Reuters
Reuters ist eine internationale Nachrichtenagentur mit Sitz in London und eine der größten der Welt. Gegründet 1851, ist sie heute Teil von Thomson Reuters. Sie liefert Nachrichten, Finanzdaten und Mediendienste an Medienunternehmen, Wirtschaft und Regierungen.
-
EU-Sanktionen gegen Russland vor Ablauf: Streit um Usmanow und Fridman blockiert Verlängerung
Das Coreper der EU konnte am 21. September 2026 erneut keine Einigung über die Verlängerung der EU-Einzelsanktionen gegen Russland erzielen. Grund ist der Streit um die Streichung der Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman von der Liste, die die Slowakei und Frankreich fordern. Ohne einstimmigen Beschluss läuft das Regime mit rund 3.000 Einträgen um Mitternacht am 22. September aus.
-
Ukrainischer Drohnenangriff legt Moskauer Ölraffinerie lahm
In der Nacht zum 20. September haben ukrainische Streitkräfte mit einem großangelegten Drohnen- und Raketenangriff auf Moskau und das Moskauer Gebiet die Gazpromneft-Raffinerie (Moskowski NPZ) im Stadtteil Kapotnja getroffen. Beide primären Rohöl-Destillationsanlagen fingen Feuer, die Raffinerie stellte die Rohölverarbeitung vollständig ein. Laut Generalstab der ukrainischen Streitkräfte sind durch die kumulierten ukrainischen Angriffe inzwischen mehr als 45 Prozent der projektierten russischen Raffineriekapazität außer Betrieb. Der Angriff fiel auf den Tag der Duma-Wahlen; Moskaus Behörden lösten nach ISW-Einschätzung keine Luftalarmsirenen aus und warnten die Bevölkerung nicht per SMS.
-
Trump drängt Selenskyj zum Stopp der Angriffe auf russische Raffinerien – Treffen in New York geplant
US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat am 20. September wiederholt aufgefordert, die Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen, und verwies dabei auf steigende Dieselpreise. Am 21. September schrieb Trump auf Truth Social, Russland habe die Kontrolle über seine Dieselproduktion „verloren“ und verwies auf die erfolgreichen ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien. Selenskyj signalisierte Bereitschaft zu Deeskalationsschritten, knüpfte diese jedoch an die Bedingung, dass Russland seinerseits die Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur einstellt. Beide Präsidenten einigten sich auf ein persönliches Treffen am 22. September am Rande der UN-Generalversammlung in New York.
-
USA warnen Verbündete vor Lieferverzögerungen von bis zu fünf Jahren bei Raketen und Luftabwehr
Die USA haben ihre Verbündeten – darunter die Ukraine – darauf hingewiesen, dass sie bei wichtigen Raketen- und Luftabwehrsystemen mit Lieferverzögerungen von bis zu fünf Jahren rechnen müssen. Grund seien die während des Krieges gegen den Iran leergefegten eigenen Arsenale der US-Streitkräfte. Betroffen sind unter anderem Patriot-Abfangjäger, Tomahawk-Marschflugkörper und THAAD-Systeme. Die Ukraine braucht zusätzliche Patriot-Interceptoren vor einem schwierigen Winter.
-
Ukrainischer Geheimdienst zeigt japanischer Delegation Komponenten nordkoreanischer Rakete
Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat einer nach Kiew gereisten japanischen Parlamentsdelegation unter Leitung von Parlamentspräsident Eisuke Mori Komponenten einer nordkoreanischen ballistischen Rakete gezeigt. Der HUR erklärte, die Untersuchung der Bauteile ermögliche Rückschlüsse auf die Fähigkeiten der nordkoreanischen Rüstungsindustrie und unterstreiche die Bedrohung für Japan und den asiatisch-pazifischen Raum durch die militärisch-technische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Pjöngjang.
-
Ukrainischer Drohnenangriff stoppt russische Raffinerie Jaroslawl
Ein ukrainischer Drohnenangriff hat die Primärverarbeitungsanlage AVT-3 der Raffinerie Slavneft-Jaroslavlnefteorgsintez (JANOS) beschädigt und die Rohölverarbeitung am 17. September 2025 gestoppt. Die Anlage macht rund 40 Prozent der Verarbeitungskapazität aus; eine zweite Einheit war bereits seit einem vorherigen Angriff außer Betrieb. Treibstoff der Raffinerie wurde am selben Tag nicht mehr an der russischen Warenbörse angeboten.
