regelmäßig stattfindende Konferenz zur europäischen Sicherheitspolitik. Norwegen ist NATO-Mitglied, teilt eine Grenze mit Russland und gehört zu den beständigen Gebern militärischer und finanzieller Hilfe für die Ukraine.