Wladyslaw Wlasiuk
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Südkorea zieht Botschafter aus Kiew ab – Streit um nordkoreanische Kriegsgefangene und angebliche Sanktionsverstöße
Südkorea hat am 8. Oktober die Rückkehr seines Botschafters aus der Ukraine angekündigt, nachdem die Stimmung zwischen Seoul und Kiew durch den von Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der UN-Generalversammlung öffentlich gemachten Transfer zweier nordkoreanischer Kriegsgefangener stark belastet wurde. Seoul wirft Kiew die Verletzung einer Geheimhaltungsvereinbarung vor; die ukrainische Seite bestreitet deren Existenz und wertet den Botschafter-Rückruf als diplomatischen Protest, nicht als Abbruch der Beziehungen. Gleichzeitig weist Seoul Vorwürfe zurück, illegal Treibstoff über sanktionierte Tanker nach Russland geliefert zu haben.
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Bericht: Über 176.000 Tonnen Treibstoff von südkoreanischen Häfen nach Russland geliefert — Seoul weist Vorwürfe zurück
Eine Untersuchung von The Guardian zeigt, dass im Juli und August über 176.000 Tonnen Treibstoff, vor allem Diesel, in mehreren südkoreanischen Häfen auf sieben Tanker verladen und in 14 Fahrten an den russischen Fernen Osten geliefert wurden. Drei der Tanker stehen unter Sanktionen Großbritanniens und der EU. Damit war Südkorea im August mit rund 31 Prozent zweitgrößter Lieferant von Seetransport-Ölprodukten für Russland — nach Indien. Die Ukraine bestätigte die Erkenntnisse, die südkoreanische Präsidialverwaltung wies die Vorwürfe zurück.
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Trump unterzeichnet „Höllensanktionen" – Ukraine übermittelt Washington konkrete Vorschläge
US-Präsident Donald Trump unterzeichnete rund eine Woche vor Veröffentlichung des zugrundeliegenden Beitrags das sogenannte „Höllensanktionen"-Gesetz, das Sanktionen gegen Russland in den Bereichen Energie, Schattenflotte, Finanzsektor, Rüstungsindustrie und Umgehung kodifiziert. Es sieht Zölle von bis zu 500 % auf russische Waren und bis zu 100 % auf Waren von Drittstaaten vor, die russisches Öl oder Gas in großem Umfang kaufen. Die Ukraine hat nach Angaben von Vladyslav Vlasiuk, Sanktionsbeauftragter des ukrainischen Präsidenten, bereits konkrete Vorschläge an die amerikanische Seite übermittelt.
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EU verlängert Ukraine-Sanktionen um drei Jahre und streicht Usmanow und Fridman von der Liste
Der Rat der Europäischen Union hat die Sanktionen gegen Personen, die die territoriale Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine untergraben, um weitere 36 Monate bis zum 22. September 2029 verlängert. Gleichzeitig wurden die russischen Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman von der Liste gestrichen. Die Entscheidung wurde von der Ukraine scharf kritisiert; mehrere EU-Staaten wie Lettland und Estland äußerten öffentlich Unmut. Am selben Tag begnadigte der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew den Franzosen Martin Ryan, der in Aserbaidschan wegen Spionagevorwürfen inhaftiert war – Berichten zufolge im Zusammenhang mit dem französischen Drängen auf die Streichung Usmanows.
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Trump unterzeichnet „Graham-Gesetz“: USA verhängen 100-Prozent-Zölle auf Käufer russischer Energie
US-Präsident Donald Trump hat am 18. September 2026 das sogenannte „Graham-Gesetz“ unterzeichnet, das neue Sanktionen gegen Russland und den Iran sowie Zölle von bis zu 100 Prozent auf Importe aus Ländern vorsieht, die weiterhin russische Energieträger kaufen. Das Gesetz wurde vom im Juli verstorbenen Senator Lindsey Graham (Republikaner) und Senator Richard Blumenthal (Demokrat) initiiert und trägt den offiziellen Titel „Lindsey O. Graham Sanctioning Russia and Iran Act of 2026" (HR 5334). Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bedankte sich für die Unterzeichnung und bezeichnete deren zügige Umsetzung als beste Würdigung des Andenkens an Graham.
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US-Repräsentantenhaus verabschiedet Sanktionsgesetz gegen Russland und Iran
Das US-Repräsentantenhaus hat am 16. September 2026 den „Lindsey O. Graham Sanctioning Russia and Iran Act of 2026" verabschiedet. Das Gesetz sieht Sanktionen gegen russische Amtsträger, Oligarchen, Banken, Energieunternehmen und die Schattenflotte vor und ermächtigt Präsident Donald Trump, Zölle von bis zu 100 % auf Länder zu verhängen, die zu den fünf größten Abnehmern russischer Energie gehören. China und Indien reagierten mit scharfer Kritik, die Ukraine und Deutschland begrüßten das Gesetz.
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Selenskyj verhängt Sanktionen gegen frühere Pressesprecherin Mendel
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit einem am 13. September 2026 unterzeichneten Erlass (Nr. 901/2026) persönliche Sanktionen gegen seine frühere Pressesprecherin Julija Mendel verhängt. Mendel steht auf einer Liste von zehn Personen, die wegen der Verbreitung von Desinformation und russischer Propaganda mit Beschränkungen belegt wurden. Am selben Tag unterzeichnete Selenskyj zwei weitere Erlasse zu Sanktionen gegen 29 russische Bürger und 29 Unternehmen mit Verbindungen zum russischen Rüstungskonzern Rostec sowie gegen 20 Schiffe der russischen Schattenflotte.