-
Trump unterzeichnet „Graham-Gesetz“: USA verhängen 100-Prozent-Zölle auf Käufer russischer Energie
US-Präsident Donald Trump hat am 18. September 2026 das sogenannte „Graham-Gesetz“ unterzeichnet, das neue Sanktionen gegen Russland und den Iran sowie Zölle von bis zu 100 Prozent auf Importe aus Ländern vorsieht, die weiterhin russische Energieträger kaufen. Das Gesetz wurde vom im Juli verstorbenen Senator Lindsey Graham (Republikaner) und Senator Richard Blumenthal (Demokrat) initiiert und trägt den offiziellen Titel „Lindsey O. Graham Sanctioning Russia and Iran Act of 2026" (HR 5334). Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bedankte sich für die Unterzeichnung und bezeichnete deren zügige Umsetzung als beste Würdigung des Andenkens an Graham.
-
Ukrainische Drohnenangriffe treffen Militärflugplatz in Rostow und Ölraffinerie in Jaroslawl
In der Nacht zum 17. September haben ukrainische Drohnen nach Angaben von Präsident Selenskyj einen Militärflugplatz in Rostow am Don sowie die Ölraffinerie Slawneft-JANOS in Jaroslawl angegriffen. Am Flugplatz in Rostow wurde nach ukrainischen Angaben ein An-12, zwei An-26 und drei Hubschrauber getroffen; der Angriff auf die Raffinerie war eine gemeinsame Operation von SBU, Drohnentruppen, Militär- und Auslandsnachrichtendienst (GUR und SZR).
-
Ukrainische Drohnenangriffe stoppen Ölverarbeitung in den Raffinerien Sysran und Saratow
Zwei russische Ölraffinerien — Sysran und Saratow — haben nach ukrainischen Drohnenangriffen die Erdölverarbeitung eingestellt. Das berichtet Reuters unter Berufung auf drei Branchenquellen. Die Anlage CDU-6 der Raffinerie Sysran, die rund 71 % der Verarbeitungskapazität ausmacht, wurde beschädigt; Reparaturen könnten mindestens einen Monat dauern.
-
USA verhängen neue Sanktionen gegen russische VTB-Bank wegen Iran-Geschäften
Das US-Finanzministerium hat am Montag neue Sanktionen gegen die russische VTB-Bank verhängt. Washington wirft dem Institut vor, dem Iran bei der Umgehung bestehender Sanktionen geholfen zu haben. Die Maßnahme ergänzt die bereits 2022 nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine verhängten Sanktionen.
-
Parlament entlässt Generalstaatsanwalt Kravchenko – Präsident unterzeichnet Dekret
Die Werchowna Rada hat am 15. September 2026 mit 317 zu 0 Stimmen Generalstaatsanwalt Ruslan Kravchenko entlassen. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte ihn am Vortag suspendiert und unterzeichnete das Entlassungsdekret Nr. 932/2026. Die Absetzung erfolgte nach einer offenen Konfrontation mit den unabhängigen Anti-Korruptionsbehörden NABU und SAP rund um die Operation „Karthago“ und nachdem Kravchenko in der Nacht zuvor die Ukraine verlassen hatte.
-
Ukrainische Drohnenangriffe stoppen oder drosseln drei der größten russischen Dieselraffinerien
Drohnenschläge der Ukraine haben im September drei der sechs größten russischen Dieselraffinerien lahmgelegt oder stark eingeschränkt; diese Werke erzeugen zusammen etwa die Hälfte des russischen Dieselkraftstoffs. Die Kirishi-(Kinef-)Raffinerie steht vollständig still, Volgograd und NORSI laufen nur auf rund einem Viertel ihrer Kapazität. US-Präsident Donald Trump forderte die Ukraine am 13. September auf, die Angriffe einzustellen, und machte den russisch-ukrainischen Krieg – nicht den US-Konflikt mit dem Iran – für den weltweiten Dieseldefizit und die Preissteigerungen verantwortlich. Die Ukraine erklärte sich zu einer Waffenruhe bereit, sofern Russland seinerseits Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur einstellt.
-
Kim Jong Un sichert Putin umfassende Zusammenarbeit zu und spricht von „heiligem Krieg“ Russlands
Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat Wladimir Putin in einer Botschaft vom Montag eine Vertiefung der Zusammenarbeit in allen Bereichen zugesichert und sein Vertrauen in Russlands Sieg in einem „heiligen Krieg“ bekundet. Die Botschaft war eine Antwort auf Putins Glückwunschschreiben zum 78. Gründungstag Nordkoreas am 9. September.
