Massiver Drohnenangriff auf Krywyj Rih: fünf Menschen verletzt
Russische Militärflugdrohnen haben in der Nacht zum 10. September 2025 fünf Orte in zwei Stadtbezirken von Krywyj Rih getroffen. Wohnhäuser, Schulen, Kultur- und Geschäftseinrichtungen wurden beschädigt; nach späteren Angaben wurden fünf Menschen verletzt, zwei von ihnen stationär behandelt.
Das Wichtigste
- Angriff mit russischen Kampfdrohnen in der Nacht zum 10. September 2025
- Treffer an fünf Orten in den Bezirken Zentral-Misto und Saksahanskyj
- Private Häuser und mehrstöckige Wohngebäude beschädigt
- Schulen, Kultureinrichtungen und Geschäfte betroffen
- Nach späteren Angaben fünf Menschen verletzt, zwei im Krankenhaus
- Gebäude des öffentlichen Rundfunks Suspilne stark beschädigt
Warum es wichtig ist
Der Angriff traf mitten in der Nacht ein Wohngebiet und gefährdete Menschen in ihren Häusern. Die Schäden an Wohnungen, Schulen, Kultureinrichtungen, Geschäften und dem Büro von Suspilne zeigen das breite Ausmaß ziviler Zerstörung. Zudem verdeutlichen die zunächst unterschiedlichen Opferzahlen, wie schnell sich Angaben in der akuten Lage unterscheiden können.
Was geschehen ist
Russische Militärflugdrohnen griffen Krywyj Rih in der Nacht zum 10. September 2025 an. Nach den verfügbaren Angaben wurden fünf Orte in den Bezirken Zentral-Misto und Saksahanskyj getroffen, darunter auch Wohngebiete. Dabei wurden private Häuser und mehrstöckige Wohngebäude beschädigt. Auch Schulen, Kultureinrichtungen und Geschäftsräume waren betroffen. Am Standort des Korrespondentenbüros von Suspilne Dnipro wurden mehr als 50 Fenster sowie Möbel, Decken und Innentüren beschädigt; die Technik blieb unversehrt, und eine Wachperson wurde nicht verletzt. Rettungs- und Bergungsarbeiten liefen, an zwei Orten wurden Brände gelöscht. Die Behörden meldeten zunächst zwei verletzte Männer, später erhöhte sich die Zahl auf fünf; zwei Personen wurden stationär behandelt, darunter ein 42-Jähriger in ernstem und ein 41-Jähriger in mittelschwerem Zustand.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Die ukrainischen Quellen konzentrieren sich vor allem auf die Schäden im zivilen Bereich vor Ort. Sie berufen sich bei der Darstellung des Angriffs auf Oleksandr Vilkul, den Leiter des Verteidigungsrats von Krywyj Rih, und bei den späteren Opferzahlen auf Oleksandr Hanzha, den Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Dnipropetrowsk. Wiederholt wurde die Bevölkerung aufgefordert, während des Angriffs in Schutzräumen zu bleiben.
Wo die Berichte auseinandergehen
Oleksandr Vilkul meldete zunächst zwei verletzte Männer im Alter von 42 und 41 Jahren. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht und operiert; ihr Zustand wurde als ernst beziehungsweise mittelschwer beschrieben. Oleksandr Hanzha gab später an, insgesamt fünf Menschen seien verletzt worden, zwei davon stationär. Spätere Berichte übernahmen diese höhere Zahl.
Hintergrund
Das beschädigte Gebäude von Suspilne beherbergt den Korrespondentenpunkt von Suspilne Dnipro. Im Zentral-Misto-Bezirk wurde ein Hilfsstab für betroffene Einwohner eingerichtet, der Unterstützung bei Baumaterialien und Anträgen auf städtische Hilfe leisten sollte. Als früherer Kontext wird ein Drohnenangriff auf das Einkaufszentrum „Soniachna Halereia“ am 21. August genannt, bei dem es Tote und Verletzte gegeben hatte und anschließend ein weiterer Drohnenangriff auf Rettungskräfte erfolgt sein soll.