-
Trump verkündet Energie-Waffenstillstand zwischen Ukraine und Russland – weder Kiew noch Moskau bestätigen Abkommen
US-Präsident Donald Trump erklärte am 14. September über Truth Social, die Ukraine und Russland hätten einem gegenseitigen Verzicht auf Angriffe auf Energieanlagen zugestimmt. Weder Kiew noch Moskau bestätigten jedoch ein solches Abkommen. Präsident Wolodymyr Selenskyj formulierte eine bedingte Bereitschaft und verwies auf fehlende Sicherheiten.
-
Ukrainische Drohnenangriffe auf Noworossijsk treffen Marinestützpunkt und Tanklager
In der Nacht zum 9. September 2026 haben ukrainische Drohnen den Marinestützpunkt und das Tanklager in der russischen Hafenstadt Noworossijsk in der Region Krasnodar angegriffen. Nach ukrainischen Angaben wurden dabei ein Kalibr-Raketenträger, Hafenanlagen und der Mazut-Terminal getroffen, während die russische Seite zunächst keine Verluste bestätigte. Der Gouverneur der Region Krasnodar meldete später 4 Tote und 29 Verletzte, der Bürgermeister hatte zuvor erklärt, es gebe keine Opfer.
-
Støre: Drohne während Starts in Moldau fast Flugzeug von Selenskyj getroffen
Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre erklärte am 9. September in einem Interview mit NRK, eine Drohne habe das Flugzeug von Präsident Wolodymyr Selenskyj am 8. September beim Start in Moldau Richtung Oslo „fast getroffen". Die Reise galt der Beisetzung von König Harald V. Moldau und Rumänien hatten zuvor wegen einer als Shahed-Typ identifizierten Drohne den Luftraum teilweise gesperrt; Selenskyj startete mit Verspätung. Norwegische Beamte und der ukrainische Präsidialstab stellten später klar, dass unklar sei, wie nah die Drohne dem Flugzeug kam, und nannten Støres Schilderung „übertrieben".
-
Drohnenangriffe auf russische Gebiete Rjasan und Rostow: Brand auf Ölraffinerie Rjasan gemeldet
In der Nacht zum 6. September 2026 haben ukrainische Drohnen die Rjasaner Ölraffinerie, den Flugplatz Rostow am Don sowie Luftabwehrziele in den russischen Oblasten Rjasan und Rostow angegriffen. Auf dem Raffineriegelände brach danach ein Feuer aus. Der ukrainische Generalstab und das Herstellerunternehmen Fire Point bestätigten den Treffer auf die Raffinerie durch eine Drohne vom Typ FP-1.
-
Trump-Gesandte Witkoff und Kushner reisen am Wochenende nach Moskau und Kiew
US-Präsident Donald Trumps Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner werden laut einer Bestätigung von Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstag (5. September) nach Moskau und am Sonntag (6. September) nach Kiew reisen. Trump erklärte, die Gesandten brächten einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges mit. Selenskyj sagte in seiner Abendansprache am Freitag, dem 4. September, die Ukraine werde die "normale Funktionsfähigkeit des russischen Luftraums" sicherstellen und während der Besuche keine Luftangriffe auf Russland fliegen; gleichzeitig forderte er Russland zur Spiegelung dieser Zurückhaltung auf.
-
Generalstab bestätigt: Zwei große russische Raffinerien nach ukrainischen Angriffen außer Betrieb
Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte hat am 4. September bestätigt, dass zwei große russische Erdölraffinerien nach ukrainischen Angriffen ihren Betrieb eingestellt haben: die Raffinerie LUKOIL-Nischegorodnefteorgsintez in Kstowo (Gebiet Nischni Nowgorod) nach einem Treffer am 26. August und der Komplex NOWATEK-Ust-Luga in Slobidka (Gebiet Leningrad) nach einem Treffer am 1. September.
-
Trump wirft Medien „verräterische“ Berichte über Munitionsengpässe vor und kündigt Rückforderung an Europa an
US-Präsident Donald Trump hat am 3. September in einem Beitrag auf Truth Social behauptet, die USA verfügten über „praktisch unbegrenzte“ Vorräte an Mittel- und Hochklassemunition. Er kritisierte Medienberichte über Versorgungsengpässe im Zuge der US-Operation gegen den Iran als „verräterisch“ und kündigte an, Europa solle Hunderte Milliarden Dollar zurückzahlen, die zuvor kostenfrei an die Ukraine und die NATO geflossen seien.